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Ashes You Leave – The Cure For Hapiness

Kritik von: Michael Voit
Album-Cover von Ashes You Leaves „The Cure For Hapiness “ (2012).
„Keine wirklich brauchbaren Neuerungen in den Reihen von 'Ashes You Leave'.“
Interpret: Ashes You Leave
Titel: The Cure For Hapiness
Erschienen: 2012
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Ich war ja ein wenig skeptisch bezüglich des aktuellen und mittlerweile sechsten Studio-Albums der kroatischen Gothic-Metal-Kombo Ashes You Leave; hatten sie in der Vergangenheit zwar da und dort einige nennenswerte Erfolge gefeiert, wie z.B. Auftritte auf dem Summer Breeze mit Dimmu Borgir und Paradise Lost, dennoch schafften sie es aus dem Mittelmaß nie wirklich heraus. Nichtsdestotrotz hab ich mich mal in eine ordentliche Depression fallen lassen, um das Album standesgemäß zu rezensieren. Ob es nun tatsächlich von der Fröhlichkeit heilt, zeigt das folgende Review!
Die signifikantteste Änderung, der 1995 gegründeten Truppe, ist die neue Stimme, die zu der mittlerweile dritten Sängerin der Band gehört, nämlich der Italienerin Giada "Jade" Etro, die auf "The Cure For Happiness" ihr Album-Debüt feiert. Auch der Sound ist etwas kerniger geworden, ich würde mich sogar soweit hinauslehnen und behaupten, so hart wie jetzt waren sie noch nie. Das siebenköpfige Kollektiv verkroch sich vier Monate im Studio in Rijeka, und vereint wieder allerhand Einflüsse auf dem Longplayer: wie etwa keltisches Gefidel und Geflöte oder melancholische Klangteppiche, die immer wieder von wuchtigen Riffs und sogar Death-Metal-Einlagen zerrissen werden ("The Ever-Changing", "Meant To Stray").
Doch irgendwie hat man ständig das Gefühl, Ashes You Leave können sich nicht entscheiden, was sie wirklich wollen: Gothic, Doom, Metal oder doch Death? So wirkt alles ein wenig unfertig, experimentell und konfus, aber hat nicht die Kompaktheit, die ein Album benötigt, um zu funktionieren. Wie zB sein Vorgänger "Songs of the Lost" von 2009, der da noch konsequenter war und nicht so zwischen den Stühlen stand. Und genauso bunt zusammengewürfelt sind auch ihre persönlichen Einflüsse, zu denen Tool, aber auch Metallica, Megadeth, Cathedral und sogar Pink Floyd zählen. Streckenweise zerfallen Songs leider sogar in lose Teile und lassen sich dann nur mehr schwer rekonstruieren, wie bei dem unrund dahinpolternden "Reality Sad" recht gut zu hören ist. Bei all den Kritikpunkten gibt es aber auch etwas Positives anzumerken: Die aktuelle Auskoppelung "Summers End" wartet mit einem genialen Video auf, dass durchaus auch Humor(!!) vermuten lässt. Schade dass die Musik nicht diese Klasse erreicht. Dass sie ihre Instrumente beherrschen, haben sie ja nun in der Vergangenhiet schon bewiesen. Und es ist auch diesmal wieder alles nett gemacht und in Szene gesetzt, nur, um sich aus der breiten Masse der Gothic-Fraktion herauszuheben braucht es schon etwas mehr Originalität - Depression hin oder her! Man fühlt sich auch ständig an The Gathering erinnert, allerdings machten die das schon vor 15 Jahren - mit einem Hauch mehr "Wums" - um einiges besser. Das Cover-Artwork ist wiederum ein echter Hingucker und wird so mit Sicherheit den ein oder anderen Suchenden in seinen Bann ziehen.
Fazit: Außer der Sängerin, die durchaus eine polarisierende Stimme hat, aber so halt nicht jedermanns Goth-Geschmack treffen wird, gibt es keine wirklich brauchbaren Neuerungen in den Reihen von Ashes You Leave. Es wird immer noch knapp über der Frustrations-Grenze herumgejammert und - gewütet, aber so richtig zünden wollen die Ideen auf "The Cure for Happiness" nicht. Demnach ist ihnen zumindest gelungen, was sie im Albumtitel versprechen, allerdings eher aus einer etwas zynischeren Sichtweise. Der "Soundtrack to your Suicide" - wie es auf der Homepage so nett lautet - ist es dann auch nicht geworden, eher der Soundtrack zur Unentschlossenheit. Wer Katatonia, The Gathering oder My Dying Bride mag, findet mit Ashes You Leave eine etwas abgespecktere Version dieser Bands vor und könnte durchaus mal reinhören.
Anspieltipps: Devil In Disguise, Only Ashes You Leave, …For Happiness
 
Score:
68% Annehmbar …

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