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Interview: Michael Schenker

vom 10. Juni 2011 via E-Mail
Michael Schenker, Gitarrist der MSG, Ex-UFO und Ex-Scorpion sprach mit uns in diesem E-Mail-Interview über das bevorstehende Release seines neuen Albums, welches zuerst im Juli 2011 in Japan und dann im August auch in Europa erscheinen soll. Der vormals angekündigte Titel Temple of Rock steht noch nicht endgültig fest und die zuvor angekündigte Beteiligung von Slash kam aus terminlichen Gründen doch nicht zu Stande.
Desweiteren kündigt Michael eine Zusammenarbeit mit seinem Bruder Rudolf Schenker unter dem Namen Schenker Brothers nach der Auflösung von dessen Hard Rock-Formation Scorpions an.
Weitere spannende Details im Interview!
Viel Spaß beim Lesen!

Das Interview

Alex: Hallo Michael! Wie geht’s Dir? Was machst Du gerade?
Michael: Hi Alexander. Mir geht es gut. Ich bereite mich gerade auf die zukünftigen Konzerte vor.
Alex: In Japan erscheint am 27. Juli 2011 das neue MSG-Album „Temple of Rock“, bei dem unter anderem Slash, Chris Slade (Ex-AC/DC), Herman Rarebell und dein Bruder Rudolf Schenker als Gäste mitwirken. Kannst du uns dazu etwas erzählen? Warum erscheint es zuerst in Japan? Wann wird es bzw. wird es überhaupt ein Release in Europa geben?
Michael: Ob das Album Temple of Rock heißen wird, ist noch nicht klar, und Slash konnte es timewise dann doch nicht schaffen. Das Anouncement wurde zu früh gemacht. In Japan kommt die CD zuerst heraus. Das hat was mit meiner Plattenfirma und der japanischen Firma zu tun. In Europe müsste die CD mitte August erscheinen.
Ja, während ich meine Platte vorbereitete kamen mir nach und nach die Gedanken, die meisten meiner Musiker von der Vergangenheit mit dabeizuhaben. Michael Voss und ich haben dann überlegt, wer wo mitmachen sollte. Dann schafften wir es noch, für unser CD-Intro Wilhelm Shatner (Käptan Kirk von Star Track) dabei zu haben, bei dem ich übrigens auch auf seiner neuen CD spiele. Der eigentliche Core der Band außer mir ist Pete Way, Herman Rarebell und Michael Voss. Rudolf war eine weitere Idee, da wir ja in Zukunft die „Schenker Brothers“ vorhaben. Er hat einen klasse Job gemacht. Auch alle anderen haben Ihr Bestes gegeben. Es ist natürlich exciting, bei 2 Songs Rudolf Schenker, Herman Rarebell, Pete Way und Paul Raymond dabei zuhaben. Das ist zum ersten mal auf Platte zu hören. Eine Mischung von MSG, Scorpions und UFO. Ist auch unheimlich geworden.
Alex: MSG ist jetzt mit einem neuen Line-up am Start. Was können die Fans stilistisch vielleicht Neues erwarten? Warum kam es überhaupt zu einem solch massiven Wechsel bei der Besetzung und wie schaffst du es eigentlich immer wieder, all die erstklassigen Musiker um dich zu scharen? Banal gefragt: Womit lockst du sie alle an?
Michael: Dieses Album ist mehr ein Michael Schenker-Album. Wir sind Musiker, die gerne zusammen spielen.
Alex: Im Juli wird MSG ja von „Black Country Communion“ (Glenn Hughes, Jason Bonham, Joe Bonamassa und Derek Sherinian) bei den UK-Dates unterstützt. Was hältst Du von solchen Supergroups?
Michael: Wir treten nicht als MSG auf. Es wird unter dem Namen Michael Schenker promotet. Supergroups: Ich kann mir vorstellen, dass es für den Konsumenten interessant sein muss, immer wieder neue Kombinationen erleben zu können.
Alex: Interessant wäre es auch zu wissen, was ein legendärer Gitarrist wie Du eigentlich für Vorbilder hatte oder vielleicht noch immer hat?
Michael: Es waren hauptsächlich Jeff Beck, Leslie West, Jimy Page und Eric Clapton, aber auch viele andere haben mir gefallen.
Alex: Wenn man deine musikalische Arbeit über die Jahrzehnte betrachtet, dann merkt man, dass du relativ oft von Band zu Band gewandert bist, viele stilistisch eher gegenläufige Solo-Projekte verfolgt und mit außergewöhnlich vielen Musikern gearbeitet hast. Ist das vielleicht Ausdruck einer musikalischen Suche nach Dir selbst oder nach einem bestimmten Sound?
Michael: Von Scorpions to UFO to Michael Schenker Group. MSG wurde gestartet, damit ich mich in Ruhe weiterentwickeln konnte. Ich mache Musik von innen. Das ist eine endlose Quelle. Ich entwickle mich immer weiter. Die Musiker kommen und gehen je nach Availablity.
Alex: Beim Wacken Open Air 2006 bist Du mit den Scorpions sehr erfolgreich aufgetreten. Hast du noch irgendwelche Erinnerungen an diesen Abend?
Michael: Es war ein schönes Erlebnis.
Alex: Was denkst du darüber, das die Scorpions kurz vor ihrer Auflösung stehen? Wirst Du mit ihnen vielleicht noch eine finale Show spielen?
Michael: Ich werde bestimmt früher oder später noch dabei sein.
Alex: Was würdest Du einem jungen Gitarristen ans Herz legen, was für sein organisches Spiel wichtig wäre? In früheren Interviews hast Du oft zwischen dem maschinellen „A-B-C-Spiel“ und dem „vom Herzen kommenden Spiel“ unterschieden. Wie kommt man Deiner Meinung nach am besten zu der zweiten Variante?
Michael: Einen Jumpstart von draußen und den Rest von innen.
Alex: Was glaubst Du, wie sich der klassische Heavy Metal auf Dauer entwickeln wird oder könnte? Herrscht bei der großen Masse überhaupt noch Bedarf an dieser Musik, oder hat sich dieses Genre überlebt?
Michael: Musik vom Herzen wird immer gefragt sein und es auch immer bleiben.
Alex: Hast Du schon einige Pläne für die Zukunft? Steht was besonderes für MSG oder ein Solo-Projekt an?
Michael: MSG im Juni in Holland, Michael Schenker im Juli in England. Im Oktober dann Michael Schenker auf USA-Tour mit Leslie West und Uli Roth.
Alex: Vielen Dank Michael, dass Du dir die Zeit für das Interview genommen hast!
Moderation: Alexander Kipke

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