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Interview: Amanda Somerville

vom 19. Juli 2013 via Mail
Wie schaffen es manche Musiker bloß, innerhalb kürzester Zeit an mehreren stilistisch unterschiedlichsten musikalischen Projekten mitzuwirken und dabei gleichermaßen die volle Energie als auch den größtmöglichen Enthusiasmus bei jeder einzelnen Kooperation an den Tag zu legen? Ist man nicht irgendwann völlig überfordert mit den ständigen Umstellungen und der Konzentration auf die beteiligten Menschen, die Musik und vielleicht sogar die Umgebung, welche man für die Zusammenarbeit aufsuchen muss? Und wie ist es mit den Menschen, auf die man bei häufig wechselnden Koops trifft? Versteht man sich immer mit ihnen? Muss man sich immer mit ihnen verstehen? Was tut man, wenn es zu einer Zusammenarbeit kommt, welche auf der menschlichen Ebene noch vor der Vollendung zu versanden droht?
Um Antworten auf all diese Fragen zu bekommen, sprachen wir mit Sängerin und Vocal-Coach Amanda Somerville; der Frau in der schwarzen Szene, die scheinbar überall gleichzeitig zu sein scheint! Egal, ob mit Michael Kiske, Epica, Kamelot, After Forever, Edguy, Avantasia, Mob Rules, Luca Turilli & Rhapsody, Shaman oder die Supergroup Aina - ihre Referenzliste ließt sich fast schon wie ein samstäglicher Einkaufzettel von der Länge dreier Ellen.
Im Interview berichtet sie uns nun von den kürzlich mit Avantasia gespielten Gigs, die sie kreuz und quer über den ganzen Erdball getragen haben, von ihrem eigenen Bandprojekt Trillium und von der Rolle der Frau in unserer heutigen Metal- und Rockszene. Häufig hört man doch, dass sich Frauen auch im Jahr 2013 immer noch in einer von Männer dominierten Musikszene beweisen müssen. Erfahrt selbst, wie die aktuelle Lage aussieht ...
Viel Spaß beim Lesen!

Das Interview:

Alex: Hi Amanda! Wie geht es dir?
Amanda: Hi Alex! Ich liege gerade am Pool mitten im Wald bei meinen Eltern in Michigan und mir geht's wunderbar, danke! Ich hoffe, dein Sommer läuft auch super. :-)
Alex: Yo danke, alles im Lack! Wie liefen denn die vor kurzem gespielten Avantasia-Gigs?
Amanda: Jetzt haben wir fast alle Shows, auch die in den exotischsten Ländern dieser Welt, hinter uns gebracht und es war wie die beste Klassenfahrt, die man sich vorstellen kann! Haha! Nein, es war natürlich ein bisschen stressig mit der ganzen Reiserei aber eigentlich ist das ein Erlebnis fürs Leben.
Alex: Ist es nach all den Jahren im Geschäft für dich immer noch eine Bereicherung kreuz und quer durch die Welt zu touren, oder erreicht man irgendwann einen Punkt, an dem man im Grunde alles gesehen hat?
Amanda: Es ist auf jeden Fall noch etwas, bei dem ich mich bezaubert und wie ein Glückspilz fühle! Wie gesagt ist es manchmal stressig und ich war oft müde oder jetlagged, aber in dem Moment wo ich mich umschaue und sehe wo ich bin - in Costa Rica z.B. die bunten Vögel in der Luft fliegen sehe oder in Japan diese verrückt fremde Schrift überall und dann die Fans abends schreien höre und die glückliche Gesichter sehe - dann habe ich erneute Energie und dieses ganz besondere Gefühl von: "Wow. Das ist ein Leben!" Dankbar bin ich immer noch und ich finde nichts ist selbstverständlich.
Alex: Wie bereitest du dich auf eine so ausgiebige Tour vor?
Amanda: VIEL packen! :-) Ich bin eine Frau, also muss ALLES mit! Ach, und ich übe auch ein bisschen. ;-) Ganz im Ernst, es ist für mich ganz wichtig, dass ich eine kleine persönliche Apotheke mit habe. Mit so vielen Menschen auf engem Raum wird es IMMER den Fall geben, dass jemand krank wird und dann zieht die Erkrankung ihre Runden. Krank zu sein auf Tour ist furchtbar und deshalb ist es wichtig vorbereitet zu sein.
Alex: Was macht Avantasia für dich nach all den Jahren immer noch attraktiv?
