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Interview: Püssy Tyrant

vom 29. März 2013 im Kuba, in Linz
Woran denkt ihr, wenn ihr die Namen Randy Rainbow, Amy Streaker, Tommy Vayle, Jacky Voltage oder Seth Night hört? An Hippies? Oder gar an Pornodarsteller? Alles nicht wirklich verkehrt, wenn man die Outfits oder gar den Band-Namen der fünf Jungs von Püssy Tyrant zu Rate zieht. Die österreichische Glam-Rock-Kombo, die eigentlich gar keine ist, sondern eher den Metal der Achtziger - oder auch "Sleaze" - genannt, bespielt, löste bereits einen regelrechten Hype aus. Schon ihr erstes Konzert war restlos überfüllt und die Band-Shirts ausverkauft, bevor sie überhaupt einen Ton gespielt hatten. Na wenn das kein fulminanter Start für einen Band ist!? Und dabei waren sie ihrer Zeit weit voraus, denn die Gründung liegt noch vor der, derzeit um sich greifenden, Achtziger-Welle. Worin liegt wohl das Geheimnis dieses Interesses an die Püssys?
Sind es ihre schrillen Outfits, die coole Attitüde oder doch eher ihre Party-Mucke, der man zu jeder Sekunde den Spaß anhört, den die Fünf auf der Bühne haben? Im äußerst sympathischen Interview versuchen wir dem auf den Grund zu gehen und ich werde Zeuge des Fun-Faktors der Linzer, die sich selbst zu keiner Sekunde zu Ernst nehmen. Ein Mitgrund für ihren derzeitigen Erfolg? Des Weiteren erzählen sie von ihren Erwartungen ans vorwiegend weibliche Publikum, stecken vorsichtig ihre Zielgruppe ab und erklären äußerst schlüssig, woran es zur Zeit in der Musikindustrie hapert. Und auch, warum es unklug ist, bei Püssy Tyrant Gebrauch des Faustrechtes zu machen. Selbst auf die Frage, wann endlich ein Album kommt, haben sie durchaus eine einleuchtenden Erklärung parat.
Dabei streifen wir auch immer wieder die Gefilde ihrer Zweitbands Red Machete oder Eschaton und selbst einen Kommentar zum Wehrpflicht-Debakel in Österreich, konnte ich ihnen entlocken. Ob das wirklich an ihrer Kredibilität kratzt, wie sie anschließend vermuteten, sei mal dahin gestellt. Außerdem überraschen sie mit einer relativ abgeklärten Einstellung zum Thema "Internet-Piraterie" und das wiederum zeigt, dass junge Bands das weniger als Problem sehen, sondern den sich daraus ergebenden Vorteil zu nutzen wissen. Was wiedermal bestätigt, dass die Strukturen der Musikindustrie längst veraltet und überholt sind.
Viel Spaß beim Lesen!

Das Interview

Michael: Ich sitze hier im Linzer Kuba, zusammen mit der aus Linz stammenden Band Püssy Tyrant. Vielen Dank, dass ihr Euch Zeit nehmt für unser Interview! Stellt ihr Euch bitte kurz vor?
Randy: Ich bin der Randy Rainbow und Drummer bei Püssy Tyrant.
Tommy: Ich bin Tommy Vayle und spiele die teure Stromgitarre bei Püssy Tyrant.
Jacky: Jacky Voltage, Bass and Backing Vocals.
Seth: Ich bin der Seth Night und ich spiele die billige Gitarre bei Püssy Tyrant..
Amy: Und ich bin der Amy Streaker und singe .... ein wenig. (lacht)
Michael: Wie würdet ihr den Stil von Püssy Tyrant beschreiben?
Tommy: Gut! (Gelächter)
Amy: Besser!
Randy: Ich denke, dass man mit „Glam der Achtziger“ am besten fährt.
Seth: Naja, für eine Glam-Band sind wir eigentlich schon zu hart.
Tommy: Sagen wir Sleaze Rock!
Randy: Und für alle die mit dem Fachbegriff nicht vertraut sind, einfach "Hard Rock"!
Jacky: We are Püssy Tyrant and we play Rock 'n' Roll!
Michael: Bezüglich Eures Bandnamens seid ihr sicher schon tausend Mal ausgefragt worden und wir wissen auch alle was er bedeutet, darum erspare ich uns das jetzt. Aber wie seid ihr darauf gekommen?
Randy: Das war dem Jacky sein Spitzname und irgendwann ist aus einem Spitznamen ein Bandname geworden.
Michael: Aber hattet ihr nicht schon einen Bassisten?
Tommy: Oh, erwischt! (lacht)
Seth: Ja, das war der Mr. Joystick Hammer! Der ist aber zurück nach Finnland gegangen. Eigentlich war er Mathematiker und hat in Linz an der Uni gearbeitet, nur damit er sich seinen Rock 'n' Roll-Lifestyle finanzieren kann. Wie wir ja wissen, sind Mathematiker ja totale Wildsäue in ihrer Freizeit.
