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Stone Sour – House of Gold and Bones Part I

Kritik von: Adrian Erben
Album-Cover von Stone Sours „House of Gold and Bones Part I“ (2012).
„Gelungener Auftakt zu epochalem Konzeptwerk!“
Interpret: Stone Sour
Titel: House of Gold and Bones Part I
Erschienen: 2012
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Stone Sour und Frontmann Corey Taylor hatten sich diesmal wirklich großes vorgenommen: Anfang März wurde bekannt gegeben, dass die Band ein Konzeptalbum plane, dass in zwei Teilen erscheinen sollte! Stone-Sour-Anhänger rieben sich nach dieser Ankündigung verwundert die Augen, war das letzte Album Audio Secrecy gerade erst 2010 erschienen. Doch es sollte sogar noch besser kommen, denn der Slipknot-Sänger hatte sich diesmal in den Kopf gesetzt mit dieser Scheibe einige neue - wenn nicht sogar revolutionäre - Wege zu beschreiten. Parallel zu der neuen Platte wird ein Comic erscheinen, der die Handlung (hierzu später mehr) auf visueller Ebene verkörpern soll. Außerdem sind besondere Liveshows in Planung und es wird sogar schon darüber nachgedacht das ganze Projekt zu verfilmen. Eine Werk für alle Sinne also?! Der erste Part ist kürzlich erschienen, also ist es Zeit für eine erste Bestandsaufnahme!
Musikalisch gesehen haben wir es definitiv mit der bisher stärksten Veröffentlichung der Band zu tun, denn sie vereinigt die besten Elemente aus den bisherigen drei Alben in sich. Unter den Songs gibt es keinen einzigen Durchhänger und das Durchschnittsniveau liegt verdammt weit oben. Es fiel mir diesmal nicht leicht, mich auf einen Höhepunkt festzulegen, ich habe mich dann jedoch nach reiflicher Überlegung für „Gone Sovereign“, „Absolute Zero“, „The Travellers, Pt. I“ und „Taciturn“ entschieden! Der Opener beginnt mit einem epischen Intro und mündet in ein schnelles, hartes Riff. Auch das Solo passt hier melodisch wie die bekannte Faust auf's Auge.
Direkt darauf folgt mit „Absolute Zero“ der radiofreundlichste Song von HoGaB; kurz und knapp zusammengefasst ist es schlicht und einfach ein geiler Rock-Song mit einem Ohrwurm-gefährdenden Chorus! „The Travellers, Pt. I“ ist ein sehr ruhiger, balladesker Song und erinnert phasenweise an eine melancholischere Version von „Sillyworld“ (Come Whatever May). „Taciturn“ hingegen ist die mittlerweile obligatorische Powerballade, welche ähnlich aufgebaut ist wie „Through Glass“, der erfolgreichste Bandhit überhaupt. Besonders hervorheben muss ich auch die souveräne Gesangsleistung von Corey Taylor, der diesmal wirklich das Maximum aus sich herausgeholt zu haben scheint! Auch die Produktion des Albums ist makellos, jeder einzelne Track klingt sauber und frisch. Bemerkenswert ist, dass die ganze Aufnahme ohne Unterstützung von ProTools erfolgt ist.
Oben habe ich bereits von einer Handlung gesprochen, die sich durch die einzelnen Songs zieht: Der Protagonist steht vor einer Reihe von Entscheidungen, sowohl realer als auch philosophischer Natur, während er selbst in einer Art Traumwelt gefangen ist. Der Name der Person wird jedoch nie erwähnt, so dass sich der Zuhörer schnell selbst in den Songs wiederfindet. In der Handlung befinden sich laut Taylor auch eine Menge entscheidender Elemente aus seinem eigenen Leben. Einen zentralen Eckpfeiler im Konzept des Albums bildet das dazugehörige Artwork, so beinhaltet das Booklet von HoGaB nicht etwa Lyrics, sondern den ersten Teil einer fesselnden Kurzgeschichte, welche die einzelnen Tracks inhaltlich zu einem großen Ganzen verknüpft. Das ist wirklich mal eine nette Abwechslung zum stark verkrusteten Standard-Aufbau, dem die meisten Alben heute folgen!
Fazit: Stone Sour ist mit „House of Gold and Bones Part I“ ein wahrer Meilenstein der modernen Rockmusik gelungen, denn es überzeugt sowohl musikalisch als auch konzeptionell. Alle Rädchen des Albums greifen perfekt ineinander über. Jetzt gilt es nur noch gespannt zu warten, ob „Part II“, welcher im kommenden Frühjahr erscheinen wird, das hohe Niveau halten kann. Hierfür gibt es schon mal verdiente 87%!
 
Score:
87% Hervorragend!

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