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Stratovarius – Unbreakable

Kritik von: Janis Dinter
Album-Cover von Stratovarius’ „Unbreakable“ (2013).
„Typische, aber gute Single-Auskopplung“
Interpret: Stratovarius
Titel: Unbreakable
Erschienen: 2013
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Wenn der italienische Geigenbauer Antonio Stradivari im 18. Jahrhundert erfahren hätte, dass zweihundertfünfzig Jahre nach seinem Tod eine finnische Power Metal Band auf den Gedanken gekommen ist, seinen Namen auf solch zweifelhafte Weise mit der Modellbezeichnung einer E-Gitarre zu verbinden und das dann als eigenen Bandnamen zu verwenden, hätte er wahrscheinlich pikiert die Nase gerümpft. Man stelle sich erst vor, wie der gute Mann dreingeblickt hätte, wenn ihm die Klänge dieser Metalgruppe namens Stratovarius zu Ohren gedrungen wären. Nicht auszumalen! Glücklicherweise bedienen die fünf Nordmänner allerdings auch nicht die Geschmäcker der damaligen Zeit, sondern bereiten Power Metal-Fans unserer Tage einen vorzüglichen Klanggenuss. Dass die Band dies hervorragend beherrscht, zeigen sie nun schon seit neunundzwanzig Jahren. Von Müdigkeit ist keine Spur, denn im Februar erscheint ihr neuester Coup in Form des Albums Nemesis.
Um die Wartezeit für die hungrige Metal-Meute erträglicher zu machen, präsentiert Stratovarius vorerst einmal eine neue EP unter dem Namen Unbreakable. Hinter dem schönen Cover, das einen nackten Engel über einer brennenden Großstadt zeigt, verbirgt sich vor allem der gleichnamige Song aus dem bald erscheinenden Album. Eingangs eröffnen gefühlvolle Klavierklänge das Stück, woraufhin die Band mit voller Power einsteigt und das Thema ebenfalls aufnimmt. Der einzig noch fehlende Part – der Gesang von Timo Kotipelto – leitet schnell über die erste Strophe in den Refrain über. Dieser ist eingängig, fast sogar ein wenig poppig, aber dennoch ist durch ihn ein klarer roter Faden zu erkennen. Unbreakable besticht von Anfang bis Ende durch klare Instrumentalsounds und den Stratovarius-typischen gefühlvollen Einsatz von Keybordklängen, die einen perfekten Kontrast zu den harten Gitarren - und Schlagzeugpassagen bildet. Nichts desto trotz besitzt das Stück einen eindeutigen „Single-Charakter“, was es unmöglich macht, jetzt schon Rückschlüsse über die Qualität des bald erscheinenden Albums zu machen.
Leider ist dies auch schon der erste und letzte Vorgeschmack auf das Album Nemesis, den uns die Gruppe hier gewährt, da die restlichen vier Stücke (Falling Star, The Game Never Ends, Freedom und Why are we Here) allesamt remasterte Versionen von Songs früherer Alben sind. Nicht nur die Tatsache, dass lediglich im letzten Song hörbare Unterschiede zwischen der Originalversion und der Neuauflage erkennbar sind, lassen sicherlich so Manchem, der sehnsüchtig auf „frisches Zeug“ gewartet hat, sauer aufstoßen. Für meine Begriffe, ist eine EP mehr als nur ein neues Stück. Fazit: Sehr guter neuer Song. Punktabzug für die „alten Kamellen“.
Score: 74% Gut
 
Score:
74% Gut.

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