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Gorod – A Perfect Absolution

Kritik von: Alexander Kipke
Album-Cover von Gorods „A Perfect Absolution“ (2012).
„Extreme Metal mit progressiven Einflüssen“
Interpret: Gorod
Titel: A Perfect Absolution
Erschienen: 2012
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Gerade erst ein Jahr ist es her, dass die französische Extreme Metal-Band Gorod ihren Fans mit der EP namens „Process of a New Decline“ kräftig eingeheizt hat und schon präsentieren sie mit „A Perfect Absolution“ einen neuen acht Tracks umfassenden Genickbrecher! Im Gegensatz zu den Vorgängeralben wurde „A Perfect Absolution“ nicht über einen Zeitraum von mehreren Jahren geschrieben und perfektioniert, sondern innerhalb von gerade mal weniger als sechs Monaten in einem Zug fertig geschrieben. Doch kann so ein Vorgehen besser sein, als ein Werk wachsen zu lassen und es solange zu verbessern, bis es einem wirklich gefällt?
Was einem beim ersten Durchhören der Scheibe so gleich auffällt, sind die vielen Soli und melodisch interessanten Passagen, wie zum Beispiel beim Abschlusssong "Tribute Of Blood", die sich wie ein roter Faden stilistisch durch den insgesamt knapp 50 minütigen Hörgenuss ziehen. Im Unterschied zu den früheren Releases und beginnend mit der im letzten Jahr erschienenen EP der Band, ist dieses Album grooviger und auch atmosphärischer geworden, was man zum Beispiel an Track Nummer 3 des neuen Silberlings - "Elements And Spirit" - gut erkennen kann. An manchen Stellen der Songs werden die Grunts vom cleanen Gesang durchbrochen, wobei der Hörer sich vielleicht die Frage stelt wozu man den cleanen Gesang in die Songs presst, wenn er dann sowieso zum größten Teil im Hintergrund untergeht? Zwar unterstützt damit Sänger Julien „Nutz“ Deyres mit seiner wandlungsfähigen Stimme die Emotionen und Atmosphäre des jeweiligen Tracks ein wenig, doch um diesen Ansatz wirklich effektiv durchzuführen, hätte es ein etwas größeres oder abwechslungsreicheres Einsatzspektrum gebraucht. Eine gelungene Ausnahme bildet da der Song „Varangian Paradise“, der 7. Titel der Platte, bei dem die verschiedenen stimmlichen Passagen wunderbar miteinander harmonieren.
Zum Schluss lohnt es sich noch zu erwähnen, dass als Gäste auf diesem Album Christian Muenzner von der deutschen Technical Death Metal-Band Obscura und Mike Keene von der aus dem gleichen Genre stammenden und in Kalifornien heimischen Band The Faceless zu hören sind.

Fazit

Die Truppe aus Frankreich liefert mit ihrem vierten Album nicht nur ein technisch sauberes, sondern auch mit guten Ideen bestücktes Gesamtwerk ab. Hier verbinden sich groovige Aspekte und Ansätze von progressiven Elementen, welche die Experimentierfreude der Jungs bezeugen und dieses Album nicht zu einem Fließbanderzeugnis verkommen lassen. Auch deshalb gibt es von der Metal Trails-Redaktion verdiente 70 % und das damit verbundene Prädikat "Gut". Es bleibt jetzt nur noch zu bestätigen, dass der Band mit dieser neuen Vorgehensweise nicht einfach nur ein Glückstreffer gelungen ist ...
Wer sich ein genaueres Bild von der Band machen möchte, kann hierfür unser Interview mit Sänger Nutz, Gitarrist Mat und Bassist Ben durchlesen, welches man unter diesem Link oder auch in unserer Interviewrubrik finden kann: http://www.metal-trails.com/interviews/gorod/julien-nutz-deyrez,matthieu-pascal,benoit-claus/2012-03-19.html
 
Score:
70% Annehmbar …

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