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Interview: Betontod

mit Adam Dera und Frank Vohwinkel vom 3. August 2012 beim Wacken Open Air, in Wacken
Nachdem die Rheinbergischen Hybrid-Punk-Rocker von Betontod anno 2011 zum ersten Mal die Bühnen des Wacken Open Air erklommen (wir berichteten), ließen sie es sich nicht nehmen, auch 2012 wieder eine energiereiche Performance auf dem weltgrößten Metal-Festival im Norden Deutschlands zum Besten zu geben. Aus diesem Anlass haben wir uns wie schon im vorigen Jahr mit Frank „Eule“ Vohwinkel und Adam „Ado“ Dera in der VIP Area des Festivals getroffen, um in höchst authentischer Kulisse vor dem Spirituosenausschank ein angeregtes Gespräch zum aktuellen Geschehen um die Band zu führen.
Schon 2011 wunderten wir uns darüber, wie die Jungs es geschafft hatten, nur knapp ein Jahr nach Veröffentlichung ihres Albums „GlaubeLiebeHoffnung“ im Jahr 2010 bereits den nächsten Longplayer mit dem provokanten Titel „Antirockstars“ im Gepäck zu haben. Zuvor hatte sich die punk-stämmige Band immerhin noch ganze 3 bis 4 Jahre Atempause pro Album gegönnt. Ein weiteres Jahr ist vergangen und passend zu ihrem zweiten Wacken-Auftritt steht nun abermals ein neues Machwerk der immerhin schon 20 Jahre aktiven Musiker kurz vor dem Release. Am 31. August 2012 wird der neue Silberling „Entschuldigung für Nichts“ in den Regalen stehen. Woher kommt dieser ungewöhnliche Boost an musikalischem Output? Und läuft man nicht Gefahr, bei einer derartigen Release-Welle gewissermaßen eine „Übersättigung“ der Fans zu provozieren?
Wie schafft man es überhaupt, bei so vielen Veröffentlichungen in so kurzer Zeit die Qualität aufrecht zu erhalten und sich überdies nicht andauernd selbst zu kopieren? Für Betontod eine einfach zu beantwortende Frage – kein Album sei je so vielseitig gewesen wie „Entschuldigung für Nichts“. Ganz neue Wege schlagen die Jungs darin ein. So vereint die Platte etwa balladeske Elemente mit für die Band ziemlich frischen Ska-Melodiken. In unserer Anirockstars-Review zogen wir bereits letztes Jahr eine Parallele zwischen der Musik der Jungs und dem guten alten europäischen Power Metal, wofür wir von eingefleischten Fans herzlichst gebasht wurden. Heute hingegen bestätigt die Band mit einem leichten Schmunzeln höchstselbst: In der Tat! Auch solcherlei Einflüsse finden sich zweifelsohne zur Genüge auf dem jüngsten Album. Ob und wie weitreichend den Jungs diese Vermengung neuer Stilistiken geglückt ist, dass sollen die Hörer beim Erscheinen der Platte selbst entscheiden. Aber wie kommt man als Band nach stolzen 20 Jahren Bandgeschehen plötzlich auf die Idee, solcherlei neuen Einflüsse auszuprobieren? Und ist das nun eine einmalige Geschichte gewesen oder doch richtungsweisend für etwaige zukünftige Experimente der Band? Haben Betontod womöglich schon eine gewisse Vorahnung, dass insbesondere von Alt-Fans Vorwürfe der Kommerzialisierung und des Stilbruchs drohen könnten? Wählten sie womöglich deshalb in weiser Voraussicht den programmatischen Titel des Albums? Überhaupt: Wo sieht sich die Band stilistisch in 5 oder 10 Jahren?
Und wie kommt es eigentlich, dass immer mehr im Punkrock beheimatete Bands ihre Stammgenres verlassen und Elemente anderer Stile in ihre Musik einfließen lassen? Ist der Punkrock als eigenständiges Genre heutzutage ausgeblutet? Leben wir in einer Zeit der Crossover- und Mashup-Musikstile? Und wenn ja, läuft man damit nicht Gefahr, irgendwann alles halb und nichts ganz zu machen? Oder sehen die Jungs in der Fusion verschiedener Elemente eher das große Potential, Neues und nie Dagewesenes zu schaffen?
Nachdem GlaubeLiebeHoffnung mit Titeln wie Stadt ohne Licht, Alphatier oder auch Stich ins Herz recht harsche Kritik an der Gesellschaft und der Zwischenmenschlichkeit an sich ausgeübt hatte, kam Antirockstars im Vergleich trotz autobiographischem Ansatz etwas persönlicher daher und legte seinen Fokus eher auf zwischenmenschliche Geschichten, so etwa im Track „Nebel“. Insgesamt wirkte das Album ein wenig fröhlicher, vor allem auf Grund seiner Partysongs. Wo sieht die Band nun bei ihrer jüngsten Veröffentlichung „Entschuldigung für Nichts“ den Schwerpunkt, abgesehen von den stilistischen Experimenten? Was inspiriert sie beim Schreiben neuer Songs? Und gibt es eigentlich irgendwelche Tabu-Themen, welche die Rheinberger in ihrer Musik tunlichst vermeiden?
All dies und mehr erfahrt ihr im ersten Interview unserer W:O:A2012-Serie.
Viel Spaß beim Schauen!
Moderation: Arne Luaith; Kamera: Alexander Kipke
Wer in das derzeit noch aktuelle Album „Antirockstars“ von 2011
reinhören möchte, kann dies hier tun:
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