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Interview: Rage / Lingua Mortis Orchestra

mit Peter Wagner und Victor Smolski vom 3. August 2013 beim Wacken Open Air, in Wacken
Dass die Jungs von Rage sich wieder auf orchestrale Pfade begeben ist nichts sonderlich Neues, doch dass sie dafür ein Rage-Side Project unter dem schon geschichtsträchtigen Namen "Lingua Mortis Orchestra" gegründet haben, das dürfte bei vielen Fans gewisse Fragen aufgeworfen haben. Werden beide Projekte parallel gefahren, oder ist Rage jetzt mehr oder weniger Geschichte? Weshalb wurde nun ein Zweitprojekt gegründet, wenn auch vorher schon orchestrale Stücke regulär unter dem ursprünglichen Bandnamen produziert wurden? Und was hat es mit den neuen Sängerinnen auf sich, die das Trio zu einem Quintett ergänzt haben?
Interessant ist auch die Thematik, welche mit dem Album inhaltlich aufgegriffen wird. Es handelt von dem, was das menschliche Leben schon seit Anbeginn der Zeit bewegt: Rache, Machtgier, Verrat, Verleumdung und Tod. Und das alles vor der finster düsteren Mittelalter-Kulisse des schönen Örtchens Gelnhausen, welches im 16. Jahrhundert munter an der Hexenverfolgung partizipierte. Und nun, so Sänger und Bassist Peavy, will man der unschuldig verfolgten und hingerichteten Protagonisten der Scheibe vier Jahrhunderte später eine Stimme verleihen. Damit wird Lingua Mortis - also die Sprache der Toten - mehr als nur eine Anspielung auf das Album, mit dem die ganzen Klassikgeschichten damals begonnen haben.
Bisher waren die Reaktionen auf die Idee ziemlich gespalten. Das überwiegende Feedback war zwar überwiegend positiv ausgefallen, doch Klassik-Metal-Projekte gab es ja bisher schon zu Hauf. Man schaue nur auf Blind Guardian - die gerade auch an einer epochalen Platte basteln - Metallica, die Scorpions und Konsorten, die harte Musik mit klassischen Klängen paarten. Und durch das 96er Album Lingua Mortis, haben sich Rage schon einen ziemlich starken Reflektionspunkt gesetzt, mit dem die Truppe ständig verglichen wird. Es bleibt jedenfalls spannend, wohin die Reise für das Quintett noch gehen wird.
Viel Spaß beim Gucken!
Moderation: Alexander Kipke; Kamera: Arne Luaith

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