Tommy: Und nach seiner Ausweisung aus Österreich, ist er zurück nach Finnland gegangen! (lacht)
Seth: Die UN hat ihn wegen Verletzung der Menschenrechte ausgewiesen! (schallendes Gelächter)
Jacky: Ja, der war aus HELL-sinki!
Michael: Euch gibt's ja noch nicht so wirklich lange, zwei Jahre wenn ich mich nicht verzählt habe?
Seth: Ja zwei Jahre.
Tommy: wir haben lange einen Sänger gesucht, der auch singen kann. Das ist gar nicht so einfach wie man sich das vorstellt.
Seth: Ja, da gibt es einige Anekdoten. Es gibt nämlich sehr viele Leute, die glauben, sie können singen. Sie können dann eh super singen, aber nur zwei Töne. Aber die singen sie dafür immer. Und es ist auch egal, in welcher Stimmung die Lieder sind, die singen immer diese zwei Töne.
Tommy: Und da muss man halt die Instrumente ständig umstimmen, das ist auch unangenehm. (lacht)
Seth: Aber das machen wir so und so aus Prinzip nicht.
Tommy: Die Stimmgabel ist zu schwer. (lacht)
Michael: Aus welcher Motivation heraus habt ihr die Band gegründet? Ihr spielt ja noch in anderen Bands und Püssy Tyrant kam ja nachher, wenn ich mich nicht täusche?
Tommy: Der Seth und ich haben uns in einer Schönheitsklinik getroffen...
Seth: … weil wir uns unsere unnatürliche Schönheit etwas nehmen lassen wollten. (lachen)
Nein, eigentlich ist die Geschichte eh gar nicht so unrock 'n' rollig. Wir haben uns auf einem Studentenfest komplett angetrunken getroffen. Und dann sind wir drauf gekommen, dass wir eine Band gründen sollten.
Michael: Gibt's Wunschkandidaten mit denen ihr gerne mal auf der Bühne stehen wollt?
Tommy: Judas Priest!
Randy: Falls sie nochmal auf Tour gehen?
Seth: Sicher!
Randy: Die dritte Abschiedstour!
Michael: Aber die schreiben doch gerade an einem neuen Album!
Tommy: Sie spielen nur keine Tourneen mehr.
Seth: Ach so, der Tommy ist ja ein riesiger Kiss und Juadas Priest-Fan. Ich bin ja froh, dass er jetzt Judas Priest gesagt hat, und nicht Kiss. (lacht)
Michael: Was erwartet ihr von Euren Fans?
Randy: Bra's!
Tommy: Small Clothes!
Randy: Und natürlich eine hohe Frauenquote. Is' eh klar, oder? Für Männer sind wir eigentlich viel zu langweilig.
Seth: Hoffen wir, dass wir optisch zumindest die Freundinnen überzeugen! (Gelächter)
Michael: Wie sieht's aus mit Background-Sängerinnen, wie bei Mötley Crüe?
Amy: Nein, die sind eh im Publikum.
Randy: Genau, wir machen das alles ganz unauffällig übers Publikum.
Tommy: Und die dürfen auch mitsingen, wenn sie wollen.
Seth: Außerdem sind wir vermutlich die einzigste Sleaze-Band, wo die Background-Sänger nicht aussehen wie Background-Sängerinnen.
Randy: Wir sind definitiv besser als Background-Sängerinnen.
Seth: Außerdem ist das eh immer ein Problem mit dem Background-Gesang, nämlich dass wir genügend Mikrofone bekommen und nicht zu zweit eines benützen müssen. Da knallen wir uns relativ oft die Bässe und Gitarren an die Köpfe, weil es so eng ist.
Amy: Deswegen haben wir auch den zweiten Bassisten aus der Band geworfen.
Tommy: Den Rhythmus-Bassisten!
Michael: Wie sieht's bei Euch mit Konflikten aus? Gibt's jemanden der im Endeffekt sagt, was gemacht wird, oder gilt bei Euch das Faustrecht?
Tommy: Nein, das Faustrecht gilt bei uns nicht. Der Seth ist MMA-Kämpfer, von daher wäre das eher unklug! Drum hat der Seth einfach immer recht! (lacht)
Seth: Haben wir überhaupt schon mal eine verschärfte Diskussion gehabt?
Amy: Es gab da mal eine!
Jacky: Aber keine die Existenz gefährdende.
Tommy: Das war alles nur wegen der Mädels.
Amy: Die teilt man einfach brüderlich.
Seth: Wir werden schon wieder in das hedonistische Lager gesteckt, wegen solchen Äußerungen. Wie sollen wir denn da den 35-55 Jahre-Markt knacken? (lacht)
Michael: Was glaubt ihr, wie viel Entertainer muss man heutzutage sein, um nachhaltig aufzufallen?
Alle: Sehr viel!
Seth: In unserer Musikrichtung zumindest. Aber ich glaube, dass wir das alle ganz gut drauf haben. Also wenn wir was können, außer unsere Instrumente passabel zu spielen, sind wir ganz gute Entertainer auf der Bühne.
