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The Truckfighters – The Chairman

Kritik von: Michael Voit
Album-Cover von The Truckfighters’ „The Chairman“ (2013).
„Schweden lässt uns keine Zeit zum Durchatmen!“
Interpret: The Truckfighters
Titel: The Chairman
Erschienen: 2013
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Das schwedische Trio The Truckfighters geht wieder auf große Fahrt in Form einer Europa-Tournee. Und dass sie bei den Gigs nicht mit leeren Händen dastehen, haben sie uns noch schnell eine EP mit dem Titel "The Chairman" eingespielt. Die - laut eigenen Worten - "Beste Band der Welt" bietet uns darauf jeweils einen Live-Track der drei voran gegangenen Alben "Gravity X", "Mania" und "Phi" plus "The Chairman" als einzigen wirklich neuen Track. Bin mal gespannt, wie sie uns mit der Zusammenstellung vom Kauf überzeugen wollen. Ob sich eine Anschaffung des Tonträgers tatsächlich lohnt, erfahrt ihr im nachfolgenden Review.
Als Einsteiger bekommen wir eine Live-Version des Titels "Desert Cruiser" geboten, die in ihren zwölfeinhalb Minuten alles bietet was einen guten Stoner-Song ausmacht, mal abgesehen von der Dauer: Einen gemütlichen Rhythmus der von Bass und Gitarren, mit immer dem selben Schema, bearbeitet wird und sich hypnotisch zu einem wahren Getöse entwickelt. Dabei dürfen natürlich mäandernde Soli nicht fehlen. Für die unkonventionelle Weise ihre Nummern zu präsentieren, liebt sie ihr Fangemeinde, die sie sich schon rund um den Erdball erspielt haben und ihre Helden mit frenetischen Mitgröl-Chören feiern. Hypnotisch tastet sich das Trio durch "Desert Cruiser", um sich am Ende in einem eruptiven Abgang erst so richtig auszuleben. Die Grundsteine für den Folgetrack "Monte Gargano" vom 2009er Album "Mania" sind gelegt, denn hier wird bei den Fuzz-Gitarren noch ein Gang zugeschaltet. Dennoch schaffen sie es nicht, die Ursprünglichkeit ihrer Live-Shows auf Platte zu bannen: Zu zweidimensional ist das Medium, das leider den wichtigsten Aspekt - ihre schiere Unbändigkeit auf der Bühne - nicht einfängt. Da wäre die Truckfighters-Doku von 2011 schon eine bessere Möglichkeit.
Video zu "The Chairman":
Aber immerhin kann man sich so ein erstes Bild eines Truckfighters-Konzertes machen. "The Chairman" kommt dann als einzige Studio-Version erfrischend leichtfüßig daher und bildet somit einen recht guten Kontrast zu ihrer bisherigen Arbeit. Auch wenn die Fuzz-Gitarren hier und da natürlich trotzdem die Grundsäulen bilden (müssen); ist auch unvermeidbar bei achteinhalb Minuten. Die Fans werden es vermutlich genau so vergöttern wie den Rest ihrer Mucke, trotzdem kann man einen interessanten Reife-Prozess im Songwriting der Truckfighters feststellen, denn es finden sich vermehrt Melodien in dem Titel. Das Endstück "Traffic" - Original auf dem 2007er Studio-Album "Phi" vertreten - poltert dann wieder in gewohnter Stoner/Fuzz-Rock-Manie dahin, ohne auch nur eine Sekunde daran zu denken, ihrer Anhängerschaft eine Verschnaufpause zu gönnen. So darf Rock 'n' Roll gerne sein: laut, dreckig und immer am Limit. Womit das umtriebige Trio vermutlich auch am besten beschrieben wäre.
Fazit: Schweden lässt uns keine Zeit zum Durchatmen: Nach den "Scams", "Dynamite" und "Free Fall" kommt schon die nächste große Sache auf uns zu, der wir in erster Linie live Betrachtung schenken sollten. Auch wenn uns die Truckfighters mit "The Chairman" eine kleine Mogelpackung unterjubeln, so ist es für alle Neuankömmlinge trotz alledem eine gute und günstige Gelegenheit, ins Universum der Jungs einzutauchen.
Anspieltipps: The Chairman, Traffic

 
Score:
84% Hervorragend!

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