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Interview: Torfrock

vom 2. August 2012 beim Wacken Open Air, in Wacken
Was macht eine wahre Musiklegende aus? Sind es die extremen Hochs und Tiefs, die man während seiner polarisierenden Karriere durchlebt hat? Ist es das Ausloten der künstlerischen und direkt damit verbundenen gesellschaftlichen Grenzen? Oder sind es irgendwelche Starallüren und dieses so häufig bei Vertretern gewisser anderer Genres anzutreffende Divengehabe, dass darüber entscheidet, ob man zwischen all den anderen guten Musikern in den Künstler-Olymp aufgenommen wird? Viele würden sicher sagen, dass eine gewisse Priese von allem, dazugehört. Und natürlich dieser permanente Versuch der Abschottung von Fans und Presse, welcher für unzählige Gerüchte sorgt und einen auch ohne neuen künstlerischen Output zu einem Dauergast der gelben Presse macht.
Dem kann man bis auf den Aspekt der Starallüren und der Abschottung wohl im Großen und Ganzen so zustimmen. Ein gutes Beispiel dafür, dass es ohne Divengehabe und ausgeklügeltes Versteckspiel geht, sind die Genre-Veteranen von Torfrock. Seit 1977 sind sie unter diesem Namen - und schon viel früher musikalisch - tätig gewesen, dann in den Neunzigern im Zuge des ersten Werner-Films mit ihrer Mucke an der Spitze der deutschen Charts gelandet. Dazwischen war es mit dem Erreichen der Hochphase der NDW zum Stillstand mit Torfrock gekommen und die einzelnen Bandmitglieder tüftelten an diversen anderen Bandprojekten herum. Erst Ende der Achtziger Jahre fanden sich die Musiker wieder unter dem Namen Torfrock zusammen.
Man kann somit wohl mit größter Sicherheit behaupten, dass die Band ihre Höhen und Tiefen im Musikgeschäft durchlebt hat. Und trotzdem findet man bei ihnen keine Spur von diesen oben beschriebenen negativen Eigenschaften. Vielmehr zeichneten sich Torfrock schon von der ersten Stunde an durch einen sehr direkten Fankontakt und eine sehr erfreuliche Bodenständigkeit aus. Und genau diese Mischung aus Erfolg, zeitweiligen Niederlagen und der Nähe zu den Musikfans ist die andere Möglichkeit eine echte Legende zu werden.
Zwar ist bei Torfrock der Output an neuem Material in den letzten Jahren geringer geworden (der letzte Long Player erschien 2001 unter dem Namen „Einigkeit und Blech und Freizeit“), doch blieb die Truppe trotzdem immer ein sehenswertes Live-Erlebnis, das man sich zumindest im Zuge der alljährlichen Bagalutenwiehnacht reinziehen sollte.
Das bereits im letzten Jahr angekündigte neue Album steht nun im Jahre des 35. Bandjubiläums kurz vor seiner Vollendung. Dabei ist es eine kunterbunte Mischung diverser Live-Geschichten und neuer Songs entstanden, die es so in der bisherigen Geschichte von Torfrock noch nicht gegeben hat.
Weitere spannende Themen findet ihr im unten stehenden Interview!
Viel Spaß beim Gucken!
Moderation: Alexander Kipke; Kamera: Arne Luaith

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