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Interview: Running Wild

mit Rolf Kasparek vom 23. September 2013 via Phone
Damals im Jahr 2009 hatten sich Running Wild unter Pauken und Trompeten - ganz ihrem Piraten-Image entsprechend - mit einer beeindruckenden Show auf dem Wacken Open Air von der Öffentlichkeit verabschiedet und das Bandprojekt für beendet erklärt. Oder besser gesagt: Bandchef Rolf Kasparek wollte mal etwas Neues aus-probieren, weil bei Running Wild die Luft mehr oder weniger raus war. Doch dann kam Ende 2011 eine ominöse Videobotschaft von Mr. Kasparek himself: Er arbeite aktuell an einem neuen Album, welches als Running Wild-Scheibe das Licht der Welt erblicken sollte.
Was war plötzlich los? Nach gerade mal knapp zwei Jahren Pause sollte die Band wiederbelebt werden? Neben der Freude vieler eingefleischter Fans, mischte sich auch ein gewisser Unmut zum Meinungsbild, denn einige Hörer schienen sich irgendwie betrogen gefühlt zu haben. Ganz richtig ist das so aber nicht. Tatsächlich lag Running Wild, wie uns Rolf Kasparek im Interview berichtete, eigentlich bereits seit 2006 auf Eis. Keine neuen Veröffentlichungen, keine Tourneen - die es übrigens mit der jetzigen Inkarnation der Band auch nicht mehr geben wird - und ziemliche Stille umhüllten die Piraten also schon eine Weile vor dem offiziellen Rückzug.
Aber im Grunde ist das doch sowieso egal. Wichtig ist, dass gerade das bereits zweite Album seit der Wiederbelebung des prestigeträchtigen Namens publiziert wird. Resilient heißt das gute Stück und setzt genau dort an, wo Rogues en Vogue, über Shadowmaker geführt, aufhörte. Schon seit den Achtzigern hat die Truppe mit Alben wie Under Jolly Roger oder Death or Glory eine ganze Generation an Musikern geprägt. Wer kennt es nicht, das Intro zum Song Riding The Storm? Herrliche Tunes, die neben denen von Bands wie Helloween, Blind Guardian, Grave Digger oder Rage zu den einflussreichsten Klängen des Genres gehören. Doch wie es im Leben nun mal so ist, kann nicht alles Gold sein, was glänzt.
Schon seit langem ist Rolf Kasparek für seinen Gebrauch von Drum-Computern, wie es wohl auch auf dem Comeback-Album wieder der Fall war, stark in der Kritik. Und genau an dieser stelle spalten sich die Fangemüter. Ist es authentisch auf solche Mittel zurückzugreifen, oder ist es ein totales No-Go? Wie sieht es überhaupt mit der neuen Scheibe Resilient aus? Wie lief der Produktionsprozess ab und wie unterscheidet sich die Scheibe vom Comeback-Silberling?
Außerdem berichtet uns Rolf, wieso sie es nicht z.B. ihren Genre-Kollegen von Grave Digger nachmachen und deutschsprachige Songs produzieren, wie Wahrscheinlich eine Teilnahme am Eurovision Song Contest wäre und woher Rolfs Vorliebe für Verschwörungstheorien stammt.
Viel Spaß mit dem Interview!
Moderation: Michael Voit

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