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Das Pack und Liedfett am 23.01.13 im Underground in Köln

Autor: Johanna Wendel
Nur noch wenige Termine der „Auszeit für Beauty-Tour“ sind nun übrig und an diesem trüben Donnerstag beehrten Das Pack Köln mit ihrer Anwesenheit. Vor gut einem Jahr trat das Hamburger Duo noch im kleinen Konzertraum des Undergrounds auf, mittlerweile können sie nun auch den größeren Raum füllen. Diesmal hatten sie Liedfett mit im Gepäck, unklar wer eigentlich wessen Vorband ist. Beim Gespräch mit Pensen Paletti, Gitarrist und Sänger des Packs, stellte sich dann heraus, dass es sich um ein freundschaftliches Miteinander handelt. Wie schön!
Durch die unerwartet lange Garderoben-Schlange (lieber lockiger Mützen-Mann, wie lange dauert es bitte ein Jacke aufzuhängen?!) verpasste ich leider den Anfang von Liedfett, die das Konzert eröffneten. Die ebenfalls aus Hamburg stammende Band benutzt bei ihren Auftritten nur Akustik-Instrumente und konnte auch beim Kölner Publikum damit überzeugen. Ohnehin wirkte die Menschenmenge in Pack- und Liedfett-Anhänger aufgeteilt, was aber eine sehr homogene Masse entstehen ließ. So waren sowohl bei Liedfett, als auch bei das Pack vorne „Mitsinger“(trotzallem vermutlich ein paar mehr) und hinten die „Fußwipper“.
Die Atmosphäre wirkte einfach freundlich und entspannt, was später auch Pensen auffiel, wofür er sich zwischen zwei Liedern bedankte. Liedfett spielten eine gute Stunde, danach etwa eine halbe Stunde Umbau-Zeit und Pinkelpause, bis es um Halb Neun mit Das Pack losging. Der Anfang wurde mit „Du bist eine Nutte“ gemacht, ein Lied über eine Trennung, die vermutlich nicht als Freundschaft beendet wurde.
Darauf folgte „Waschzwang“, ein Titel vom ersten Album der Truppe. Während der Performance von „Pferdeapfel“ wurde ein aufblasbares Pferd mit einem saftig grünen Apfel unter dem Schweif befestigt, durch den Raum getragen und erhängte sich aufgrund des Klebebands wenig später an einem Balken.
„Unheftig“ gab einen ersten Eindruck auf das bald kommende Album, darauf folgte „Vanillebär“, ein Lied hauptsächlich bestehend aus cleveren Wortkombinationen, wie der Titel Unwissende schon erahnen lassen könnte. Weiter ging es mit „Schnee“, ebenfalls ein neues Lied und „Weils Geils“ vom zweiten Album „Macht doch was ihr wollt“.
Dann wurde auf ein kleines Jubiläum hingewiesen, Schlagzeuger Timmey feierte sein 50. Konzert als Mitglied des Packs und wurde mit einer Zigarre und der vermutlich einmaligen Performance von „Zigarren Karl“ belohnt. Natürlich durfte auch „Mein Schwan“ nicht fehlen, dass sich schon durch das Herumfliegen eines 1,50 m-großen aufblasbaren Phallussymbols angekündigt hatte. Nach „Heavy Metal Kind“ verließen Pensen und Timmey zum ersten Mal die Bühne, um dann mit der Verstärkung von Liedfett und Costa von „Sondaschule“ gemeinsam das „Schlittschuh-Lied“ zum Besten zugeben.
Autor: Johanna Wendel

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