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Interview: Black Sabbath

mit Adam Wakeman vom 4. Dezember 2013 in der Festhalle, Frankfurt am Main
In über 40 Jahren Bandgeschichte hatten Black Sabbath unzählige Besetzungswechsel durchgemacht. Während Tony Iommi die längste Zeit Mitglied war, sorgte Ozzy Osbourne für die meisten Schlagzeilen. Doch nach der Reunion im Jahr 2011 mit Geeze Butler blieben die Skandale aus, stattdessen machten die Birminghamer mit dem Studioalbum “13” wieder auf sich aufmerksam: Platz 1 in den britischen und amerikanischen Album Charts! Die Singleauskopplung “God Is Dead?” schaffte es in Großbritannien immerhin auf Platz 6.
Für die Tour durch Nordamerika, Lateinamerika und Europa brauchen die drei Briten natürlich Verstärkung. Als neues Gesicht kommt Tommy Clufetos an die Drums und übernimmt somit den Studioteil von Brad Wilk. Für Keyboards und Gitarre wird wieder Adam Wakeman angeheuert, der schon seit 2004 mit Ozzy zusammenarbeitet.
Ende 2012 und Anfang 2013 führten wir mit Adam bereits zwei Audiointerviews. In der Festhalle Frankfurt am Main bekommen wir endlich die Gelegenheit, ihn persönlich zu treffen. Einen Tag nach Ozzys Geburtstag hätte man eine leicht verkaterte Crew erwartet, doch anscheinend sind die Tage der exzessiven Feierei endgültig vorbei.
Aber welche musikalischen Herausforderungen gibt es beim Touren mit einem Giganten wie Black Sabbath? Adam ist, wie sein Vater Rick Wakeman, seines Zeichens Keyboarder. Doch Tony Iommi will den Sound der frühen Alben möglichst authentisch wiedergeben und braucht daher eine weitere Rhythmusgitarre im Hintergrund. Für Adam kein Problem: In jungen Jahren übte er stundenlang am Piano und eignete sich exzellente musikalische Grundlagen an.
Das heißt natürlich nicht, dass er seine Keyboards zuhause lässt. Im Gegenteil, für Black Sabbath muss er volle Geschütze auffahren: Zum Korg Kronos 88, Korg M3 und der ESP Guitar gesellen sich unter Anderem ein Moog Little Phatty und Yamaha Motif. Doch muss es immer die neuste und modernste Ausrüstung sein, die der Markt zu bieten hat? Adam sieht er sich nicht als Avantgardist und berichtet von wiederkehrenden Alpträumen in denen Macbooks plötzlich ausfallen.
Neben Black Sabbath hat Adam eine Progressive Metal Band, Headspace, mit der er bereits mehrfach als Support von Ozzy Osbourne Band auftrat. Aber wieso dauerte es fünf Jahre, bis 2012 endlich “I Am Anonymous” herauskam? Adam berichtet von den besonderen Herausforderungen, sich als Supergroup komplett zu versammeln und dem Ziel, keinerlei Kompromisse eingehen zu müssen.
Für das nächste Album sind allerdings bereits zwölf Songs geschrieben und August 2014 soll es nach nur zwei Jahren Arbeit erscheinen. Planmäßig geht es danach auf einige Festivals, wie dem ProgPower 2014 in den Niederlande.
Viel Spaß beim Schauen!
Moderation: Khanh To Tuan; Kamera: Khanh To Tuan, Adrian Erben, Johanna Wendel

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