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Fall City Fall – Victus

Kritik von: Adrian Erben
Album-Cover von Fall City Falls „Victus“ (2013).
„Die Songs sind allesamt sehr kurz und kommen leider öfters nicht auf den Punkt.“
Interpret: Fall City Fall
Titel: Victus
Erschienen: 2013
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Fall City Fall sind eine noch relativ unbekannte Band aus Kanada! Sie spielen ihre eigene Form von Hardcore, welche Einflüsse von Thrash Metal und Crunch kombiniert. Das Quintett besteht aus zwei Sängern, einem Gitarristen, einem Bassisten und einem Drummer. Nach zwei Extended Plays veröffentlicht die Gruppe nun ihr erstes Album Victus. Wir haben es uns angehört!
Tracklisting:
1. St. James
2. Dissentipede
3. Anxiety Attack
4. Bitter to the End
5. Lovebirds
6. Many Masters
7. Many Lives
8. Shallow Believer
9. Dead Saints
10. Taken
11. Victus
Das Introstück beginnt mit offen gespielten melancholischen Gitarrenakkorden, die Drums tragen minimal zu Geschehen bei. Später machen auch die Vocals mit, der Gesang wirkt sehr klagend, fast weinerisch. Der Opener dient als Einleitung für den zweiten Track Dissentipede. Dieser beginnt mit einem eher langsamen Tempo und ist ein wenig crunchig angehaucht. Plötzlich nimmt er Fahrt auf, sowohl an den Drums als auch an den Gitarren. Irgendwie hat dieses Lied etwas sehr merkwürdiges an sich. Dann ist mit einem Mal die Luft raus. Die letzten Sekunden wirken wie ein Pseudo-Breakdown. Auffällig ist bis jetzt die partiell starke Dissonanz, die aber anscheinend so gewollt ist. Mit Anxiety Attack geht es thrashy weiter, allerdings finden sich hier auch New Metal Anleihen. Es macht insgesamt Spaß hier zuzuhören, denn das Lied entwickelt sich komplett anders, als man es erwartet. Besonders toll ist das Ende aus Schlagzeug und Bass geworden. Bitter to the End startet ein wenig engagierter als die bisherigen Songs. Die Drums sind eher simpel gehalten, die Gitarren haben aber ihren ganz eigenen, besonderen Stil, man fühlt sich in die Seattle Grunge Szene der 90er erinnert. Lovebirds ist nochmals schneller als die anderen Titel gehalten, das Tempo wird aber kurzzeitig stark reduziert und der Song klingt plötzlich nach dem Slayer der [/s]South of Heaven-Ära[/s]. Many Masters beginnt zunächst thrashig, fährt dann im Midtempo-Bereich fort. Das Riff ist sehr markant und bleibt hängen, obwohl es eher einfach gehalten ist. Typisch für den Sound der Band ist die Kombination von zwei Gitarren, während eine das Mainriff spielt, begleitet die andere sie mit hohen Noten. Zeit füt eine Zwischenbilanz: Fall City Fall haben einen sehr markanten Sound entwickelt, der sie von anderen Bands abhebt und ihnen einen klaren Wiedererkennungswert verschafft.
Die Songs sind allesamt kurz gehalten, kaum einer überschreitet drei Minuten. Der Gesang ist sehr wild und roh. Dafür, dass die Band noch relativ jung ist, hat sie eine verhältnismäßig gute Produktion für diese Platte organisiert. Lasst uns fortfahren! Many Lives beginnt mit einem Schlagzeug, bevor die Gitarren düstere Akkorde dazu spielen, die stark an Slayer erinnern. Letztendlich entpuppt es sich als kurzes Instrumental, dass ohne größere musikalische Vielfalt auskommt. Lediglich am Ende kommt ein wenig Power, allerdings nur als Übergang zum nächsten Song Shallow Believer. Der beginnt gemächlich, im Hintergrund sind Gangvocals vernehmbar. Einige verrückte Gitarrenriffs wurden eingebaut, die sich mit klassischen thrashigen Riffs abwechseln. Der Gesang ist hier leider etwas zu leise geraten, der Track an sich kommt irgendwie nie so recht auf den Punkt. Gegen Ende hin wird er immer langsamer und lauter. Nun folgt Dead Saints, ein relativ zügiger Titel, der im Kontrast zu seinem Vorgänger steht und den Hörer wachrüttelt. Er besteht im wesentlichen aus Powerchords, welche mit einem aggressiven Distortion Sound verzerrt werden. Insgesamt ist er mit anderthalb Minuten aber sehr kurz geraten. Weiter geht es mit Taken! Dieser Track verwendet vorwiegend clean gespielte düstere Akkorde, die eine sehr unheimliche Stimmung erzeugen. Die Vocals sind hier lauter als bei den übrigen Songs. Zur Mitte hin hört man eine Sirene, während die Instrumente pausieren. Nachdem die Instrumente verzerrt wieder eingestiegen sind, wird der Titel deutlich aggressiver, die Vocals an sich rauer. Zum Ende hin hört man nur noch die Drums und die Rückkopplung der Gitarren. Als Closer wurde der Titeltrack ausgewählt, der ein absoluter Rocksong ist. Das Verseriff ist etwas seltsam gehalten und wirkt etwas hypnotisierend, da es sich zu oft wiederholt. Nach der Hälfte wechselt das Thema von härteren Riffs in harmlosere und dafür höher gespielte. Schließlich faded er ohne wesentlichen Höhepunkt sehr lange aus.
Nach mehrmaligem Durchlauf bleiben die folgenden Fakten: Fall City Fall haben trotz ihres kurzen Bestehens bereits einen eigenen Sound entwickelt, der Thrash Metal und Grunge kombiniert. Die Songs sind allesamt sehr kurz und kommen leider öfter nicht auf den Punkt. Das Cover ist sehr schlicht gehalten, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Die Produktion ist insgesamt ganz gut geworden, allerdings gibt es hier natürlich noch Spielraum nach oben. Victus ist summa summarum ein stabiles Debutalbum, auf das Fall City Fall aufbauen können und werden, denn das musikalische Potential ist zweifellos vorhanden! 69 von 100 Punkten.
 
Score:
69% Annehmbar …

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