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Interview: U.D.O.

mit Udo Dirkschneider vom 24. Oktober 2013 in der Markthalle, Hamburg
Heutzutage stellen sich viele Musikhörer und -fans die Frage nach Authentizität oder nach authentischen Werten in der Musik. Das wird ja schon direkt bei der Abgrenzung zwischen Heavy Metal, Hard Rock und Konsorten zur Pop-Musik sehr deutlich. Die Pop-Mucke sei unbeständig, unter-werfe sich schnelllebigen Trends und produziere eigentlich nur stilistisch billiges Gedudel zur Befriedigung des Fast-Food-Hörerlebnisses.
Inwiefern das wirklich alles der Wahrheit entspricht sei hier außen vor gelassen - im Grunde ist ja sowieso klar, dass auf beiden Seiten Ausnahmen gibt - doch macht das die Heavy Metal-Musik automatisch authentisch, weil der Gegenpol nicht authentisch zu sein scheint? Definitiv nicht! Erst mal sei zu erwähnen, dass die Grenzen fließend sind. Deshalb gibt es ja solche Spielrichtungen, wie den Pop-Rock, oder auch Grunge und NuMetal.
Dem entgegen steht der wie eine Dampfwalze vor sich hinrollende True Metal. Epische Klänge, Rückbesinnung auf musikalische Künste vergangener Dekaden und eine kompromisslose Haltung gegenüber allen anderen Genres. Auch als Musik-Faschismus bekannt. Seien wir mal ehrlich, es ist wie überall im Leben: Am Ende trifft man sich irgendwo in der Mitte. Natürlich ist die Popmusik ein kurzlebiges Geschäft, aber auch da gibt es vereinzelt Künstler, die sowohl stilistisch, als auch inhaltlich der harten Musik in nichts nachstehen. Auf der anderen Seite gibt es bei den Fans der härteren Gangart auch viele "falsche Propheten", die wie zum Beispiel im Falle von Manowar - dem Flaggschiff der True Metal-Bewegung - bei näherer Betrachtung gar nicht so true sind, wie sie vorgeben.
Back to topic: Was macht Musik denn nun authentisch, wenn das nicht pauschal am Genre fest machen kann? In unserem Gespräch mit Udo Dirkschneider, einer der deutschen Heavy Metal und Hard Rock-Legenden, kam ein Denkansatz zum Vorschein, welcher der gesuchten Antwort wohl am nächsten kommt! Es ist die Produktion eines Albums, die darüber entscheidet, ob die Musik authentisch ist oder nicht. Wenn gewisse Piraten-Rocker oder Metal-Krieger Drums oder Bass von einem Computer einspielen lassen, dann kann sich jeder seinen Teil dazu denken. Beim aktuellen Album "Steelhammer", haben die Jungs von U.D.O. den Computer zwar nicht auf die Halde geworfen, ihn aber lieber ausgeschaltet gelassen und auf musikalische Instinkte zurückgegriffen. Ein großer Teil der Gesänge sind zum Beispiel die Demo-Gesänge, die so beim ersten Einsingen entstanden sind. Dadurch soll die Produktion nicht so steril wirken, wie es die vielen technischen Möglichkeiten zwangsläufig erzwingen.
Außerdem gibt uns Udo einen Einblick in die ehemalige Offenheit der schwarzen Szene, seine Teilnahme am Magnum Opum Rockestra, das noch frische neue Line-Up und in die Probleme, die sich ergeben, wenn im tiefsten Sibirien die Technik nicht mitspielen will.
Viel Spaß beim Gucken!
Moderation: Arne Luaith; Fotografie: Arne Luaith; Kamera: Arne Luaith

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