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Interview: Subway To Sally

mit Ingo Hampf und Simon Michael vom 5. August 2011 auf dem Wacken Open Air 2011
Nach der Pressekonferenz der Folk Rocker von Subway to Sally beim Wacken Open Air 2011 trafen wir Ingo Hampf und Simon Michael zu einem Gespräch vor dem Pressezelt. Die Beiden berichteten uns von ihrem neuen Album Schwarz in Schwarz, dass ab dem 23. September 2011 in den Läden steht, und gaben dabei schon tiefe Einblicke in die Details der neuen Platte preis. Außerdem erzählten sie von der Wahrscheinlichkeit einer Nackt III und berichteten über ihre Wackenerlebnisse, die sie über ihre regelmäßige Anwesenheit im Billing gesammelt haben.
Es wird demnächst eine ausgiebige Tour der Band folgen!
Viel Spaß beim Gucken!
Moderation: Arne Luaith; Kamera: Alexander Kipke

Das Interview in Textform:

Arne: Hallo liebe Zuschauer! Heut mal wieder vom Wacken, dem größten Metal-Festival der Welt. Inzwischen am dritten Tag angekommen. Wir sind „Metal-Trails“ und stehen hier mit:
Ingo: Dem Ingo von Subway to Sally.
Arne: Und…
Simon: Dem Simon.
Arne: Genau! Und auch von Subway to Sally, oder?
Simon: Richtig!
Arne: Könnte sein. Ja Jungs! Wie gefällt euch das Wacken bisher so dieses Jahr?
Ingo: Das kann ich noch gar nicht sagen. Wir sind so ungefähr vor gefühlten zehn Minuten angekommen, also aus dem Bett gefallen und haben jetzt schon eine Pressekonferenz hinter uns und stehen jetzt hier und geben ein Interview. Und im Moment ist es noch nicht so, aber was man so sieht, ist sehr beeindruckend! Da wurden offensichtlich viel edanken gemacht von den Leuten vom Open Air, also von der Deko her und der Logistik. Die Garderoben sind toll, die Klos sind kultig. Da muss man wirklich einmal drauf gehen unbedingt! Ja, schauen wir mal! Müssen wir mal sehen!
Arne: Erlebniswelt Wacken-Klo. Dafür lohnt es sich herzukommen! Sprich, es bahnt sich das übliche Chaos an!
Simon: Nene, aufm Wacken gibt’s kein Chaos! Ich weiß nicht, wie es für den Konzertbesucher ist. Wenn für den Besucher genauso gut organisiert ist wie für die Künstler, dann ist alles super hier. Ich glaube auch, dass die von Jahr zu Jahr besser werden.
Ingo: So war das nicht gemein, das war nicht ironisch, ich war schwer beeindruckt von den Toiletten.
Simon: Ich muss noch dazu sagen: Es gibt ja wirklich exklusiv auf dem Wacken, also im Künstlerbereich Klocontainer, die offenbar, also nur fürs Wacken gemacht sind, mit Wackenlogo und allem Drum und Dran…, mit Musikbeschallung sowie Videos und allem möglichen, also es ist unglaublich.
Arne: Da kann man ja für den Zuschauer eine kleine Hierarchie aufbauen! Wir Presseleute haben tatsächlich auch feste Klos, keine Dixis, soweit ist es bei uns allerdings noch nicht gekommen. Sprich: Willst auf Wacken richtig Spaß haben, sei Künstler!
Ingo: Joa!
Arne: Ihr werdet ja heute Nacht von ungefähr zwei bis drei Uhr auf der Tour-Metal-Stage spielen, gleich nach „Motörhead“ und „Avantasia“. Und, was erwartet ihr von der Show?
Simon: Ja, was erwarten wir uns von der Show? Ich meine, wir sind aufm Wacken! Das ist die größte Heavy-Metal Party der Welt, alle zwei Jahre das Highlight. Und was erwartet man sich davon? Ich glaube ich habe alles gesagt, was man sich erwartet: Highlight und die größte Metal Party der Welt.
Arne: Also ist Wacken für euch auch auf jeden Fall etwas Besonderes immer?
Ingo: Ja! Unbedingt, also man fiebert schon einiges darauf hin, wenn man weiß, man ist wieder in Billingen. Das ist ja so alle zwei Jahre glaube ich jetzt gewesen, so die letzte zehn Jahre, ungefähr. Da ist es immer was Besonderes natürlich.
Arne: Wie ist es denn gewesen beim Publikum, bei so vielen, sehr hochkarätigen Bands an einem Abend, vor euch, mit euch? Ist die Band dann zu einem schon so fortgeschritten Zeitpunkt am Abend ausgebrannt, oder gehen die erfahrungsgemäß noch richtig mit?
Simon: Also in all den Jahren kann ich nicht sagen, dass die Leute irgendwann mal ausgebrannt wären. Ich glaube, dass das Wacken Festival nicht über den Musikern bei den Besuchern auch ungeahnte Energien freisetzt, oder was meinst du?
