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Interview: Dead Can Dance

mit Brendan Perry und Lisa Gerrard vom 19. Juni 2013 im Stadtpark, Hamburg
Manchmal passiert es auch heute noch, dass man rein zufällig auf eine Band stößt, deren Musik man auf Anhieb faszinierend findet; selbst in Zeiten der niemals enden wollenden Vernetzung mit nerviger Facebook- und YouTube-Propaganda. Erstmal ist es meistens dann der eine Song, den man jetzt stundenlang rauf und runter hört, bis man sich irgendwann langsam zu weiteren Werken der Band herantastet. Jetzt bloß nichts Falsches anhören, um das noch junge keimende Interesse nicht zu zerstören! Irgendwann erreicht man dann auch den Punkt, an den man sich mit den Menschen hinter der Musik befassen möchte. Man ließt Interviews mit ihnen, sieht Reportagen und denkt sich, was da für interessante Menschen sitzen müssten, die mit ihrem so tief in die alltägliche Gefühlswelt eintauchenden Schaffen ohne Frage auch als Menschen genau das repräsentieren, was sie ständig besingen.
Aber nein, Pustekuchen! Der Gegensatz zwischen der von den Fans auf der Bühne idealisierten Band und den wirklichen Menschen abseits des Rampenlichts könnte kaum krasser ausfallen als bei Dead Can Dance. Es ist natürlich immer schwierig, eine Person anhand einer kurzen Begegnung zu beurteilen. Doch auch beim größten Einfühlungsvermögen war das Metal Trails-Team nach dem Interview mit Brendan Perry und Lisa Gerrard ziemlich sprachlos. Ohne jetzt ein minutiöses Ereignisprotokoll abliefern zu wollen, soll an dieser Stelle nur gesagt werden: Der hier vorliegende Beitrag entstand unter den unfreundlichsten, arrogantesten und divenhaftesten Umständen, die uns jemals von Künstlerseite aus entgegen geschlagen sind. Dabei sind das plötzliche Verlassen der Gesprächsrunde mitten im Interview auf Grund der "Temperatur" und die Weigerung, sich in einem vom Veranstalter gestellten Raum auf Grund "mangelnder Privatsphäre" neben den Interviewer auf dasselbe Sofa zu setzen noch nicht mal die größten Übel. Und eines können wir verraten: Man erlebt als Journalist über die Jahre wirklich so Einiges ...
Wie kann man für eine von den Zwängen der Gesellschaft befreite Musik einstehen, wenn man, sobald das Bühnenlicht ausgeht, einen derartigen Umgang mit anderen Menschen pflegt? So etwas ist bei Künstlern, die behaupten, mit ihrem Schaffen gegen eine rassistische und von stärkeren Mächten dominierte Welt einstehen zu wollen und dabei unzählige Menschen nicht nur innerlich bewegen, ein Fehler fundamentalis. So viel zum Thema Authentizität.
Trotz aller Umstände, wünschen wir euch Spaß beim Ansehen des Beitrags!
Moderation: Alexander Kipke; Kamera: Arne Luaith