Amanda: Es ist mit den verschiedenen Stimmen und Persönlichkeiten, die dabei sind, musikalisch sehr facettenreich. Ich finde es spannend und immer wieder überraschend, weil so viel auf der Bühne abläuft und passiert. Viele von uns kennen sich seit Jahren und das bringt dieses "Klassenfahrt Feeling" mit riesigem Spaß-Faktor dazu. Bei so einer großen Tour ist auch ein gewisser Luxus mit dabei und das ist ein riesiger Bonus. Top Hotels, Catering, Reise-Methoden … das ist wirklich nicht unbedingt die "Norm" in der Welt des Metal-Touring!
Alex: Seit 2011 hast du mit Trillium eine eigenen Heavy Metal-Band am Start, nachdem du über Jahre hinweg bei vielen Gruppen als Gast aktiv warst. Wie kam es dazu, dass du nun ein eigenes Bandprojekt gestartet hast?
Amanda: Ich war nicht nur Gast, ich war hinter den Kulissen sehr aktiv bei vielen Bands beim Songwriting, der Produktion, beim Engineering, etc. involviert. Ich selbst bin in dieser Zeit immer noch Solokünstlerin geblieben, die viel Wert auf kreative Arbeit legt und durch diese anderen Arbeit mit verschiedenen Metal-Bands habe ich eine gewisse Präsenz in der Szene entwickelt. Es war nur eine Frage der Zeit, wann ich mit meinem nächsten Album rauskommen würde. Geplant war eigentlich, weil ich in der Zeit wo ich so viel Metal-Musik gemacht/mitgemacht habe, Songs eher in diese Richtung geschrieben habe, dass mein nächstes Solo-Album mehr Metal-tauglich sein sollte. Aber dann habe ich mich entschieden ein Album komplett in diese Richtung zu machen und dem auch ein unabhängiges Wesen von meiner Arbeit als "Amanda Somerville der Solokünstlerin" zu geben. Und dadurch ist Trillium entstanden.
Alex: Ist es schwer sich auf all die unterschiedlichen Projekte und Menschen, mit denen du zusammenarbeitest, mental einzustellen?
Amanda: Nein. Das ist für mich nicht schwierig, weil auch eine Menge Schauspielerin in mir steckt und es ist enorm befriedigend von dieser Seite meiner Persönlichkeit solche verschiedene Facetten ausleben zu können. Schwieriger ist es, alle Emails und Interviews rechtzeitig zu beantworten und mitzumachen! ;-)
Alex: Gibt es die eine oder andere Zusammenarbeit, die sich im Nachhinein als kompliziert und nicht unbedingt wiederholenswert entpuppte?
Amanda: Klar, so etwas gibt es immer. Oft muss man aber unter dem Prinzip "Augen zu und durch" einfach professionell weitermachen. Und dann in anderen Fällen gibt es diese Zusammenarbeit einfach entweder gleich oder nach einer gewissen Zeit nicht mehr :-)
Alex: Euer Trillium Debütalbum „Aloe“ ist 2011 erschienen. Wann können die Fans mit neuem Material rechnen?
Amanda: So bald wie möglich! Ich denke irgendwann Anfang 2014 werde ich damit wieder im Studio am Start stehen.
Alex: Woher bekommst du persönlich neue Songideen? In einer Zeit, wo bereits jedes gute Riff irgendwo gespielt wurde, ist es sicherlich nicht leicht einzigartig zu sein ...
Amanda: Ich finde es viel wichtiger treu zu sich selbst, als innovativ zu sein. Ich finde, wenn man das macht, dann stehen die Chancen viel höher, dass man am Ende dann etwas Innovatives kreiert hat. Meine Songideen kommen (auch wenn das cheesy klingt, ist mir das scheißegal!) immer vom Herzen. Wenn sie nicht aus persönliche Erfahrung - was die meisten sind - stammen, dann werden sie aber persönlich, weil ich mich in dieser Rolle hineinversetzen kann (wenn es z. B. einen Song gibt, der davon inspiriert ist, wie die Freundin einer Freundin, von ihrem Mann geschlagen wird).
Die Riffs kommen meistens von Sander oder Sascha (wenn es Gitarren-Riffs sind) oder entstehen einfach nur so, wenn ich am Klavier sitze. Mein Fokus ist eher der gesamte Song mit Akkorden und Texten. Texte sind für mich enorm wichtig und DIE Sache, die für mich einen Song wirklich persönlich macht.
Alex: Wie sieht dann der Weg von der ersten Idee bis zur aufgenommenen Audiodatei aus?
