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Bericht: Limp Bizkit - Gold Cobra Tour 2012

Autor: Lars Petruck, Milena Kracke
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Limp Bizkit – Freilichtbühne Open Air (Stadtpark Hamburg) – 18.06.2012

This is no rock concert – This is a fuckin’ party!

Am 18.06.2012 spielte eine der erfolgreichsten US-amerikanischen Nu Metal-Bands auf der Freilichtbühne im Stadtpark in Hamburg. Die Rede ist von Limp Bizkit, welche im letzten Jahr die aktuelle Scheibe „Gold Cobra“ herausbrachten! Die Vorband an diesem Abend stellte Yashin dar, eine aufstrebende Post-Hardcore-Band aus Glasgow.
Der Stadtpark bietet eine Open Air-Fläche mit großer Bühne, vielen Bier - und Essensbuden sowie saubere als auch kostenlose Toiletten. Außerdem punktet die Freilichtbühne mit einem klaren Sound und dem nicht unbedingt selbstverständlichen Angebot von Sitzplätzen; alles in allem somit eine wirklich empfehlenswerte Location.

Glasgower Post-Hardcore-Band-Band Yashin heizt vor

Bereits um 19.00 Uhr ging das Konzert an diesem Abend mit dem Auftritt von Yashin los. Die Band hat sich im Jahr 2006 gegründet und konnte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem ehemaligen Sänger in der Hardcore-Szene etablieren. 2010 brachten sie dann ihr erstes Studioalbum namens „Put your hands where I can see them“ auf den Markt. Seither spielten sie mit bekannten Bands wie A Day to Remember oder Lost Prophets auf großen Bühnen und besuchten beispielsweise das sehr erfolgreiche Download-Festival. An diesem Abend war es für die junge Band der dritte Auftritt in Hamburg und sie nutzten die Gelegenheit, um viele alte Lieder, aber auch zwei Lieder aus ihrem neuesten Album „We Created A Monster “, welches am 25.Juni 2012 veröffentlicht wird zu spielen. Yashin agierte gekonnt mit dem Publikum und heizten dem schon recht gut befüllten Stadtpark ordentlich ein.

„Standin up, I'm sideways. I'm blazin' up the path runnin on the highways of rap.“

Während einer ziemlich langen Pause warteten nun alle gespannt auf den eigentlichen Headliner des Abends: Limp Bizkit. Zu dieser Zeit war es vor der Freilichtbühne ziemlich voll geworden und auch die hinteren Sitzplätze waren gut gefüllt. Zunächst kam der Gitarrist Wes Borland mit einer - sagen wir mal obszönen - Verkleidung auf die Bühne, mit der er dann ganz nebenbei auch während des restlichen Konzertes für Unterhaltung sorgte. Als es nun endlich losging, sorgte Frontmann Fred Durst für ordentlich Stimmung.
Limp Bizkit spielten anfangs Lieder aus ihrem neuesten Album „Gold Cobra“, welches sie nach einer 6-jährigen Veröffentlichungspause im Jahr 2011 publizierten. Es erreichte sogar auf Anhieb den ersten Platz der deutschen Albumcharts. Viele Lieder, die auf der Setlist standen, stammten von ihrem wohl erfolgreichsten Album „Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water“, darunter beliebte Titel wie „Hot Dog“, „My Way“ oder „My Generation“. Die mitsingenden Fans waren sehr textsicher und feierten von Anfang an mit.
Während des ganzen Konzertes herrschte ein riesiger Mosh-Pit vor der Bühne, der sogar am Ende die Leute in den hinteren Reihen erreichte. Was die Stimmung noch mehr aufleben ließ waren alte Klassiker wie „9 Teen 90 Nine“ oder ein Fred Durst, der einen Jungen aus dem Publikum auf die Bühne ließ. Er konnte Lieder von Limp Bizkit auf der Gitarre spielen und die Band setzte sofort mit ihm ein. Ein wohl großartiges Gefühl für diesen Jungen! Zwischenzeitlich haben sich allerdings einige Leute gefragt, ob dieser Auftritt nicht doch abgesprochen war, weil einem alles ein wenig zu perfekt schien. Außerdem bat ein Mädchen mithilfe eines Plakates um eine Umarmung des Sängers. Er zögerte nicht lange und ließ auch sie auf die Bühne kommen, um von allen eine herzliche Umarmung zu erhaschen.
Limp Bizkit spielten an diesem Abend auch ihren erfolgreichen Song „Behind Blue Eyes“. Es ist wohl die bekannteste Coverversion, stammt aber eigentlich von der britischen Rockband The Who. Mitten im Lied brach Fred Durst aber ab, weil es ihm aus irgendeinem Grund zu schnulzig und ruhig war, was einige Fans sehr schade fanden, denn es lud zum Mitsingen ein und bot eine gesunde Abwechslung.

Was bleibt?

Dass der Nu Metal seit Anbeginn des Genres die Metalszene förmlich gespalten hat, lässt sich nach all den Jahren der Existenz dieser Spielart gewiss nicht vergessen. Vielen Metallern liegt diese Kombination aus Metal und Elementen des Hip Hop und Rap einfach immer noch schwer im Magen, weshalb viele Bands es trotz der immensen medialen Aufmerksamkeit nicht unbedingt leicht haben auch konservative Metalfans anzusprechen. Wer sich jedoch auf diese Crossover-Mucke einlässt und Konzerte dieser Bands besucht, der kriegt dann in der Regel auch einiges geboten!
Und so lässt sich auch in diesem Fall zusammenfassend sagen, dass es trotz aller möglichen Vorurteile und Kritik diesem Musikstil gegenüber, ein sehr gelungenes Konzert mit viel Publikumsnähe und einer geballten Ladung an Liedern zum Feiern und Mitsingen war. Alles in allem ein sehr gelungener Abend.
Der Grund für die aktuelle Tour:

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