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Indica – Shine

Kritik von: Anne-Catherine Swallow
Album-Cover von Indicas „Shine“ (2014).
„Wie ein Papierboot auf den finnischen Seen: Leicht, melancholisch und vom Wind getrieben.“
Interpret: Indica
Titel: Shine
Erschienen: 2014
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Eigentlich würde ein hartgesottener Metalfan nicht einmal in hundert Jahren ein Album anhören, das den Titel „Shine“ trägt, wenn das Ding allerdings unter der Obhut von Nuclear Blast in die Welt hinaus-geschubst wird, ändert das so Einiges.
Auch wenn ein gewisser Hang zur Popmusik wohl Voraussetzung ist, wenn man sich mit den fünf Elfenladies von Indica anfreunden will, ist es es dennoch kein Chart-Schund und erst recht keine klassische Girlieband – nein, die fünf Ladies um Frontfrau Jonsu haben seit ihrem Debüt im Jahr 2004 längst bewiesen, dass ihr hochwertiger Mystik-Sound direkt aus der Seele kommt. Wie ein Papierboot auf den finnischen Seen, kommt ihr neustes Werk „Shine“ nun daher, leicht, melancholisch und vom Wind getrieben. Bereits der Opener „Mountain Made Of Stone“ entpuppt sich als einer der stärksten Indica Songs bisher und das obwohl die Band beinah im Studio zu zerbrechen drohte, unter den wahnwitzigen Arbeitsbedingungen von Produzent Roland Spremberg. Aber Elfen kriegt man nicht so leicht zerquetscht und deshalb legen die Damen auch noch eine Zugabe drauf, indem das Album in ihrer Heimat zusätzlich in finnischer Sprache erscheint.
Die Midtempo-Ballade „Run Run“ weist zwar gewisse Längen auf, rettet sich jedoch gekonnt durch die intensive Atmosphäre, die sie erzeugt: Ein Spaziergang an einem Sommerabend, der Duft von Getreidefelder. Und auch bei „Here And Now“ entsteht ein melancholisches Carpe-Diem-Gefühl, das Indica so stark definiert, geballte Schönheit, die jedoch so fragil und vergänglich ist, dass man sie intensiv einsaugen muss, bevor alles vorbei ist und die Trostlosigkeit der Welt wieder über den Alltag hereinbricht. Mit „Hush Now Baby“ gibt es dann eine Spur zu viel Zucker in den Tee, danach wird es jedoch wieder rockiger und was letztendlich nach dem Hören des gesamten Albums bleibt ist ein warmer Sonnenstrahl auf der Haut, bevor die Nacht beginnt.
Fazit: Reizender Popsound ohne, dass jemand nackig auf einer Abrisskugel hin und her schwingt oder einem das Mittagessen hochkommt. Hier werden alle Instrumente selbst gespielt, die Songs stammen aus eigener Feder und wenn selbst Nightwish's Tuomas Holopainen es liebt, muss es ja schließlich gut sein.
Anspieltipps: Mountain Made Of Stone, Uncovered
 
Score:
80% Gut.

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