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Turbowolf – Covers Vol. 1

Kritik von: Michael Voit
Album-Cover von Turbowolfs „Covers Vol. 1“ (2012).
„Volle Segel gegen den Kommerz-Strom!“
Interpret: Turbowolf
Titel: Covers Vol. 1
Erschienen: 2012
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Die Bristoler Psychedelic-Rocker Turbowolf riskieren auf "Covers Vol. 1" eine mächtig dicke Lippe. Haben sie sich doch vier wahre Klassiker der Musikgeschichte auserkoren, um sie mit ihrem Freak-Out-Garage-Rock in ihre Einzelteile zu zerlegen und sie dann wieder neu zu rekonstruieren und dabei noch ordentlich zu überladen. Denn seit ihrem gleichnamigen Debüt-Album von 2011 - dass ich hiermit jedem dringlichst empfehle - lassen diese vier Herren keinen Stein mehr auf dem Anderen. Wie das alles klingt, und ob es tatsächlich funktioniert, erfahrt ihr im folgenden Review:
Zu Beginn werden die Schwedischen Krawall-Rocker von "The Hives" zünftig verwurstet und nahe an der Explosiv-Grenze wieder zusammengeschustert. Raus kommt ein anspruchsvolles Destruktiv-Cover a la Turbowolf. Sie rocken und rollen zwar nicht ganz so sehr wie das schwedische Kollektiv, aber der Titel steht seinem Vorbild kaum in etwas nach und wird zusätzlich noch mit einer Brise Wahnsinn gewürzt.
Wer MGMT's "Electric Feel" schon immer gerne mochte, aber irgendwie zu wenig Schmackes hatte, dem sei Turbowolf's Version wärmstens ans Herz gelegt! Der Psychedlic-Trip-Rocker besticht mit der markanten Melodie des Originals, der Rest sind überladene Feedback-Riffs, die dem Song endlich zur wahren Größe verhelfen.
Einzig an Lightning Bolts "Capitain Caveman" beisst sich das Quartett die Zähne aus, denn die Urfassung ist und bleibt weiter der ungekrönte König des Tripper-Lärms, dessen Genre Acts wie The Jesus and Mary Chain vor Jahrzenten mitbegründeten. Wer Lightning Bolt kennt, weiss, dass man sich mit ihnen besser nicht anlegt. Und dass, obwohl sie als Duo noch dazu stark in der Minderheit sind.
Und dennoch stiehlt ihnen allen "Somebody To Love" die Show und wird in bester Marilyn Mansion-Tradition hinausgelärmt. Der Titel ist ja als Cover berühmt-berüchtigt - Jefferson Airplane haben sich damit sicher schon eine goldene Nase verdient - dennoch gibt es maximal eine Version, die an Turbowolfs Explosiv-Interpretation heranreicht und zwar die der Spanier Devil's Dandruff.
Fazit: Ich glaube zur Zeit gibt es keine so konsequent-ausgeflippte Band - außer vielleicht noch die niederländischen Psychonauten von Shaking Godspeed, die aber weit nicht die Härte von Turbowolf besitzen - welche auch nur annähernd so hart gegen den Kommerz-Strom segelt und dabei trotzdem noch so attraktiv klingt. Der bandeigene Sound steht bei jedem Titel im Vordergund und so macht er Turbowolf beinahe einzigartig. Gespannt warten wir auf die Fortsetzung.
Anspieltipps: Electric Feel, Somebody To Love
 
Score:
78% Gut.

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