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Interview: Adrenaline Mob

mit Russell Allen vom 26. Juni 2012 im Knust, Hamburg
Hachja … Supergroups. Definitiver Kandidat für das Metal-Unwort des Jahres. Alle Jahre wieder stellt die vorderste Front allseits beliebter Bands fest, dass sie doch eigentlich schon immer mal etwas ganz anderes ausprobieren wollten als das, was sie seit Jahr und Tag tun, was sie gut können und was ihre Fans von ihnen erwarten.
Blitzschnell werden dann Kollegen befreundeter Bands rekrutiert und schon steht es – das Line-Up für Bandprojekte, die oft gleichermaßen von kurzer Halbwertzeit als auch meist recht orthodoxen musikalischen Ergüssen geprägt sind. Sie kommen, sie gehen, man nimmt sie kurz zur Kenntnis und kehrt dann doch zu den Ur-Bands in Stammbesetzung zurück. Ein wenig wie die Themenwochen bei McDoof, die zwar ganz nette Abwechslung bringen, deren „Sonder-Modelle“ auf lange Sicht aber einen recht skurrilen Nachgeschmack behalten.
Nicht so Adrenaline Mob! Zumindest ist das der Plan. Wenn die Jungs von Dream Theater, Symphony X und Disturbed zusammen auf der Bühne stehen und ihren auffallend straighten Melodic Heavy Metal zum Besten geben, dann lässt Vokalist Russell Allen keine Chance ungenutzt, der moshwütigen Menge zu erklären: „This is not a project!“ Natürlich auf den ersten Blick eine merkwürdige Formulierung, denn streng genommen ist jede Band eine Art Projekt. Doch die Botschaft ist klar und markant: Der Mob ist da, um zu bleiben! Ob das wohl Namenskonflikte mit Mob Rules geben wird? Jedenfalls: Hier sollen keine kurzweiligen musikalischen Ausgüsse im Rahmen einiger Studio-Sessions und keine ungenutzten B-Seiten-Motive alter Theater- oder Symphony-Alben verkohlt werden. Nein! Die Band sieht sich als vollwertige Musikkapelle und plant ein langes und ausdauerndes Dasein im harten Musikbusiness. Keine Suppergroup sondern waschechte Hit-Intention also. Ob ihnen das wohl gelingt?
Erst 2011 gegründet kamen Adrenaline Mob – also Mike Orlando, Russell Allen (Symphony X), Mike Portnoy (Dream Theater) und John Moyer (ex-Disturbed) – nur ein Jahr später bereits auf Europa-Tournée und füllten die mittelgroßen Konzertsäle bereits mit stattlicher Souveränität. Aus diesem Anlass waren wir von Metal Trails natürlich auch mit vor Ort und haben uns in einer ruhigen Minute kurz vor der Show mit Russell in ein stilles Kämmerlein zurückgezogen. Naja, eigentlich war es vielmehr ein steriler Flur vor der Eingangstür des benachbarten Computerklubs. Aber der Wille zählt ja bekanntlich!
Wie geht die Band also mit den gängigsten und – leider – oftmals sehr berechtigten Kritikpunkten an derartigen Cross-Formationen um? Wie schaffen es die Jungs, ihre unterschiedlichen musikalischen Hintergründe zu einem funktionierenden großen Ganzen zu vermengen, ohne einen undurchdringlichen Klangwald aus Mischmasch zu schaffen oder im Schatten ihrer Stammbands zu versumpfen? Wie kommt die relativ glatte Musik bei den Fans progressiver Schalldickichte, Tempowechseln und ausgefeilter Chromatiken an? Welche Hörer zieht die Gruppe überhaupt aus den Alt-Bands ihrer Mitglieder und welche entdecken den Sound der Jungs ganz unbelastet von selbst für sich? Wie läuft in einer so hochkarätigen Formation das Songwriting ab und wie schafft man es, sich nicht andauernd gegenseitig auf die Finger zu hauen?
Dies und vieles mehr erzählt euch Russell im exklusiven Metal Trails-Interview.
Viel Spaß beim Schauen!
P.s. Natürlich waren wir für euch auch beim Konzert selbst vor Ort und haben es wie immer bildgewaltig für euch festgehalten! Die ausgiebigen Konzertimpressionen des Supports Downspirit sowie natürlich von Adrenaline Mob selbst findet ihr wie immer in unserer Galerie. Schaut doch mal rein!
Moderation: Arne Luaith; Fotografie: Arne Luaith; Kamera: Alexander Kipke
Wer sich die Musik der Band einmal näher anschauen möchte,
kann im Folgenden in ihr aktuelles Album „Omertà“ (2012) reinhören:

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