Randy: Der Sex-Faktor gehört ja auch dazu. Und den haben wir auf alle Fälle.
Seth: Es gibt so viele Bands, die extrem gut sind, aber die stehen auf der Bühne wie ein ausgekotzter Grießbrei. (schallendes Gelächter)
Und dabei sehen sie sich auf die Zehen, was eigentlich total schade ist. Es gibt natürlich auch Musikrichtungen, wo es nicht passt, dass man umherspringt wie ein Wahnsinniger. Aber unsere Musik ist sehr positiv und da sollte man schon auch Party machen.
Michael: In die Sparte würde dann auch das Outfit reinfallen, nehme ich an?
Randy: Richtig, das ist mindestens genau so wichtig.
Michael: Was glaubt ihr, ist es planbar, dass man mit seiner Musik erfolgreich ist?
Randy: Planbar ist es, meiner Meinung nach, nur schwer. Es gehört viel Fleiß dazu. Und man braucht eine besondere Hingabe zur Musik. Und dann ist die Chance sicherlich schon mal größer.
Seth: So kitschig es auch klingt, aber ich glaube, je schneller man Erfolg hat, umso schneller ist er auch wieder vorbei, wenn man sich die ganzen Band-Contest-Geschichten ansieht. Die Bands, die ihren Stil an einem momentanen Trend ausrichten, die überleben dann halt auch nur den Trend. Bei uns ist es ja fast schon wieder blöd, die ganze 80er-Mucke kommt ja jetzt wieder. Wie wir begonnen haben, war der Trend eigentlich noch gar nicht. Das kann zwar auch wieder jeder behaupten …
Tommy: He, wir sind Trendsetter!
Michael: Glaubt ihr, wir dieser Achtzigerjahre-Metal nochmal so prägnant kommen, wie in den eigentlichen Achtzigern, als Bands wie Mötley Crüe ihre Hoch-Zeit hatten?
Seth: Das ist die Frage, wie authentisch das damals war und wie authentisch das alles jetzt ist!? Der Metal war ja damals die Popmusik, so wie es RnB heute ist.
Michael: Klar, dennoch war es damals auch ein Trend, nur hat er sich nicht einem solchen angefühlt. Und nachdem das alles wieder kommt, wie die Leggins, die Stirnbänder und der Neon-Wahnsinn. Warum nicht auch der Metal?
Seth: Ja schon, aber ich glaube es wird dann nur zwei oder drei Jahre dauern.
Randy: Trotzdem ist es ein Erlebnis, wenn die Leute auf unser Konzert kommen, und wir spielen nicht in Jeans und T-Shirt, sondern in ausgeflippteren Outfits. Dann ist da auch noch etwas für die Augen. Und das ist glaube ich schon nachhaltig. Es ist ein ganz anderes Erlebnis.
Seth: Was mir daran so gut gefällt, ist, dass der Achtziger-Rock oder - Metal die letzte Pop-Musik war, wo technische Virtuosität noch einen Stellenwert hatte.
Tommy: Das ist richtig!
Seth: Arrangements gibt es jetzt auch noch gute, aber dass die Leute das auch zur Schau stellen - wenn manchmal auch zu viel - dass sie wirklich gute Musiker sind, das hat es nachher eigentlich nicht mehr gegeben.
Jacky: Danke Kurt! (Gelächter)
Michael: Wie ist das, wenn man Musik macht, spielt man die Musik die man hört, oder versucht man einen musikalischen Gegenpol zu finden?
Seth: Bei mir ist es beides, nachdem ich auch noch Black Metal mache.
Tommy: Wir waren oder sind noch immer auch in härteren Bands tätig, darum ist das schwer zu sagen.
Seth: Man lernt aber instrumental irrsinnig viel dazu, weil man teilweise komplett anders spielen muss.
Randy: Man macht es ja auch für die Leute, dass es denen, die es sich anhören, auch gefällt. Ich versuche halt meine Teile so beizusteuern …
Tommy: Quiet please, the Drummer is speaking. (Gelächter)
Randy: … dass man es halt nicht überspielt, wie gut man ist und es in einem gewissen Maße regelt. Die Virtuosität muss auf jeden Fall seinen Platz haben, aber manchmal muss ich mich zurücknehmen, dass die Leute auch mal mitsingen können.
Seth: Ja aber das mache ich für meinen Teil, ja nicht wegen den Leuten, sondern weil es doch relativ anspruchsvoll ist, ein gutes Lied simpel zu schreiben. Ich bin ja früher auch dem Trugschluss aufgesessen, dass ein Lied nur Strophe und Refrain braucht, und so kannst du ein Lied in ein paar Minuten raushauen. Aber wenn du eine anspruchsvolle Nummer schreibst, dann ist das nicht so einfach.
Michael: Wie sieht das Songwriting bei Euch aus? Schreibt einer die Songs oder erjammt ihr Euch die Songs?
Tommy: Irgendjemand kommt meistens mit ein paar Riffs daher...
Seth: "Irgendjemand" ist meistens wohl eh der Tommy.
Tommy: … dann entscheidet der Rest der Band, ob es brauchbar ist oder auch nicht.
