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Darius Mondop – Gamma

Kritik von: Michael Voit
Album-Cover von Darius Mondops „Gamma“ (2012).
„Ein Album mit Wiedererkennungswert.“
Interpret: Darius Mondop
Titel: Gamma
Erschienen: 2012
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Darius Mondop erhoben sich 2004 aus der nicht minder spektakulären Linzer Band Mortus, wie einst der vielseits zitierte Phoenix aus der Asche! Drei Musiker blieben, ein neuer Gitarrist, plus Bassist mussten noch her und fertig war der brodelnde Cocktail aus Groove, dreckigem Stoner-Rock und Metal. Doch so richtig schubladisieren lassen sie sich mit ihrem Sound nicht, wobei genau das die Stärke der Truppe ausmacht. (Mittlerweile gibt es auch einen neuen Drummer, der von der Formation Conspiracy übernommen wurde. Anm. d. R.)
Mit "Gamma" liegt ihr derzeit letztes Werk vor, dass aber erst der dritte Teil einer Quadrologie ist, wie sich bei genauerer Betrachtung dem stimmigen Cover entnehmen lässt! Die vier Songs der EP sind, man traut es sich ja gar nicht zu schreiben, direkt tanzbar, so lässig rotzt die Truppe sie hin. Wenn auch nicht im herkömmlichen Sinn, dennoch habe ich noch nie soviel Groove und Funkiness in diesem Genre gehört. Der Opener "Real Face" macht diesbezüglich den meisten Spass. Und "R.U.N." wartet dann sogar noch mit einem perfiden Glockenspiel auf.
Respekt!
Musikalisch sind Darius Mondop Speerspitzen ihrer Zunft, da gibt es rein gar nichts auszusetzen. Eigentlich möchte man gleich noch mehr davon; gibt es auch: Mit "Alpha" und "Beta" stehen seine zwei Vorgänger dem aktuellen Kurzwerk in nichts nach. Jede dieser EPs enthält außerdem wahre Hochkaräter: war es bei "Alpha" das zornige "Holy Moly" und bei "Beta" das rockige "Bridge & Gas", so ist es auf "Gamma" das ausgeklügelte "R.U.N.", das mit allerhand Überraschungen bestückt ist! Auch der Sound hat sich ein wenig gewandelt, und so ist dieser im Laufe der EP's reiner und schärfer geworden. Einzig die Vocals sind beim letzten Release streckenweise zu einfallslos. Worauf bei den beiden Vorgängern noch geachtet wurde, hat man beim Drittwerk leider ein wenig vernachlässigt. Abgesehen von "Machines" und vor allem "Yellow", die dann doch durchaus Greifbares bieten!
Fazit: Mit dem aktuellen Werk brauchen Darius Mondop keine Vergleiche mit Kollegen wie Crowbar, Kyuss oder Queens of the Stone Age zu scheuen. Die vier Tracks überzeugen auf ganzer Ebene, mal weniger, aber meistens mehr, versehen mit wuchtigen Gitarren, fetten Riffs und absolut funkigen Grooves. Ein Album mit Wiedererkennungswert. Man kann ihnen nur wünschen, den Schritt aus dem Geheimtipp-Status zu schaffen.
Ihr Konzert, das sie im Zuge der The Sorrow-Tour am 21. Dezember in den Linzer Posthof führt, wäre somit ein Pflichttermin. Musikalisch 82%, aber wegen der teilweise zu spartanischen Vocals gibt es 6 Punkte Abzug.
Anspieltipps: Real Face, Yellow, R.U.N.
 
Score:
76% Gut.

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