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Helloween – 7 Sinners

Kritik von: Christian Mahncke
Album-Cover von Helloweens „7 Sinners“ (2010).
„Das deutsche Power und Speed Metal-Urgestein will's nochmal wissen!“
Interpret: Helloween
Titel: 7 Sinners
Erschienen: 2010
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Helloween, eine der erfolgreichsten Power Metal - Bands Deutschlands, haben kürzlich ihr neuestes Album veröffentlicht; eine 100%ige Eigenproduktion. Bereits der Titel, „7 Sinners“, wirft einige düster-interessante Ahnungen über den Inhalt des Albums voraus. Die Erwartungen waren groß.
Insgesamt dominiert auf der Scheibe der schnelle, fast an Speed Metal heranreichende, Rhythmus. Lediglich die Tracks „Who is Mr Madman“ und „The Smile of the Sun“ fallen eher in die gemäßigte, balladeske Rubrik. In den beiden Stücken gerät auch der Gesang etwas mehr in den Vordergrund. Während „Who is Mr Madman“ aber trotzdem noch kraftvoll und mit Energie geladen daher kommt, wirkt „The Smile of the Sun“ in erster Linie stolz und erhaben, sowie insbesondere aufgrund des Pianos etwas ruhiger und melodischer. Dies fällt im Vergleich mit den den übrigen, eher kraftvoll nach vorne treibenden Stücken, deutlich auf.
Die meisten Songs klingen relativ ähnlich, was der Scheibe an sich eine gewisse Grundmonotonität verleiht. Dennoch schafft es etwa der Einsatz eines Klaviers bei „The Smile of the Sun“, dem Album einen gewussen Grundrest an Abwechslung zu verleihen. Das Stück beginnt mit einem Piano-Solo und baut sich durch die später einsetzende Gitarre und den Gesang immer weiter auf.
Ansonsten strotzt das Album vor Kraft und Geschwindigkeit, einerseits durch das hervorragende Zusammenspiel von Schlagzeug und E-Gitarre, andererseits durch den Gesang und die individuelle Verwendung weiterer Instrumenten, wie z.B. der Orgel in dem Track „Are you Metal?“. Definitiv ein Höhepunkt des Albums. Künstlerisch wird das Album von zahlreichen Gastmusikern bereichert, so etwa durch Matthias Ulmer am Keybord oder auch gesanglich durch die Chöre.
Insgesamt erfüllt das 13. echte Studioalbum der Band die Erwartungen durchaus. Helloween zeigen sich von ihrer besten Seite und strotzen nur so vor Energie und Spielfreude; im übrigen ein Markenzeichen der Band. Die Musik wird voll und ganz ausgelebt und durch den oft langsam eingeleiteten und immer weiter zu einer pompösen Fanfare beschleunigenden Rhythmus charakterisiert. Doch so kraftvoll die meisten Lieder auch daher kommen, so ähnlich sind sie sich auch. Helloween stagnieren leider auf zugegeben hohem Niveau. Innovation sucht man auf der Platte vergebens. Fans werden kaum enttäuscht, Neulinge des Genres können beherzt zugreifen. Wirklich etwas auszusetzen gibt es an der Scheibe nicht, leider ebensowenig herauszustellen. Ein solides Album mit interessanten Ideen, souveränen Melodiebögen und insgesamt sehr ordentlicher Qualität.
 
Score:
75% Gut.

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