Seth: Aber den Startpunkt lieferst trotzdem meistens du!
Amy: Texte sind auch ein paar vom Tommy!
Tommy: Die meisten, ja.
Jacky: Du bist unser Dave Mustaine.
Michael: Solange er beim Interview nicht weint.....
Seth: Und bitte spar' Dir Deine Meinungen über den Obama. (Gelächter)
Michael: Was glaubt ihr, ist hilfreicher: Lob oder Kritik?
Alle: Kritik!!
Tommy: Destruktiv ist blöd. Aber wenn sie konstruktiv ist, auf jeden Fall.
Seth: "Eierschaukler" hört man auch recht oft.
Tommy: Du kommst als Band nicht weiter, wenn alle nur sagen, dass Du gut bist.
Amy: Da verläuft man sich ziemlich schnell.
Seth: Aber wenn wir ehrlich zu uns sind, an uns kann man eigentlich nur mehr die Optik kritisieren, und die eigentlich auch nicht.
Amy: Nicht wirklich. Fundierter Standpunkt. (lachen)
Michael: Habt ihr eigentlich Lampenfieber oder genehmigt Ihr Euch ein Nerven-Bier vorm Konzert?
Jacky: Unter drei Bieren, denn so viel trink ich vor der Show nicht! (lacht)
Amy: Ich denk mir, eine gewisse Nervosität vor dem Auftritt ist auf jeden Fall produktiv, weil man von sich selber aus, das Beste geben will. Und dann auch wirklich ans Limit geht und schaut, dass man das Beste macht.
Michael: Aber passieren nicht dadurch auch Fehler?
Amy: Ja sicher, aber das kommt dann mit der Routine, dass die Fehler verschwinden.
Seth: Außerdem hört das live kein Mensch.
Michael: Ihr kaschiert das also mit der Lautstärke?
Jacky: Wir spielen so laut dass die Fehler nicht auffallen. (lachen)
Seth: Außerdem ist ja auch unsere Optik ein wenig zum Ablenken da. Aber es ist schon immer die Maxime, dass es besser ist, du erregst mordsmäßig Aufsehen auf der Bühne, als Du spielst alles richtig. Es fällt aber tatsächlich niemandem auf, wenn man Fehler macht, außer die Herren von der Musikerpolizei in der ersten Reihe, die genau zuhören und sagen: "Das war jetzt aber ein F# Moll ad7, das gehört da nicht her."
Amy: Wenn die Leute vor der Bühne mitbekommen, dass Du deinen Spaß auf der Bühne hast, dann haben sie auch gute Laune. Und somit ist das kein Problem für uns.
Jacky: Wenn man sich mal verspielt, einfach nicht so Ernst nehmen.
Michael: Die Standard-Frage: Wieso gibt es noch immer kein Album?
Seth: Naja, weil so etwas immer ein finanzielles Wagnis ist. Obwohl, nachdem wir mit den Konzerten immer ganz gut gefahren sind, hätten wir eh schon eine Basis. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich kenne niemanden, der ein gutes Rock-Album produzieren kann. Geben tut's sicher wen, aber ich kenne einfach niemanden. Viele kommen aus der Metal-Ecke und da ist der Sound doch unterschiedlicher, als man glauben würde.
Tommy: Ich glaube auch, dass viele Bands einfach zu früh anfangen Sachen aufzunehmen.
Randy: Das gehört alles sorgfältig geplant.
Tommy: Und das ist ja doch etwas, dass ewig bestehen bleibt. Viele Bands sind da echt zu früh dran, finde ich.
Seth: Und wir waren in den letzten Jahren auch in einer Phase, in der wir unheimlich viele Lieder geschrieben haben, und jedes war immer eine Spur besser, als das Vorige. Und wenn Du dann in sechs Monaten den Studio-Termin hast, sind in der Zwischenzeit wieder neue Songs fertig, die du dann auch aufs Album gepackt haben willst.
Randy: Ich glaube, man muss den richten Zeitpunkt erwischen, wo man sieht, die Songs sind wirklich fertig und alles passt zusammen.
Michael: Wie wär's mit einem Live-Album? Red Machete haben das ja auch gemacht.
Randy: Ja, das war eine Spontan-Mitschnitt. Das wurde auch nicht großartig produziert.
Seth: Ich glaube, dass wir einfach nicht gut genug sind, ohne Overdubs ein Live-Album aufzunehmen. Da muss wirklich alles passen. Und nachdem wir vier Backing Vocals haben, ist es echt schwierig, dass da alles jedes mal perfekt sitzt. Im Publikum merkt man's nicht, aber wenn man es sich dann auf CD anhört, ist es ganz was anderes.
Randy: Meiner Meinung nach ist es klüger, zuerst ein Studio-Album zu machen, und erst dann das Live-Album. Auch wenn es live leichter scheint, weil man es theoretisch nur aufnehmen muss, ist dem nicht so. Aber mal sehen, was die Zukunft bringt.