Ingo: Ne, vor allen Dingen, wenn man da mal so im Hinblick auf die so unchristliche Zeit, in der wir da spielen, das ist ja nicht morgens, um drei Uhr geht ja schon fast die Sonne auf. Ja, wir haben bis jetzt immer erlebt, dass da richtig Party war. Das war schon vor vier Jahren, da war’s mal so, da waren wir schon lange runter von der Bühne, und da wurde dieses „Blut, Blut“, ja haben wir noch gehört, da haben wir schon geduscht.
Arne: Euer neues Album „Schwarz in Schwarz“ erscheint ja am 23. September (2011). Was könnt ihr uns dazu erzählen?
Ingo: Ja, super! Geil!
Simon: Das beste Album, das wir je gemacht haben. Nein, ganz im Ernst! Es ist immer schwierig über Musik zu sprechen, besonders wenn man sie einfach so intensiv wie wir die letzten Monate rund um die Uhr beschäftigt hat. Ich kann auf jeden Fall weitergeben die ersten Reaktionen von Journalisten und von Freunden, die das Album gehört haben. Die finden das gut. Ich glaube, man kann das so stehen lassen, wenn ich sage, sie finden es besser als alles, was davor, also die letzten Jahre von uns rüberkam. Ich persönlich bin sehr zufrieden und ich habe ein sehr gutes Gefühl.
Arne: Euer letztes Album „Kreuzfeuer“ ist ja auch sehr gut angekommen. Aber es gab ja sehr viele Fans, die so ein bisschen gesagt haben: „Naja, eigentlich ist das ja kein richtiger Folk-Rock mehr!“, weil die Folkelemente ja, sagen viele Fans zu mindestens, ist sehr weit zurückgefahren worden. Da gab’s ja jetzt natürlich die Frage: Geht ihr jetzt so diese Richtung weiter, oder bringt ihr wieder mehr Folkelemente in die Musik rein?
Ingo: Ja, also nein! Wir gehen nicht diesen Weg weiter, sondern es ist doch sehr experimentell, und sehr im positiven Sinne „krude“, also das, was uns eigentlich auszeichnet immer! Weil wir jetzt mal nicht so Mainstream unterwegs sind, sondern mal etwas Besonderes machen. Und diese Elemente sind auf dem neuen Album wesentlich stärker vertreten und sorgen für die eine oder andere Überraschung.
Arne: Was hat euch dazu bewogen, die Platte „Schwarz in Schwarz“ zu nennen?
Simon: Die Platte heißt „Schwarz in Schwarz“, weil während des Schaffensprozesses sich herausstellte, dass die meisten Songs eine relativ düstere Stimmung haben. Und letzten Endes haben wir uns für den Titel entschieden, um einfach deutlich zu machen, dass wir in die schwarze Szene gehören, also Schwarz in Schwarz. Die beiden schwarzen Szenen sind die Gothic-Szene wie die Heavy-Metal-Szene. Das sind einfach diese Gemeinschafteb von Menschen, die uns groß gemacht haben. Wir wollten einfach mit einem einfachen Statement sagen, dass wir da hingehören, hier sind wir zuhause. Und es klingt ein bisschen schnulziger, aber es ist eine Art Liebeserklärung an unsere Fans. Und wenn man das Album hört, wird man das auch, denke ich mal, bestätigen können.
Arne: Klingt aber doch so ein bisschen danach als hättet ihr irgendwie die Notwendigkeit gesehen, dieses Statement zu fassen.
Simon: Ich weiß nicht, also uns wurde ja auch vorgeworfen, dass wir in irgendeiner Weise kommerziell geworden wären die letzten Jahr über. Bloß weil man irgendwie einmal im Fernsehen aufgetaucht ist und weil man in den Top Ten war, hat man im Heavy-Metal schnell den Ruf weg, eine kommerzielle Band zu sein. Ich weiß nicht, ich glaube diese Band hat nie Songs geschrieben mit dem Ziel, im Radio gespielt zu werden und auf Musiksendern zu laufen. Von daher fühlte sich dieser Schritt nicht so an, als würden wir jetzt so wahnsinnig rückschrittlich sein. Verstehst, was ich meine?! Letzten Endes werden das die Fans entscheiden müssen, wenn sie die Platte hören.
Arne: Der letzte Track auf der Platte trägt ja den Namen „2012“ und da gab es einige Spekulationen unter den Fans, ob das vielleicht so eine Art Resümee der letzten Jahre auch so für euch ist. Könnt ihr da etwas zu erzählen? Vielleicht schon verkünden?
Ingo: Nein nein, also es ist mit Sicherheit kein Resümee. 2012, naja was ist denn 2012? Die Spekulation, dass da unser letztes Konzert ist. Wann soll das sein? Am 21.12! Simon: 2012 endet ja der Maja-Kalender. Und am 21. geht die Welt unter!
Ingo: Da ist unser letztes Konzert!
