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Moghul – Dead Empires

Kritik von: Michael Voit
Album-Cover von Moghuls „Dead Empires“ (2012).
„Stoner-Doom ist anscheinend wieder im Kommen ...“
Interpret: Moghul
Titel: Dead Empires
Erschienen: 2012
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Eine karge, hoffnungslose Landschaft breitet sich vor uns aus, dunkle Wolken hängen am Himmel, vertrocknete Grashalme ragen spröde aus dem Boden und in Mitten alldem steht eine Felsformation, die mehr Pilz als Stein ist. Unendlichkeit soweit das Auge reicht. Damit wäre nicht nur das Cover sondern eigentlich auch die Musik der Birminghamer Stoner-Doom-Band Moghul perfekt beschrieben, und sie reihen sich nahtlos zu Kollegen wie Monster Magnet, Nebula, Orange Goblin oder Slab. Das Album ist in zwei Tracks aufgeteilt, was nach nicht viel klingt, dennoch, wären wir noch im Zeitalter des Vinyl, würden die besagten Titel mit ihren 24 Minuten beide Seiten einer LP in Anspruch nehmen.
Und eigentlich wäre diese Musik auch perfekt für Vinyl geeignet. Mit ihrem rauen, staubigen und dreckigen Sound, liefert Moghul ein Pärchen grooviger Downtempo-Doomer ab, die den Raum, den einem Vinyl verleiht, zum Atmen gut brauchen könnte. Und siehe da, ein wenig Nachforschung zeigt, dass die Herren dieselbe Idee hatten und somit gibt's "Dead Empires" auch als normales bzw. limitiertes, grünes 80g-Vinyl. Wenn da keine Retro-Gefühle aufkommen!? Zentralpunkt all dieses Gebrodels und Gewabbers ist der Pilz, der nicht nur perfekt die Musik widerspiegelt, sondern mit Sicherheit auch die Ideologie des Quartetts unterstreicht. Versehen mit gefälligen Instrumentalpassagen, die den Großteil des Albums einnehmen, verstehen es Moghul Songs monoton und dennoch fordernd in die Länge zu zerren. Mit tiefergestimmten Gitarren und knarzig-trockene Riffs ziehen sie eine Doom-Wand nach der anderen in die Höhe und beweisen damit, dass Sludge-Metal noch zäher sein kann, als ein Kaugummi. Die beiden Stücke "Dead Empires" und "Hidden Hand" unterscheiden sich nicht großartig voneinander, dennoch ergänzen sie sich in ihrer volle Länge wunderschön und machen so Lust auf mehr. Also nochmal von vorne…
Fazit: Stoner-Doom ist anscheinend wieder im Kommen. Das wird auch Herrn Wyndorf (Monster Magnet, Anm. d. R.) freuen, und er kann sich seiner Wurzeln besinnen. Mittlerweile zeichnen ihm Moghul einen detaillierte Karte dorthin und zeigen ihm wie's gemacht wird. Mit elegisch-schönen Melodien, die kunstvoll in die Doom-Wände integriert wurden, läuten die Vier eine längst vergessen Ära wieder ein. Und alleine der Umstand, dass Moghuls Odyssey auch als Vinyl erhältlich ist, gibt 5 Extra-Punkte und würde außerdem einen Kauf jederzeit rechtfertigen.
Vinyl-Link:
http://ds.bigcartel.com/product/moghul-dead-empires-vinyl
 
Score:
86% Hervorragend!

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