Michael: Seth, ich hätte noch eine Frage bezüglich 'Eschaton', wenn das okay ist: Gibt es Euch wirklich schon seit 1998 oder habt ihr, wie so viele andere auch, eine fiktive Bandgeschichte erfunden?
Seth: Nein, Nein, uns gibt's wirklich schon so lange.
Michael: Wieso findet man dann über Euch nichts, außer die EP "Isolated Intelligence".
Seth: Ja, das war so, wir haben uns zwar 1998 gegründet, aber unter einem anderen Namen. Wir haben dann ein Demo rausgebracht, leider ist die Band daraufhin zerfallen und ich habe alleine Songs geschrieben. Aber wir haben nicht geprobt und auch keine Konzerte gespielt. 2004 kam dann die nächste Demo-CD und seit vier Jahren haben wir erst wieder ein stabiles Line-Up. Aber grundsätzlich gibt es uns wirklich schon so lange. Aber wir haben damals noch unter dem Namen "Dominos Satanas" gespielt. Damals war ich 16 Jahre, wie ich die Band gegründet habe. Lange Zeit war das eh nicht so Ernst zu nehmen, aber ab 1999 haben wir dann schon Songs gespielt, die dann auch aufgenommen wurden.
Michael: Und eine 'Red Machete'-Frage hätte ich auch noch, Randy. Ihr nehmt ja gerade Euer Album auf, wie weit seid ihr?
Randy: Eingespielt ist es schon und jetzt werden die fünf Nummern gerade Abgemischt. Und dann kommt's auf eine schicke CD! Mitte des Jahres wird dann das 5-Track-Album, mit einem kleinem Booklet, veröffentlicht werden. Dauert nicht mehr lange.
Michael: Dieser Mob, der die Linzer Bands ein wenig vereint, erinnert mich stark an die Stahlstadtszene von damals. Ist da jetzt wirklich wieder so eine Szene im Entstehen?
Randy: Da treffen sich regelmäßig Musiker zu einem Stammtisch und wenn jemand dann ein Konzert spielen will, dann werden diese Musiker zu Rate gezogen und gemeinsam etwas organisiert. Es ist eigentlich eine super Idee, aber halt eine Frage der Planung.
Seth: Aber die sind super geplant, wenn man das mit der "Negative Action Group" vergleicht, die ja schon wirklich gut geplant war, die sind da super drauf. Aber wir sind ehrlich gesagt ein bisschen wenig involviert.
Randy: Eigentlich sind wir fürs letzte Konzert nur kontaktiert worden, weil wir ja grundsätzlich nicht dabei sind. Aber ich habe dann mal mit einem gesprochen, der hat uns live gesehen. Es hat ihm gefallen und dann wollten sie uns dabei haben. Aber das Prinzip vom "Mob" ist, dass sich die Bands gegenseitig helfen.
Michael: Genau, und früher war das auch so, da ist eine richtige Szene in Linz gewachsen. Und mittlerweile gibt es auch wieder unzählige Bands in der Stadt.
Tommy: Ja, und vor allem gute Bands.
Randy: Aber weil es schon wieder so viele gibt, verliert man da leicht den Überblick.
Tommy: Ja aber das ist ja der Grund für den "Mob": Es gibt viele gute Bands, und keiner kennt sie und drum organisieren die Konzerte und man wird vielleicht ein wenig bekannter.
Randy: Dass man sie nicht nur von den Aufklebern auf den Toiletten kennt. (lacht)
Seth: Genau, die Aufkleber auf den Spülkästen. Nicht wahr, Randy? (Gelächter)
Michael: Was zur Zeit aktueller denn je ist: Internet Piraterie! Wie steht ihr dazu?
Tommy: Dafür!
Randy: Nachdem wir noch kein Album haben, ist das nicht so tragisch. (lacht)
Michael: Ja schon, aber generell gesprochen. Mittlerweile sind wir ja soweit, wenn man ein Album will, binnen einer Minute kann man es sich überall runterladen.
Tommy: Also wenn mir ein Album gefällt, dann kauf ich's mir.
Seth: Wenn schon, dann lade ich es mir vorher runter, höre es mir an und kaufe mir dann die CD. Oder halt als Vinyl, wenn man es findet.
Jacky: Wenn man absolut obskure Bands sucht, findet man die so schon. Finde ich nicht schlecht. So findet man ja auch Bands, die man sonst nie bekommen würde.
Randy: Es ist ein zweischneidiges Schwert. Man hat natürlich Zugang zu vielen Bands und hört viel Neues, aber natürlich kann man es auch negativ nutzen und alle möglichen Alben runterladen. Und die Bands sterben um ihre 15 Euro, welche das Album ja kostet.