Kommentare von Besuchern

17. Februar 2014, 1:49
Sue sagt:
Es sollte jeder auf sein eigenes Auftreten und seine Reputation achten. DCD müssen selbst wissen, wie sie sich geben und wie sie ankommen wollen. Und das solltet ihr auch. Professionell ist dieser Beitrag und der auf Facebook nun wirklich nicht. Man hätte einen neutralen Beitrag verfassen können und sich dieses Geläster sparen. Das ist sehr peinlich anzusehen.
Antwort von Arne Luaith:
Ich kann dir versichern: Wir präsentieren uns ganz genau so, wie wir uns präsentieren wollen. Nämlich nicht als trauriges Anhängsel der PR-Maschinerie irgendeines Künstlers. Wer sich vor der Kamera assig gibt, erntet einen entsprechenden Kommentar! Seriöse Berichterstattung heißt auch, zu sagen, was passiert ist; nicht, was wir gerne gehabt hätten. Ansonsten würden einige Leute wie du uns vielleicht als „professioneller“ empfinden … dafür wäre jede Glaubwürdigkeit dahin.
8. Januar 2014, 18:35
Marcus 39 sagt:
"The Carnival is over"? Dead Can Dance sind doch keine Underground Trashmetal Band die sich noch vorstellen muss. Brendan Perry dachte wohl an versteckte Kamera. Der Anspruch seitens Dead Can Dance ist leider etwas höher. Nichts gegen euch aber Respekt muss mann sich erst erarbeiten. Fragt doch mal das Zillo Mag die kennen DCD seit 30 Jahren. Schuster bleib bei deinen Leisten! Aber das Internet macht ja alles kaputt. Früher war ein Interview mit DCD ein Feiertag für jeden Fan, denn der Journalist stellte gute Fragen und musste sich nicht verteidigen. "Was ist eigentlich im Hintergrund passiert"?
Antwort von Arne Luaith:
Wohl wahr, Respekt muss man sich erarbeiten! DCD haben es an diesem Tag nicht getan. Der beste Interviewer der Welt kann den Tag nicht retten, wenn die Künstler einfach nicht wollen. Wie sich Fans über die Selbstvorstellung aufregen, ist da schon fast wieder lustig. Es ist gängige Praxis, seit jeher Tradition in unserem Magazin und hat von Newcomer bis Weltstar in Jahren noch keine Menschenseele gestört. So oder so spricht es also nicht für die Zwei. Zum Hintergrund seien keine Details genannt, das gebietet die Professionalität. Doch sie waren bereits mehr als unverschämt, bevor wir sie auch nur begrüßt hatten. Selbst der Tourmanager war peinlich-berührt.
8. Oktober 2013, 15:56
Matthias sagt:
Naja, Ich würde sagen auch völlig falscher Einstieg in ein Interview oder fragt ihr den Sänger der Rolling Stones auch als erstes er möge sich mal vorstellen. Hallo? Jeder der sich das Interview mit Dead Can Dance reinzieht weiß wer Lisa und Brendan sind. Des Weiteren kann man ein Interview auch seitens des Interviewers abbrechen wenn man merkt es wird nichts. Es ist nicht jeder Tag Sonnenschein!
Antwort von Arne Luaith:
Es ist als Journalisten absolut nicht unsere Aufgabe, blasierte Künstleregos auf Wolke 7 zu küssen. Und warum sollten wir ein Interview abbrechen? Es ist ebenfalls nicht unsere Aufgabe, unmögliches Verhalten durch Nichtveröffentlichung unter den Tisch zu kehren. Ich finde es immer herrlich, wenn Leute die Schuld an unverschämtem Verhalten pauschal auf die Moderation abwälzen, ohne selbst dabei gewesen zu sein und über 90 % der Dinge nicht Bescheid wissen, die im Hintergrund passiert sind. Und zwar bereits bevor wir auch nur ein einziges Wort mit den beiden gewechselt hatten.
31. Juli 2013, 13:59
Dennis sagt:
Naja, also ich kenne die Band schon seit Jahren und habe Brendan auch schob persönlich getroffen. Solche Begegnungen sind dabei wirklich die Ausnahme. Warum er so drauf war, darüber kann spekuliert werden...allerdings sollte der Rahmen für solche Treffen schon angemessen sein.
Antwort von Arne Luaith:
Man gewöhnt sich als Journalist an so Einiges! Und wir sind die Letzten, die kein Verständnis für gestresste Künstler on Tour haben. Aber was sich an dem Tag abgespielt hat, war von der ersten bis zur letzten Minute ein einziges Trauerspiel. Leider! Zumal der Artikel noch äußerst neutral gefasst ist und die wirklich krönenden Dinge gar nicht erst erwähnt …

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