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Nachbericht: Skindred – European Tour 2013

Autor: Johanna Wendel

Skindred – European Tour 2013 in Köln am 20.11.

In beschaulicher Geschwindigkeit füllte sich die Essigfabrik am 20.11.13 zum dritten Deutschlandkonzert dieser Europa-Tour von Skindred. Die Tage zuvor hatten sie Berlin und Hamburg, sowie bereits einige europäische Hauptstädte wie Paris, abgeklappert und die Fans zum Haare schütteln und Hüften schwingen gebracht. Was erst einmal nach einer unbeholfenen Mischung aus Tanzbewegungen klingt, passt bei Skindred - wie einige wahrscheinlich wissen - auf wunderbare und außergewöhnliche Weise zusammen.
Während einige Besucher sich in der Halle noch ein geeignetes Plätzchen suchten oder sich am Merchandise–Wühltisch herumtrieben, legte die erste Support-Band Deadly Circus Fire um Punkt acht Uhr bereits los. Die progressive Metal-Band aus London verwirrte zwar etwas mit ihrem clown-artigen-corpse-paint bemalten Gesichtern, machte es aber qualitativ wieder wett, auch wenn sie die Menge nur leicht aufwärmen konnten. Nach knapp 30 Minuten, meiner Meinung zu kurz um sich einen richtigen Eindruck verschaffen zu können, wurde dann auch schon für die zweite Vorband Crossfaith, die dann um kurz vor neun die Bühne betraten, umgebaut. Die fünfköpfige Band aus Japan konnte mit ihrem Metalcore-Electro-Gemisch, vermutlich auch aus der wachsenden Popularität dieses Genres, die Crowd angemessen für Skindred aufheizen und fing sich am Schluss sogar einige unbeantwortete „One-More-Song“-Rufe ein.
Noch eine gute halbe Stunde verging bis es dann endlich mit Skindred losging. Erst AC/DC's Thunder-struck gefolgt von der fast schon zu oft zuhörenden Star-Wars- Einmarschmusik dienten als Intro. Diesmal zierte weder Zylinder noch Offiziersmütze Benjis Haupt, sondern ein Soldatenhelm, der allerdings im Laufe der Show noch ausgetauscht wurde. Los ging es mit Ninja, ein kleiner Vor-geschmack auf das Anfang 2014 erscheinende Album Kill the Power, direkt danach ein Sprung in die Anfangsjahre zu Babylon aus dem gleich-namigen Album. Nachdem sich das Beben nun über drei Songs angekündigte, gab es bei Rat Race kein Halten mehr und die Euphorie brach bis zum Schluss nicht mehr ab.
Weiter ging es dann mit zwei Songs, die noch nicht so viele Jahre auf dem Buckel haben: Doom Riff und Cut Dem. Es folgte eine weitere Neuerscheinung, die nichts geringeres als den Namen Kill the Power trägt und definitiv Lust auf das neue Album machte. Allerdings teilten sich die Meinungen der Zuschauer als Trouble zu Beginn mit Macklemores Thrift Shop abgemischt wird. Als manche jedoch begeistert ins Lied einstimmten, wird das seitens der Band mit „What's wrong I thought you like Heavy-Metal?“ beantwortet und anschließend mit Sad But True wieder ausgeglichen.
Stimmungsmäßig hatte die Show ihren Höhepunkt, wie zu erwarten, bei Nobody, danach verlassen die Jungs die Bühne, um sich dann wenige Minuten mit Stand for Something zurückzumelden und wie üblich darauf hinzuweisen, das man sich von der Schuld der illegalen Downloads befreien könnte, in dem man Tickets und T-Shirts in Mengen kauft. Es folgte ein Dubstep-Remix von Slipknots Duality, dessen Platzierung auf mich kurz vor dem letzten Lied Warning verwirrend wirkte und es vielleicht zeitlich mittiger besser gewesen wäre. Nach einer bescheidenen Stunde und zehn Minuten war es dann auch schon vorbei und man reihte sich in die endlose Garderobenschlange der Essigfabrik ein.
Autor: Johanna Wendel

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