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Jackson Firebird – Cock Rockin'

Kritik von: Michael Voit
Album-Cover von Jackson Firebirds „Cock Rockin'“ (2014).
„So frisch und unverbraucht kann Cock-Rock immer noch klingen.“
Interpret: Jackson Firebird
Titel: Cock Rockin'
Erschienen: 2014
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Auch wenn The Kills mittlerweile die Ideen ausgegangen sind und die White Stripes sich ganz vom Acker gemacht haben, so halten dennoch Acts wie The Black Keys oder die australischen Neuankömmlinge Jackson Firebird die Fahne der knapp besetzten Rock-Bands weiterhin hoch. Nur als Duo zeigen sie der Rockwelt, was aus einer Gitarre und Drums alles rauszuholen ist. Der Gitarrist Brendan Harvey und Drummer-Kollege Dale Hudak alias Jackson Firebird stechen zur Zeit ganz besonders aus der Szene hervor, da sie mit ihrem knackigen Debüt-Album "Cock Rockin'" der Musikwelt den Allerwertesten ordentlich vors Gesicht halten und dabei keinen Hehl aus ihren Vorlieben machen.
Ohne auch nur eine Sekunde zu verschwenden, brettern sie durch ihr Debütalbum, dass einem nichts Anderes übrig bleibt, als mit offenem Mund nach Luft zu japsen. Mit dem grandiosen Titeltrack treten sie das Gaspedal bis zum Anschlag durch und gehen erst nach dem Endstück und aktueller Auskopplung "Red Hair Honey" wieder runter. Dazwischen wird gerockt, geschrien, gespuckt, getreten, auch mal kurz gerappt und auf allem herumgetrommelt, das nur ansatzweise einen brauchbaren Sound hergibt. Dabei finden sich neben dem rotzigen Opener einige weitere Perlen auf "Cock Rockin'", wie das roh-treibende "She said", das ruppige "Rock Solid" oder dem mächtigen "Red Light". Aufgelockert durch "Littly Missy", das sich ganz frech bei Mountain bedient oder dem funkigen "Can Roll". "Gain out West" fällt leider nicht weiter ins Gewicht, erst "Sweet Eloise" trifft den Hörer wieder da wo es weh tut, um zu gefallen. Auch wenn es sich ein wenig an Rage Against The Machine anlehnt.
Einzig "Quan Dang" weiss nicht was es will und klingt als hätte Kid Rock noch zusätzlich seine Finger im Spiel gehabt. Weswegen es auch nicht so recht zum dreckigen Rest des Albums passt. Nach knappen 35 Minuten ist der Zauber dann auch schon wieder vorbei und und einem neuerlicher Durchlauf steht rein gar nichts im Weg. Denn bei dem was die Beiden hier auf die Beine gestellt haben, bleibt selbst bei Heavy Rotation kein Auge trocken, die Münder nach wie vor offen und dazu kein Bein still. Und für die Plattenliebhaber unter uns gibt's das gute Stück selbstverständlich auch als limitiertes Vinyl mit Klappcover.
Fazit: Der ungeschliffene Diamant Jackson Firebird macht auf "Cock Rockin'" keine Gefangenen und zeigt wie frisch und unverbraucht Rock 'n' Roll selbst als Duo klingen kann. Wer mal wieder so richtig abfeiern will, kommt an "Cock Rockin'" eigentlich nicht vorbei. Ganz gross!
Noch mehr Spass machts eigentlich nur live, wenn Harvey und Hudak auf der Bühne ihre Instrumente verprügeln. Derzeit auf ihrer Europa-Tour zu sehen, die sie noch bis Ende April durch unsere Lande führt.
Anspieltipps: Cock Rockin', She said, Rock Solid, Can Roll, Sweet Eloise
Vergleichbares: The White Stripes, The Black Keys, The kills, Jon Spencer, Mountain, Black Sabbath
Wer in das aktuelle Album „Cock Rockin'“ von 2014
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Score:
88% Hervorragend!

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