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Interview: Agnostic Front

mit Vinnie Stigma vom 16. Januar 2013 Docks, Hamburg
So ziemlich genau ein Jahr ist es nun her, dass wir uns mit Sänger Roger Miret von Agnostic Front im familiär-beschaulichen Logo in Hamburg zu einem Interview trafen. Dass eine so bekannte Pionier-Band des Hardcore-Genres in einer doch so vergleichsweise kleinen Location spielete, war für uns damals ziemlich verwunderlich. Normalerweise treten in diesem Club eher die weniger bekannten Hoffnungsträger der zukünftigen Musikszene auf. Nicht jedoch derartige Veteranen mit einer bewegten Bandgeschichte und einem vollständig von ihnen abgehenden Szene-Stammbaum. Aber dem Fan-Andrang und der guten Laune der Band hatte es damals sicherlich keinen Abbruch getan.
Dieses mal kamen die Jungs von Agnostic Front als einer der Headliner der Persistance Tour 2012/2013 zusammen mit Hatebreed, H2O, Stick To Your Guns und drei weiteren Bands zu einem Festivalkonzert in das viel größere und dementsprechend auch deutlich angemessenere Docks. So muss das sein! Also haben wir die nicht mehr ganz so junge Band gleich mal zu einem weiteren Interview eingeladen. Nachdem das kleine fiese Sofa im farblich sehr fragwürdige dekorierten Backstage-Raum der Band keinen Platz für einen weiteren Interviewpartner bot, entschied sich einziges verbliebenes Gründungsmitglied und Gitarrist Vinnie Stigma dazu, mit uns ein wenig über den aktuellen Stand bei Agnostic Front zu sprechen.
Dabei stellte sich heraus, dass Vinnie seit ungefähr dreißig Jahren eine immense Menge an Freunden in den on Tour bespielten deutschen Städten gesammelt hat. In Hamburg kann man als Passant dann im Zuge der Shows der Truppe beim regelmäßig abgehaltenen Besuch im Hamburger Stammlokal eine Kolonne von bis zu zwanzig typisch amerikanischen Autos beobachten. So kommt auch in der Hansestadt etwas vom American Feeling auf, wie man es aus den alten Hollywood-Streifen kennt.
Auch berichtet uns Vinnie von dem in Planung befindlichen Nachfolger für das im Jahr 2011 erschienene Album My Life, My Way sowie den Aktivitäten mit seinem Soloprojekt, dem von ihm betriebenen Tätowierstudio und auch einem weiteren Film, in dem er eine der Hauptrollen spielt. Wie schafft man es bloß, so viele parallel laufende Projekte unter einen Hut zu bringen? Brennt man dabei nicht spätestens nach drei Jahren aus? Und darf man im deutschen Fernsehen mal so richtig gegen die Hip Hop-Szene fluchen? Seht selbst, was Vinnie uns dazu zu erzählen hatte.
Viel Spaß dabei!
Moderation: Arne Luaith; Fotografie: Arne Luaith; Kamera: Alexander Kipke
Hört hier in's neuste Album von Agnostic Front rein:
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