Seth: In zehn Jahren interessiert das niemanden mehr. Das ist nur weil sich die Musikszene geändert hat und auch der Zugang zur Musik, aber die Strukturen in der Musik-Industrie sind immer noch die gleichen wie vor 15 Jahren. Und darum ist das auch so. Wir haben das bei 'Eschaton' auch so gemacht: Wir haben einen Gratis-Download angeboten, aber haben auch ein Digi-Pack mit einem aufwendigen Booklet gemacht. Speziell für die Liebhaber, die sich das kaufen wollten. Weil man darf ja dabei nicht vergessen, dass das Musikproduzieren ja auch immer billiger wird. Du kannst Dir ein super Equipment günstig ausleihen - Du brauchst nur jemanden mit Know-How - und nimmst im Proberaum mit einem super Sound auf. Das sind Sachen, die hätten vor 30 Jahren nicht funktioniert. Zumindest nicht um einen vernünftigen Preis. Und das wird halt immer vergessen. Natürlich entgeht den Leuten viel Geld, aber wem entgeht wirklich viel Geld? Sicher nicht den Musikern, die bekommen ja eh am Wenigsten.
Michael: Aber verliert die Musik nicht an Wertigkeit, dadurch dass es so viel gibt und allzeit verfügbar ist?
Seth: Ja schon, aber das ist ja nicht nur bei der Musik so, sondern auch in anderen Bereichen, weil man so leicht an Information kommt. Und es war auch noch nie so leicht, Information zu generieren und zu verbreiten.
Tommy: Ich glaube sowieso, dass die Leute heutzutage mehr Geld für Merchandise ausgeben als für CD's.
Randy: Das stimmt. Erfahrungsgemäß kaufen sich die Leute lieber Shirts als CD's.
Seth: Meiner Meinung verschiebt sich der Schwerpunkt wieder Richtung Konzerte spielen. Und wenn ich mir CD's kaufe, dann eigentlich nur auf Konzerten.
Jacky: Also ich schon, ich habe so viele CD's ich weiß gar nicht mehr wohin damit.
Michael: Welcher Song der Musikgeschichte würde Euch am Besten beschreiben?
Jacky: Reign in Blood! (lacht)
Tommy: All the young Dudes!
Randy: Veronika, der Lenz ist da.
Seth: Bad Boys von Whitesnake.
Jacky: You suffer! (Gelächter)
Michael: Ist Euch im Laufe Eurer Zeit als Band schon mal etwas ganz Spezielles passiert, dass ihr so schnell nicht mehr vergesst?
Amy: Ich habe im Posthof mal ein Riesen T-Shirt zugeworfen bekommen. Beinahe ein halbes Zelt.
Randy: Unsere Fans haben noch keine Püssy Tyrant-Flaggen, nur Shirts. (lacht)
Seth: Ich werde unser erstes Konzert einfach nicht vergessen. Das war wirklich arg. Wir haben in der alten Welt gespielt, und da waren so viele Leute da, dass die nicht mehr in den Saal gepasst haben. Gut, dort ist es nicht sonderlich groß, aber wenn du normalerweise als Band dein erstes Konzert gibst, kommen nicht so viele. Das war schon cool.
Tommy: Außerdem hatten waren unsere T-Shirts ausverkauft, bevor wir überhaupt einen Ton gespielt haben.
Amy: Ich glaube, es passen dort 50-60 Leute rein, und verkauft haben die 100 Tickets!
Tommy: Einmal haben wir bei einem Wien-Gig den Bass von Jacky in Linz vergessen. (Gelächter)
Seth: Aber nach dem die Dummen immer das Glück haben, war im Nebenraum, ein ziemlich cool aussehender Achtziger-Jahre-Bass.
Jacky: Und der war auch wirklich gut!
Seth: Das war so eine private Feier, und da mussten wir ganz leise spielen. Das war beinahe ein Unplugged-Konzert. Und Randy hatte ein E-Drum-Set, dass geklungen hat, wie bei den 'Flippers'.
Randy: Das war nicht so blöd, da konnte ich reindreschen wie ein Berserker und es war egal.
Michael: Glaubt ihr, kann man heutzutage mit Musik noch etwas verändern, oder maximal eine Meinung äußern?
Seth: Eine Meinung kann man auf alle Fälle äußern...
Tommy: … aber das wollen wir eigentlich gar nicht.
Seth: Unsere Musik funktioniert mehr auf der emotionalen Ebene.
Randy: Hauptemotion: Sex! Ich glaube man kann insofern etwas verändern, wenn sich die Leute das anhören und Spaß dabei haben, genügt das schon.
Seth: Man kann schon Leute zum Umdenken bewegen, aber ich glaube nicht, dass das mit Rock-Musik geht.
Tommy: Früher ist das von radikaleren Bands schon gemacht worden. Und auch heute noch: Die machen Stimmenfang und Stimmenumfragen.
Seth: Wobei, rechte Bands machen ja Musik für Leute die so und so rechts sind. Es geht ja kein politisch Neutraler zu so einem Konzert und sagt: "Die sind musikalisch eigentlich schon echt super!" (Gelächter)
Tommy: Naja, aber gehen tut es offensichtlich, hat nicht die NPD mal so was gemacht?
Seth: Achso, ja. Na gut.
Michael: Ja, es gibt ja auch Künstler, die übertreiben das schon ein wenig, wie z.B. der Bono, bei dem das alles schon ziemlich aufgesetzt und durchkalkuliert wirkt.
