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Down – IV (Part II)

Kritik von: Michael Voit
Album-Cover von Downs „IV (Part II)“ (2014).
„Bis zur geplanten Pantera-Reunion kann man sich mit „IV“ die Zeit ganz gut vertreiben.“
Interpret: Down
Titel: IV (Part II)
Erschienen: 2014
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Phil Anselmos Supergroup Down ist mit Teil 2 der EP "IV" zurück und soviel sei schon mal erwähnt: Nach dem Genuss dieser Platte werdet ihr alles andere als "down" sein. Der Brutalo-Southernrock des Pantera-Sängers und seinen Mannen sorgte in der über 20-jährigen Bandgeschichte immer wieder für Verzückung in den Fanreihen und schien zu Weilen sogar eine annehmbare Alternative - nach Dimebag Darrels Ermordung - für die Pantera-Fangemeinde zu sein. Die Gruppe, die sich neben Anselmo noch aus Corrosion of Conformity-Gitarrist Pepper Kennan, Goatwhore-Bassist Patrick Bruders und Crowbar-Drummer Jimmy Power zusammensetzt, haben mit Bobby Landgraf einen neuen Mann an den Saiten. Er ersetzt den langjährigen Wegbegleiter Kirk Windstein, der im Herbst 2013 die Gruppe verließ um sich voll und ganz auf Crowbar zu konzentrieren. Dennoch hat sich am Sound des Quintetts nicht viel verändert: Das Gaspedal wird immer noch bis zum Anschlag durchgetreten, dem Wahnsinn gelegentlich freien Lauf gelassen und auch Anselmo fühlt sich nach seinem Solo-Ausflug wieder sichtlich wohl in der Gruppe. Das gelegentliche Gewimmer mit Hang zu Ozzy sei ihm an dieser Stelle verziehen.
Dennoch ist von dem Led Zeppelin- und Black Sabbath-Einfluss der Anfänge nicht viel geblieben. Ich bin sogar der Meinung sie nàhern sich auf "IV" immer mehr Zakk Wyldes Black Label Society. Auch wenn davon beim Opener "Steeple" vorerst noch nicht viel zu spüren ist, bevor langsam ein roter Faden erkennbar wird. Das rotzige "We knew him well" ist der am stärksten an Pantera erinnernde Song auf "IV (Part II)" und das nicht nur wegen des markanten Gitarrensounds. Auch das unrunde "Hogshead - Dogshead" weiß nicht recht was es will, verliert sich zu sehr im Chaos und kommt dabei kein Stück vorwärts. Erst das achtminütige, gemütlich-doomende "Conjure" lässt eine gewisse Spielfreude bei den Aufnahmen vermuten und suhlt sich dabei in Langsamigkeit. Schade, erst bei der vorletzten Nummer "Sufferer's Years" kommt die Truppe dann so richtig in Fahrt und groovt lässig dahin. Eindeutiger Höhepunkt der Platte, bevor ein weiteres Monstrum wartet: "Bacchanalla" windet sich wieder, mit allerhand Überraschungen im Gepäck, über acht Minuten durch "IV (Part II)" und beendet den Silberling mit einem akustischen Abgesang, der ein wunderbar mittelalterliches Flair ausbreitet. Für "IV (Part II)" vergebe ich 74 %, in Kombination mit dem eindeutig stärkeren ersten Teil sogar 80 %.
Fazit: Bis zur geplanten Pantera-Reunion, mit Zakk Wylde an der Streitaxt, kann man sich mit Down's "IV (Part II)" - sowie auch dem ersten Teil - die Zeit recht gut vertreiben. Im Geiste ist Anselmo's ehemalige Band immer mit dabei. Wer keine großartigen Innovationen erwartet wird ganz ordentlich bedient, alle anderen sollten die Scheibe unbedingt vorher antesten.
Anspieltipps: Conjure, Sufferer's Years
Vergleichbares: Pantera, Black Label Society
 
Score:
74% Gut.

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