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The Company Band – Pros and Cons

Kritik von: Michael Voit
Album-Cover von The Company Bands „Pros and Cons“ (2012).
„Weder Fisch noch Fleisch.“
Interpret: The Company Band
Titel: Pros and Cons
Erschienen: 2012
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THE COMPANY BAND - Pros & Cons EP (2012)
Neil Fallon, der schon mit seiner Band Clutch den ein oder anderen Erfolg feiern konnte, hat sich mit Brad Davis (Fu Manchu), James Rota (Fireball Chemistry), Jess Margera (CKY) und Gitarrist Dave Bone auf einen Haufen geworfen, um - just for Fun - das Nebenprojekt The Company Band zu gründen. Nach einer EP und dem selbstbetitelten Debüt von 2009, steht jetzt die neue EP Pros & Cons am Start und ist bereit, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Wir werden sehen, ob der Spass auch gefruchtet hat:
Laut Wikipedia sind The Company Band eine so genannte "Supergroup"; wobei, nach Audioslave, Chickenfoot, Black Country Communion und wie sie alle heissen, der Begriff mittlerweile doch ein wenig überstrapaziert ist. Für manche ist es sogar das Metal-Unwort der letzten Jahre. Dabei stellt sich mir nun folgende Frage: Was zeichnet eine „Supergroup“ überhaupt aus?
„Versierte, aber vor allem berühmte Musiker, die durch Bands in denen sie spielen bzw. spielten zu Ruhm & Ehre kamen“ erfahre ich nach erstem Googeln im Internet. Gut, bei The Company Band spielen mit Sicherheit hervorragende Musiker, aber wirklich berühmt sind sie allesamt nicht. Am ehesten stechen da noch ihre Bands Clutch und Fu Manchu heraus. Auch wenn das vielleicht negativ klingen mag, so ist das in Wirklichkeit ein positiver Aspekt: Bands in dieser Liga haben noch das grosse Glück, nicht in ein Sound-Korsett geschnürt zu werden und den Massen „die alte Leier aufwärmen zu müssen“, nur um die Kasse weiterhin klingeln zu lassen.
Allerdings braucht es keine Supergroup um gute und anspruchsvolle Musik zu produzieren. Und genau das ist The Company Band mit „Pros & Cons“, wenn auch nur zum Teil, gelungen. Sie machen gnadenlosen Kick-Ass-Rock, irgendwo in den frühen 80er beheimatet. Neil Fallon & Co rocken, punken und grooven sich durch die fünf Tracks der EP, als gäbe es kein Morgen. Handwerkliche Schwachstellen gibt es hier schon mal keine. Schlag auf Schlag wird ein Song nach dem anderen hinausgepeitscht. Mit House of Capricorn und Loc Nar finden sich zwei wahre Perlen auf der „Pros & Cons“. Der Rest ist, mal mehr mal weniger, belangloses Geschrubbe, das vermutlich schnell wieder vergessen sein wird.
The Company Band bleiben ihrem Sound treu und auch wenn sich immer wieder mal bei Monster Magnet bedient wird, führen sie ihn konsequent fort. Leider nehmen sie sich zu wenig Zeit die Songs richtig auszuarbeiten. So bleibt eine mittelmäßige EP zurück, die bei neuerlicher Überarbeitung und noch ein wenig mehr Zeit, durchaus ein furioses Album hätte werden können, genau wie das Debut, das vor Innovation und Lebensfreude nur so sprüht. Mal sehen was die Zukunft bringt, jetzt muss Neil Fallon allerdings erstmal zurück zu seiner Band "Clutch", um die anstehende Tournee zu bestreiten.
Fazit: Nicht Fisch nicht Fleisch ist es, was uns diese sogenannte „Supergroup“ hier serviert. Zu unfertig wirken die Songs, zusammenhangslos und uninspiriert. Die 22 Minuten der EP machen zwar durchaus Lust auf mehr, allerdings hat der Spassfaktor nach drei Songs seinen Höhepunkt endgültig erreicht. Da geht schon noch ein bisschen mehr, meine Herren. Wer allerdings unter der Fahne der frühen Monster Magnet segelt, sollte auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren. Anspieltips: House of Capricorn und Loc Nar.
 
Score:
69% Annehmbar …

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