Simon: Unser letztes Konzert. Wird aber natürlich stattfinden an dem Tag. Das letzte Konzert der Welt quasi. Und, nein, ganz im Ernst, es dreht sich um die Hysterie, um dieses Thema in dem Song. Also die Weltuntergangsstimmung, und dass die ganzen Leute das gar nicht so schlimm finden, glücklich sind, wenn sie drüber lesen können und im Fernsehen sich darüber Dokumentationen anschauen können. Darum geht’s in diesem Song.
Arne: Alles klar! Also auch wieder ein relativ ernster Unterton, wie ihr gesagt habt?
Ingo: Ja!
Simon: Ja, zumal das ein bisschen ironisch wirkt. Ich will nicht so viel über Musik reden, ich verplappere mich schon wieder!
Arne: Ihr habt ja letztes Jahr eure „Nackt II“ Tour gemacht und die Frage allgemein ist: Wie ist denn diese Tour bei den Fans so angekommen?
Ingo: Wonach schließt man das? Also von den Reaktionen und den Besucherzahlen super! Wir haben das ja eigentlich in Angriff genommen, weil die „Nackt I“ ja eigentlich eine einmalige Angelegenheit sein sollte! Doch sehr gut angenommen wurde, begeisterst geradezu. Und das hat uns natürlich auch sehr viel Spaß gemacht. Davon mal abgesehen, also wirklich in einem ganz anderen Kontext zu musizieren. Und da lag die Idee natürlich nahe „Nackt II“ zu machen, wobei wir da natürlich dann wirklich uns mehr Arbeit gemacht haben mit den Arrangements und mehr, also, noch mehr Arbeit! Oder Titel zu nehmen, die sich von vornherein anbieten einfach unplugged zu spielen. Alles in einem war es ein sehr positives Erlebnis glaub ich, für uns als Musiker und für die Leute draußen auch.
Arne: Du sagst es ja selbst. Ihr habt euch einige Stücke ein wenig umkomponiert dafür! Gab es da auch ein, zwei Stücke wo ihr euch ein etwas positiveres Feedback erwünscht habt, oder welche, wo ihr gesagt habt: „Na, das könnte vielleicht nicht so gut ankommen!“ und es war dann doch ein durchschlagender Erfolg?
Ingo: Ich weiß nicht wo ich dachte, dass es besonders funktioniert. Ne, eigentlich waren die Sachen, wo wir vorher schon wussten oder dachten, dass wird bestimmt ein „Hurra-Gefühl“ bei den Leuten auslösen. War dann auch so! Also das waren so Sachen wie „Henkersbraut“, oder, ich weiß gar nicht mehr, oder „Wenn Engel hassen“, dass so was davor gemacht wurde, war sehr frenetisch aufgenommen.
Simon: Es gibt ja zumindest beim ersten Konzert ein Überraschungsmoment für die Fans, wenn sie dann eben Songs hören, die sie gar nicht erwartet haben und die ja auch entsprechend anders klingen, weil sie umarangiert sind. In Zeiten des Internets allerdings hat sich nach der ersten Show für die meisten Fans leider der Überraschungsmoment erledigt, weil es die meisten nicht lassen können sich mit Informationen versorgen zu lassen. Aber wer es noch nicht kennt, sollte unbedingt mal reinhören. Es gibt eine wunderbare DVD mit toller Bild - und Tonqualität, die man überall erstehen kann.
Arne: Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass es eine „Nackt III“ geben wird?
Simon: Also ich glaube die Wahrscheinlichkeit ist äußerst gering. Da müsste es uns schon was Entscheidendes einfallen, was sich umsetzen lässt. Ich denke, dass das in absehbarer Zeit nicht passieren wird. Ist auch nicht so schlimm, weil wir sind nämlich ab Herbst auf „Schwarz in Schwarz“-Tour. Die Tourdaten gibt es auf unserer Website und natürlich auch auf unserer Facebook-Seite. Und da kann ich versprechen, dass wird auf jeden Fall eine ganz großartige Sache!
Arne: Ist dann auch eine neue Live-CD geplant?
Simon: Ist eine neue Live-CD geplant, Ingo?
Ingo: Ne, ich habe keine geplant!
Simon: Sollen wir denn eine machen?
Arne: Auf jeden Fall, oder? Entscheidet IHR! Du hast es ja schon ein bisschen vorweg genommen: Was steht noch an in der nächsten Zeit für die Band in der nächsten Zeit, fernerer Zeit?
Simon: Wir werden im Herbst eine ganz tolle Tour machen, die Release-Tour zum neuen Album „Schwarz in Schwarz“. Tourdaten gibt es auf unserer Website und auf unserer Facebook-Seite. Schaut da doch einfach mal vorbei! Es wird auf jeden Fall ganz großartig.
Ingo: Ja!
Arne: Ja, dann sagen wir vielen Dank, dass ihr euch Zeit für das Interview genommen habt und wünschen euch alles Gute für das Album, dass es ein großer Erfolg wird, dass die Tour super besucht wird wie immer. Und ein letztes Schlusswort an die Fans vielleicht? … Manchmal ist weniger auch mehr!
Simon: Absolut! „Schwarz in Schwarz“, 23. September.
Arne: Und wir sehen uns! Tschüss!

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