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Interview: Therion

mit Christofer Johnsson vom 22. Dezember 2013 in der Batschkapp, Frankfurt am Main
Für manche Künstler bedeutet Stillstand den Tod. Daher beweisen Therion schon seit 26 Jahren eine beeindruckende musikalische Wandlungsfähigkeit. Die Schweden fingen mit Death Metal und Doom Metal an, sind aber seit Meisterwerken wie “Vovin” oder “Deggial” als Inbegriff des Symphonic Metal bekannt.
Christofer Johnsson ist der kreative Kopf, treibende Kraft und Gründer der Band. Beim Finale der Rock Opera Unveiled Tour in Frankfurt setzen wir uns hin und wollen wissen: Was ist “Antichrist Superstar”? Der Name lässt es fast vermuten, das altbekannte Musical Jesus Christ Superstar trifft auf Metal. In Planung ist eine größere Produktion, welche “A Short Tale of the Antichrist” von Vladimir Soloviev musikalisch umsetzt. Auf dieser Tour werden nun mehrere Auszüge aufgeführt, um die Reaktionen des Publikums abzuschätzen. Bis jetzt fielen diese mehrheitlich positiv aus! Doch natürlich ist es unmöglich, alle Therion-Fans zufrieden zu stellen. Christofer meint, eher schafft er es Frieden im mittleren Osten zu stiften.
Doch es stellt sich die Frage, ob es sich lohnt mit einer großen Theaterproduktion für Metalfans immer nur für einen Abend zu spielen? Christofer hat mehrere Pläne geschmiedet, um eine Umsetzung zu garantieren. Man darf sich nicht rein auf die Metalfans konzentrieren, sondern muss auch die Gelegenheitshörer anlocken und längere Zeit am Stück spielen.
Aber auch wenn man die Musik zugänglich machen will, ist das Schreiben der Musik nicht trivial. Christofer Johnsson schwärmt von seinen Vorbildern, den großen Meistern der klassischen Musik: Wagner, Beethoven und Bach. Dabei ist es kein Zufall, dass es sich um drei deutsche Namen handelt! Denn was Kultur betrifft, so Christofer, sind die Deutschen den Franzosen oder Italienern weit voraus.
Und doch war ihr Album zum 25-jährigen Jubiläum “Les Fleurs du Mal” (Die Blumen des Bösen) eine Sammlung französischer Coversongs. Das Kunstprojekt veröffentlichte Christofer Johnsson ohne Nuclear Blast, denn nicht nur musikalisch sondern auch rechtlich fiel es aus dem bisherigen Schema raus. Das Label wollte sich nicht die Finger bei der Lizenzierung aller Songs verbrennen und daher trickste Christofer mit Re-Import aus den USA die komplizierte französische Gesetzeslage aus.
Viel Spaß beim Schauen!
Moderation: Khanh To Tuan; Kamera: Khanh To Tuan

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