Seth: Darum hat der auch schon eine eigene South Park-Folge.
Michael: Vinyl ist ja auch so ein Thema, glaubt ihr, kommt das wieder?
Amy: Das ist ja eh noch immer da!
Seth: In Polen vielleicht!
Randy: Also ich glaube nicht, dass das nochmal so richtig kommt. Es wird aber immer Sammler geben, die das haben wollen.
Jacky: Gibt immer noch welche, die sich dem technischen Fortschritt verweigern. (lacht)
Randy: Ich finde LP's schon super. Alleine schon wegen des Artworks. Das Debüt-Album von 'Boston' hat so ein schönes Cover, mit unzähligen Details. Die sieht man auf CD gar nicht.
Tommy: Und eine andere Sache: Es gibt eine A- und eine B-Seite, das ist von der Liederzusammenstellung ganz anders. Bei jeder Seite braucht man einen Opener und ein Ende. Das fehlt bei der CD irgendwie. Ich selber kaufe mir gerne LP's, aber die aus den Achtzigern. Die auch eine Geschichte hinter sich haben.
Seth: Das muss aber auch zur Musik passen. Ich würde mir nie ein Vinyl von elektronischer Musik kaufen.
Tommy: Die schönsten Kinderlieder! (lacht)
Randy: Wir könnten doch mal eine Kassette aufnehmen?
Alle: Ja, genau!
Michael: Und niemand kann's mehr abspielen!
Amy: Mit einem Bleistift kann man sie zumindest "zurückspulen".
Tommy: Aber schön war das dazumal schon noch, wie wir die Kassetten überspielt haben.
Amy: Trotzdem war dieser so genannte Walkman weniger anfällig, als alle portablen CD-Player.
Michael: Gibt's eine Musik-Doku oder einen Musik-Film, die man unbedingt gesehen haben sollte?
Jacky: Spinal Tap, ganz klar!
Randy: Und "The Dirt" (Mötley Crüe-Biografie) lesen!! Pflichtlektüre für jeden Pfarrer. Total lehrreich!
Seth: Die Story mit den Ameisen nhat's sogar in die "Gilmore Girls" geschafft...
Randy: So wie der Sebastian Bach auch!
Seth: Es gibt viele gute Musikfilme, vor allem von Led Zeppelin. Gibt es da überhaupt einen schlechten, glaube nicht!
Randy: Aber für unsere Musik-Richtung sicherlich "The Dirt"!
Michael: Das wäre ja auch ein spannender Film, angeblich wird schon überlegt, das zu verfilmen?
Randy: Das kann man ja gar nicht verfilmen.
Amy: Ja ich hab das auch gelesen, dass die den verfilmen wollen.
Seth: Da braucht man eigentlich eh Porno-Darsteller, ein normaler Schauspieler verkraftet das ja gar nicht. (Gelächter)
Michael: Was haltet ihr von Sex, Drugs und Rock 'n' Roll? Ist das ein Klischee oder hat das seine Berechtigung?
Jacky: Klischees sind da, um erfüllt zu werden.
Seth: Du hast jetzt auch eine Freundin … als letzter in der Band.
Jacky: Das ist egal, das zählt nicht, dass ich als letzter eine habe.
Seth: Ich mein ja nur, weil das jetzt von Dir gekommen ist. Und da habe ich mir gedacht, vielleicht hast Du es vergessen? (lacht)
Jacky: Nein, Nein!
Seth: Merke, keine Interviews mehr ohne Anwalt! (lacht)
Amy: Die Frage haben wir noch nicht beantwortet. Also, Sex gerne, Rock 'n' Roll sowieso und Drugs, naja....
Seth: Ein Kleinwagen tut's auch. (lacht)
Tommy: Wenn man sich anschaut, wie viele Musiker an den Drogen gescheitert sind, sollte man es auch nicht unbedingt übertreiben.
Seth: In Deinem Alter vor allem.
Randy: wir müssen vorher noch einen Sex, Drugs & Rock 'n' Roll-Kurs bei Humboldt abschließen! (Gelächter)
Michael: Was glaubt ihr, ist die verbreitetste Droge beim Rock bzw. beim Metal?
Amy: Kokain.
Seth: Ich glaub eher Alkohol, dicht gefolgt von Marihuana.
Tommy: Und Nikotin!
Seth: Ich glaube schon, dass mehr Leute trinken als rauchen.
Tommy: Wir sind eh schon ganz hibbelig.
Michael: Wir sind gleich fertig!
Tommy: Und dann gehen wir alle eine Rauchen! (lacht)
Michael: Mick Jagger hat ja mit über 4000 Frauen geschlafen, behauptet er zumindest...
Tommy: Gene Simmons hatte 8000. Der hat immer das doppelte von allen anderen. (lacht)
Seth: Von dem ist ja auch das coole Zitat, dass er wisse, er sei nicht der schönste Mann der Welt, aber er wisse, er habe mit mehr Frauen geschlafen als der schönste Mann der Welt.
Michael: Auf jeden Fall sagt Mick Jagger, die perfekte Formel für eine Frau lautet: Das aktuelle Alter, durch zwei plus 7.
