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Warrior Soul – Stiff Middle Finger

Kritik von: Adrian Erben
Album-Cover von Warrior Souls „Stiff Middle Finger“ (2012).
„Bizarres von Kory Clarkes Band Warrior Soul ... “
Interpret: Warrior Soul
Titel: Stiff Middle Finger
Erschienen: 2012
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Als Redakteur bekommt man es gelegentlich schon mal mit einem richtig bizarren Album zu tun. Ein Paradebeispiel hierfür ist Stiff Middle Finger, die neue Platte von Warrior Soul. Die Hard Rock-Band aus New York wurde 1987 aufgrund einer Wette von Frontman und Sänger Kory Clarke gegründet. Anfang der 90er hatte die Truppe einige kleinere Erfolge, schaffte jedoch nie wirklich den ganz großen Durchbruch. 1995 löste sich die Band auf, fand aber 2007 wieder zusammen. Mit Stiff Middle Finger erschien nun die zweite Veröffentlichung seit der Wiedervereinigung, und Warrior Soul haben hiermit etwas wirklich Seltsames geschaffen:
Der Sound der neuen Scheibe ist absolut uneinheitlich, so hört man beispielsweise in manchen Songs die Vocals sehr wenig bis gar nicht, in anderen übertönen sie alle Instrumente. Überhaupt passt der Gesang nicht wirklich zur Musik. Es klingt mehr als ob Clarke vor sich hinmurmelt. Hierbei geht es allerdings vermutlich auch eher um die Aussage der Lyrics, welche sich vorwiegend mit aktuellen politischen Themen wie zum Beispiel der Finanzkrise beschäftigen. Der Bass ist leider ebenfalls kaum zu hören. Nur selten schimmert er mal durch, so wie im Intro von Planetary Revolution. Einzig die Gitarren wissen zu gefallen, nur leider stehen sie viel zu sehr im Vordergrund. Das alles liegt wohl im Wesentlichen daran, dass die Platte von Clarke selbst produziert wurde und kein weiterer - vielleicht weniger experimentierfreudiger - Produzent zu Rate gezogen worden ist.
Dennoch hat auch diese Platte ihre Momente: Anspieltipps sind Planetary Revolution, A Drink to All My Friends sowie Light Your Bonfires, der Schlusstrack. Planetary Revolution kann durch ein Bassintro und sein eingängiges Gitarrenriff punkten. Negativ zu bemerken sind allerdings einmal mehr die Vocals. Sie sind kaum hörbar geschweige denn verständlich, da alles durch die Gitarren übertönt wird. Auch A Drink to All My Friends lebt im Wesentlichen von seiner guten Gitarrenarbeit, während sich Clarke hier eher zurückhält. Die Lyrics sind sehr monoton und kommen zu kurz. Light Your Bonfires ist der einzige Song, auf dem die Vocals einigermaßen überzeugen können, zudem wird hier auch eine akkustische Gitarre verwendet. Allerdings wurde der Track bereits auf Clarkes letztem Solo-Album veröffentlicht. Insgesamt ist dies trotzdem noch das beste Lied auf dem Silberling, denn es bringt zumindest noch ein bisschen Hard-Rock-Atmosphäre rüber.

Fazit:

Niemand würde auf die Idee kommen, Stiff Middle Finger als Meisterwerk der Rockgeschichte zu bezeichnen: Die Produktion ist mangelhaft, die Gesangsleistung allenfalls ausreichend, die Instrumentalleistung ist dafür überwiegend gut. Leider haben sogar die Höhepunkte des Albums größere Makel. Deshalb schaffen sie es auch nicht, den überwiegend negativen Eindruck dieses Werks zu verdrängen. Daher gibt es hierfür leider nur 53 von 100 möglichen Punkten.
 
Score:
53% Blamabel.

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