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Interview: Threshold

mit Richard West vom 4. März 2013 in der Markthalle, Hamburg
Was macht Musik eigentlich "progressiv"? Ist es die Tatsache, dass man sich den Klängen als Hörer nur recht schwer nähern kann, da die Komplexität die Songstrukturen zu einem unüberschaubaren Monstrum heranwachsen lässt? Im Gegensatz zu einem aus vier Akkorden bestehenden Popsong, sind allein 30 Taktwechsel innerhalb eines 15 minütigen Epos sicherlich nicht für alle Ohren verständlich. Aber kann es nicht sein, dass die Progressivität gar nicht unbedingt in gekünstelter Komplexität ausarten muss?
Laut Richard West - dem Keyboarder der britischen Progressive Metal Band Threshold - ist das Wichtigste an der progressiven Musik, dass sie frei ist. Frei von den aktuell gültigen Trenderscheinungen, irgendeiner durch Marktstrukturen begrenzten Denkweise oder auch frei von den Konventionen, die sich eine True Metal-Szene auferlegt hat. Progressive Musik sollte sich die Freiheit nehmen können, das zu tun, wozu man als Musiker gerade Lust hat. Dabei soll es einen Fortschritt, ein Wachstum und eine damit verbundene Weiterentwicklung des Klanges geben. Die Experimentierfreudigkeit der Musiker führt dabei in vielen Fällen tatsächlich dazu, dass die entstehenden Gebilde ziemlich komplex werden. Aber selbst diese müssen dem Hörer die Annäherung an das Material nicht erschweren.
Das haben die Jungs von Genesis ganz gut bewiesen, als sie die Single "Turn On" veröffentlichten. Ein radiotauglicher Prog-Song, bei dem ein so hoher Orhwurmfaktor doch sicherlich mit einer simplen Struktur verbunden sein muss, oder? Weit gefehlt! Wie Richard aus eigener Erfahrung zu berichten wusste, versteckt sich hinter dem Gedudel ein gar nicht so leicht spielbarer Aufbau. So verhält es sich auch bei Threshold, dass eine simpel wirkende Melodie ein äußerst komplexes Arrangement zu verbinden vermag.
Außerdem berichtet uns Richard im kurz vor dem Auftritt der Band in der Markthalle gefilmten Interview, warum er nicht gerne zur Keytar greift, weshalb meistens Gitarristen oder die Tastendrescher einer Band am Songwriting beteiligt sind und natürlich ab wann die Fans mit neuem Material rechnen dürfen.
Viel Spaß beim Gucken!
Moderation: Arne Luaith; Kamera: Alexander Kipke
Wer in das aktuelle Album „March of Progress“ von 2012
reinhören möchte, kann dies hier tun:
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