Tommy: Das ist auch die Hugh Hefner-Formel.
Seth: Und im Bro-Code steht das auch.
Tommy: Ja, der Hefner sagt das auch! Das stimmt immer!
Seth: Was kommt denn da ihm raus? Er ist auch schon 90? (lacht)
Michael: Gibt's einen Film, zu dem ihr gerne einen Song beisteuern würdet?
Randy: Top Gun!
Alle: JA GENAU! (lachen)
Michael: Mit Kenny Loggins?
Seth: Ha, genau. Püssy Tyrant featuring Kenny Loggins! (lacht)
Michael: Wenn ihr eine Sache im Musikbusiness ändern könntet, was wäre das?
Amy: Profitgeile Manager und Produzenten.
Seth: Du bist so ein Hippie! Ich würde sagen die auf der lokalen Ebene die Musik zerstören, sind die Promoter. Ab der semi-professionellen Ebene. Die schicken permanent Mails ob wir da und dort spielen wollen. Und wenn Du dann antwortest, dass Du zumindest 100 Euro Benzingeld haben willst, ist das zu viel und geht sich nicht aus. Aber sie bieten an, mit der und der unheimlich coolen Band zu spielen.
Tommy: Mittlerweile ist es ja schon fast so, dass man zahlen muss, um irgendwo als Support zu spielen.
Michael: Bei diesem Wurmfestival ist es ja auch eine ziemlich Äktschn, wenn man da spielen darf, oder?
Seth: Ist das noch immer so, dass man da einen Bus organisieren muss, wenn man da spielen will?
Randy: Es ist stark umstritten, sagen wir mal so. Und das wäre eine Stelle, an der man ansetzen könnte, was zu ändern.
Seth: Aber es gibt halt immer Bands, die da mitspielen.
Michael: Ich habe vor einigen Wochen mit 'Kila Kahuna' gesprochen, und die haben wir erzählt, dass das gar nicht so einfach war, da es meistens am Osterwochenende stattfindet und da viele Leute nicht da sind.
Randy: Da muss ich aber sagen, wir haben mit 'Red Machete' auch dort gespielt und wird sind äußerst positiv ausgestiegen! Wir haben den Bus locker voll bekommen, und wenn man das schafft, zahlt es sich auf jeden Fall aus. Wir haben parallel zu J.B.O. gespielt und da war aber auch volle Hütte.
Seth: Und wie lange habt ihr gespielt?
Randy: Das war wieder ein wenig umstritten, ich glaube 25 Minuten.
Seth: Alter, da zahlt sich ja das Stimmen der Instrumente gar nicht aus, wenn wir das tun würden. (lacht)
Randy: Es gibt sicher bessere Ansätze, aber in unserem Fall war es okay.
Michael: Gibt's noch einen Musik-Tipp den ihr gerne loswerden möchtet?
Randy: Was, einen Musikwunsch?
Michael: Nein, einen Musik-Tipp. Ein Wunsch wird schwierig.
Tommy: Reckless Love aus Finnland!
Jacky: Crazy Lixx aus Schweden.
Tommy: Crashdïet.
Seth: Whitesnake
Randy: Mötley Crüe
Jacky: Und Europe. Nicht "The Final Countdown", sondern alles andere, das ist nämlich alles gut.
Tommy: Don't forget Boston!
Seth: Kingdome Come. Und die begnadeten 'Klescha Hansi', die innovativste Band von ganz Linz. (lacht)
Michael: Und nicht zu vergessen, die 'Ursprung Buam', die ja anscheinend auch ziemliche Fans sind?
Tommy: Ja genau, von denen haben wir sogar eine Autogrammkarte.
Amy: Hat da jemand gestalkt, gibt es das?
Seth: Das nennt sich Recherche. (lachen)
Michael: Meine letzte Frage: Was sagt ihr zum Ausgang des Wehrpflicht-Debakels?
Seth: In Österreich regieren dumme, alte Menschen. Wir haben eine total überaltete Bevölkerung. Im Endeffekt sind nämlich die alten Leute die wirklichen Rock 'n' Roller: Die haben nämlich die Attitüde, dass sie noch fünf Jahre da sind und da soll es ihnen gut gehen. Wenn danach die Welt untergeht, scheißegal. Denen ist das vollkommen egal, dass junge Menschen ein Jahr von ihrem Leben wegwerfen, Hauptsache sie haben ihre billige Betreuung. Is' aber auch klar, dass sich eines der reichsten Länder der Welt keine Altenbetreuung leisten kann. Aber ich möchte nicht, dass wir da in eine intellektuelle Ecke gerückt werden. (lachen)
Michael: Wir streifen's ja nur, zwecks der Kredibilität.
Seth: Die jetzt ganz sicher weg ist! (lacht)
Jacky: Was heißt "jetzt"?
Michael: Vielen Dank, das war es schon, ihr habt jetzt noch die Möglichkeit für ein Schlusswort!
Seth: Hosentürl auf!
Moderation: Michael Voit; Fotografie: Michael Voit

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