Amanda: Ein bestimmtes Formular habe ich nicht unbedingt. Mal entsteht einen Song aus einem Konzept (mal ganz grob gesagt: ich fühle mich unglaublich aggressiv und habe von irgendwelchen Weltkriegen und ihren Ungerechtigkeiten geträumt), oder ein paar Zeilen, die ich als Gedicht geschrieben habe. Mal fängt einen Song als Akkord oder als eine Gesangsmelodie an. Manchmal kommt alles auf einmal - einfach ausgegossen! Ich nehme meistens alles als Gesangs-Klavier Demo auf, dann mache ich manchmal noch etwas Arrangement-mäßig dazu, wie Schlagzeug, Bass & Strings. Manchmal gebe ich mein rohes Demo einfach so an Sascha. Egal, wie es zum fertigen Mix kommt, ich freue mich immer wieder wie ein kleines Kind an Weihnachten und als ob ich es mir das erste mal anhöre!
Alex: Was ist denn so die schwierigste Station bei der Produktion eines Albums? Was fällt dir persönlich schwer?
Amanda: Das ist auch unterschiedlich. Manchmal sind es die Gesangs-Aufnahmen, die für mich am schwierigsten sind, weil ich meinen Songs ein bestimmtes Gefühl geben möchte und es ist nicht immer einfach. Oft ist das aber das einfachste für mich, Gott sei dank! Manchmal ist die Produktions Phase die schwierigste, weil die Leute, die involviert sind oft verschiedene Vorstellungen und Geschmäcker haben. Genau das gleiche mit einem Mix. Aber eigentlich habe ich immer das Glück gehabt, ein Team zu habe wo es gleich „geklickt“ hat: Wir verstehen uns fast immer sehr gut.
Alex: Du dokumentierst dein Leben als Musikerin und vor allem das Leben on Tour mit einem eigenen Vlog. Was war der Auslöser dafür?
Amanda: Ursprünglich habe ich damit angefangen für meine Familie & Freunde "back home in Michigan". Das war im Jahr 2008, als ich mit Epica auf Tour durch Nordamerika war. Meine Leute wollten wissen was ich mache und wie es auf Tour aussieht. Dann hat das ein bisschen Aufmerksamkeit von Fans bekommen und ich habe es einfach weitergemacht. Die Vlogs dienen auch super als Memoire - ich führe mein ganzes Leben schon Tagebücher und es ist so schön nach einer gewissen Zeit zurück zu gehen und diese Erlebnisse wieder zu durchleben. Auch von Kollegen habe ich gehört, dass sie "in Touch" mit ihren Familien & Freunden durch meinen Vlogs bleiben. Ich finde es ist eine "win-win-Situation“ und es macht mir auch Spaß.
Alex: Wo liegt bei dir die Grenze zwischen Privatem und für die Öffentlichkeit Interessantem?
Amanda: Es ist sehr schwierig. Ich bin auch ein Mensch wie alle anderen und mache Fehler. Manchmal sehe ich etwas, was ich gefilmt, geschrieben oder gesagt habe und denke mir, "Ach du Scheiße - warum hast du DAS gesagt/gezeigt/geschrieben!?!" Genau so wie ein Foto von dir aus der 8. Klasse mit einer scheiß Frisur, das du mal wieder findest. Haha! Aber im Allgemeinen mag ich das nicht, wenn zu viel der persönlichen Beziehungen gezeigt wird oder wenn man sich bei Facebook auskotzt, wegen einer Bekannten und seiner Spülmaschine - als ganz doofes Beispiel ;-)
Ich möchte auch nicht lesen, was jemand gerade auf der Toilette losgelassen oder heute ganz normal gefrühstückt hat! Aber hey, diese sind die (über-)Informationszeiten in denen wir leben und mit Facebook, Twitter und YouTube, wird man das immer wieder sehen. Ich denke oft, wenn ich etwas im Internet tue, wie ich das finden würde, wenn ich das von Paul Simon - meinem all-time-favorite Artist - lesen/sehen würde? Aber wie gesagt, ich bin auch nur ein Mensch :-)
Alex: Würdest du sagen, dass das Internet eine Art gläsernen Künstler geschaffen hat, was ihm und der Szene etwas von ihrem Zauber geraubt hat. Ich meine, bei manchen Musikern kann man leider jedes Mittagessen und jeden Gang aufs Klo über Facebook oder Twitter mitverfolgen …
Amanda: Haha! GENAU das meine ich! Auf jeden Fall finde ich, dass da einfach ZU VIELE Infos manchmal zur Verfügung stehen. Aber man kann – oder sollte – auch eine Balance finden und diese Balance ist schwierig, weil es sehr persönlich und subjektiv ist. Manche finden, dass ich zu viel preis gebe mit meinen Video Blogs. Manche denken, ich zeige nicht genug. Am Ende der Tag muss ich das einfach machen, wie ich das für mich selbst gut finde. Ich zeige mich auch nicht unbedingt immer schön in den Videos.
