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The Good, the Bad and the Damned – Zud

Kritik von: Nils Littwin
Album-Cover von The Good, the Bad and the Damneds „Zud“ (2013).
„Zud bieten eine außergewöhnliche musikalische Erfahrung.“
Interpret: The Good, the Bad and the Damned
Titel: Zud
Erschienen: 2013
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Seid ihr bereit für waschechten „old school sleazy n‘ cheesy bluesy rockin‘ black metal“? Ja? Gut! Denn genau das erwartet euch mit dem Debüt Album „The Good, the Bad and the Damned“ von der Band Zud. Circa vier Jahre haben die Jungs an der Scheibe gewerkelt. Insgesamt sind es nun fünf Songs geworden, wobei der erste eigentlich ein Intro ist. Für „normale“ Leute also eher komisch, im Black Metal durchaus üblich. Zur Verdeutlichung: Das kürzeste Lied geht in etwa 8 ½ Minuten und das längste ungefähr 12 ½.
Wie im Vorwort schon angekündigt, beginnt die CD mit einem 80 sekündigen Intro genannt „Portal to Infinity“. Ein schöner Titel, wie ich finde. Inhaltlich lässt er sich allerdings nicht wirklich beschreiben, denn es passiert im Grunde: nichts. Trotzdem ist so ein Intro ja immer etwas Feines und es stimmt den Hörer schon einmal ein. “Skull Shaped Bell“ fängt mit einem cleanen Gitarren-Teil an, unterstützt von einem langsamen Bass. Nach circa 50 Sekunden wird das Tempo etwas angehoben und ab 1:30 geht es dann richtig los! Blast Beats, Double Bass, gutturaler Gesang und schnelle Gitarren. Der Song wird quasi unterbrochen von einem etwas ruhigeren Teil, der auch mehrere Minuten anhält und sich zum Ende hin aber noch etwas steigert. Nach einem kurzen Einzählen läuft „Blood and Twilight“ an. Anfänglich eher Richtung Rock n Roll, hört man doch eindeutig den Black Metal raus. Deswegen gefällt mir der Track auch irgendwie besser, als der Vorgänger. Schnell wird klar: Diese Band wird dem selbsternannten Genre mehr als nur gerecht. Eine sehr interessante Mischung. Besser könnte man es nicht bezeichnen. Der Song endet dann mit einem knapp 1 ½ minütigem Outro, bei dem ich leider nur Wortfetzen verstehen kann. Voller Erwartung blicke ich auf das nächste Stück in der Playlist: „The Junction. Typischerweise am Anfang wieder einmal eher gemütlich. Aber nach nicht allzu langer Zeit gibt es dann gut auf die Fresse. Ich tendiere fast dazu, dass mir dieses Machwerk bisher am besten gefällt, eine schön feine Sache! Nach knapp 10 Minuten bleibt dann nur noch der letzte Kandidat des Albums über, der sich „Dendrite Furnes“ nennt. Mit geradezu entspannenden Klängen der Instrumente startet dieser auch rasch durch. Nach guten 1:50 Minuten entfaltet dann das Lied seine komplette Macht. Mit einigen sehr schönen fast schon melodischen Teilen drinnen ein spektakulärer finaler Song. Vom Gefühl her wird dieses Album von Track zu Track besser. So finde ich es schade, dass die Platte hiermit auch schon wieder endet. Wobei man ja eigentlich aufhören soll, wenn es am schönsten ist.
Fazit: So etwas habe ich noch nicht erlebt, eine außergewöhnliche musikalische Erfahrung bietet mir dieses Album. Auch wenn ich anfangs Lust auf eine old school bzw. raw Black Metal Scheibe hatte, wurde ich doch positiv überrascht. Denn obwohl es nur in einigen Teilen genretypisch ist, überzeugt es doch auf seine eigene Art und Weise. Anfänglich wollte ich 75 % vergeben, aber mit jedem Song wurde es einfach nur besser. Für ein Debüt Album haben Zud hier klasse Arbeit geleistet. Bei all dem Lob sollte man natürlich auch nicht die Kritik im Fazit vergessen. Ich bin nicht zu 100 % zufrieden, da mir nicht jedes Lied wirklich super gefällt. Letztendlich bewerte ich also The Good, the Bad and the Damned mit mehr als soliden 90 %.
 
Score:
90% Hervorragend!

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