Oft bin ich gerade aufgestanden und meine Haare fliegen in alle Richtungen und ich bin noch ungeschminkt. Egal! Ich bin ich. Auch frage ich die Leute, die sich auch in den Vlogs befinden, ob sie gezeigt werden wollen und zeige nichts, was sie von sich nicht zeigen möchten. Aber so habe ich auch einen guten Weg für mich gefunden, den Fans etwas Besonderes zu geben. Und meine Familie & Freunde können mein Leben auch mitverfolgen!
Alex: Im Allgemeinen polarisiert das Thema Internet die Musikindustrie. Siehst du es eher als etwas Positives oder bringt das Internet doch mehr Nachteile für dich als Musikerin mit sich?
Amanda: Im Allgemeinen finde ich eher mehr Vorteile durch das Internet, obwohl es tatsächlich manche Elemente der Industrie für Künstler schwieriger macht. Man kann nicht mehr einfach nur Musik machen: man muss eine Marke sein. Manchmal macht das Spaß aber manchmal ist es erdrückend.
Alex: Was kannst du uns im Allgemeinen über die Situation von Frauen in der Metalszene erzählen? Ist es für Frauen tatsächlich schwieriger als für Männer etwas zu erreichen?
Amanda: Ganz ehrlich, es ist meiner Meinung nach immer noch schwierig für Frauen, egal was sie machen und egal in welchem Bereich sie tätig sind. Wir müssen uns immer wieder vor Männern beweisen. Immer noch. Aber in der Metalszene haben Frauen auf jeden Fall viele eingebaute Nachteile. Besonders als Sängerin muss ich mich ganz oft in der Szene beweisen; dass ich nicht eine Stimme, die sich doof Diva-haft benimmt, habe und nur eine hübsche Fashion-Show Parade auf der Bühne führen will. Ich bin mehr als eine Sängerin. Ich will mehr. Ich kann mehr. Und ich mache mehr.
Klar bin ich Sängerin. Aber viel mehr bin ich Songwriter, Producer, Engineer, Manager, Firmenbesitzerin, Entrepreneur. Viele Frauen in der Szene entsprechen dem Stereotyp - leider. Aber es gibt auch echte Power-Frauen. Leider ein bisschen zu selten zu finden unter denen, die dumme Stereotype Chick Singers sind. Und noch dazu kommt das "Familien-Thema." Irgendwann möchte ich Kids kriegen. Das ist sauschwierig. Klar gibt es Frauen, die das geschafft haben, aber es ist verdammt kompliziert. Für Männer ist das rein physiologisch viel einfacher. Und ich habe noch die zusätzliche Situation, dass ich mein Leben zwischen zwei Kontinenten führe.
Alex: Wie wichtig ist eine (klassische) musikalische Ausbildung im Heavy Metal oder Hard Rock?
Amanda: Für mich war es wirklich nicht wichtig. Ich habe keine musikalische Ausbildung. Ich bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen und durch die Arbeit mit Sascha & das Gate Studio-Team habe ich enorm viel in Sachen Studioarbeit gelernt. Deutsch habe ich auch nie studiert, was man vielleicht merken kann ...
Alex: Wie man ließt, warst du scheinbar richtig gut in der Schule …
Amanda: Haha! Ja, das war ich. Aber ich hatte wirklich das Glück, dass ich nicht viel dafür arbeiten musste!
Alex: Du hast Psychologie studiert. Was von dem erlernten Wissen kannst du in deinem alltäglichen Leben anwenden?
Amanda: Oh, goodness. Gleichzeitig viel und wenig. Erklärt alles, oder? ;-) Ich glaube man muss auch ein Talent für Emotionen und Menschenkenntnis haben, bis man solche psychologischen Themen im alltäglichem Leben benutzen kann. Und selbst dann können Sachen sehr schnell über-benutzt oder über-analysiert oder auch falsch verwendet werden!
Alex: Was steht sonst noch für deine Zukunft an?
Amanda: Zur Zeit habe ich das zweite HDK-Album (Sandet Gommans Projekt, welches wir zusammen machen), das ich fertig aufnehmen muss. Dann werde ich mit einer neuen deutschen Band namens Aeverium im August etwas aufnehmen. Danach kommt das neue Kiske Somerville Album - wir werden mit den Aufnahmen im Herbst beginnen. Dann eine kleine Trillium Tour im November. Und so geht es weiter!
Alex: Danke für das Interview und für deine Zeit! Jetzt gehört dir das Schlusswort an die Fans!
Amanda: Bitte schön! Thanks very much for your interest and your patience in reading this. :-) Ich bin äußerst dankbar!
Moderation: Alexander Kipke

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