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Interview: Dead by April

mit Marcus Wesslén, Alexander Svenningson und Pontus Hjelm vom 24. Mai 2012 in der Großen Freiheit, Hamburg
Boygroups gibt es nicht erst, seitdem Anfang der 90er Jahre in einem dunklen Hinterzimmer Take That zusammengepinselt wurden. Dennoch scheint es ein Phänomen zu sein, das auch heute noch die breiten Massen polarisiert wie kein Zweites. Die Einen halten es für ein deutlich überstrapaziertes No-Go mit unübertroffenem Nerv-Faktor, die anderen lieben das meist butterweiche Kompilat verschiedenster Charaktere, die für jeden Fan des vornehmlich anderen Geschlechts etwas zu bieten hat. Aber passt ein derart auf „Masse“ und das Erfüllen von Klischées ausgelegtes Konzept in die metallische Musikwelt, die ja nicht selten für sich beansprucht, gerade nicht auf Mainstream-Wellen dem Einheitsbrei-Horizont entgegen zu Surfen? Wir waren gespannt, als wir uns mit Dead By April – den designierten „Backstreet Boys des Metals“ – zum Interview trafen.
Leider ging dann auch schon von Anfang an so ziemlich alles schief, was der enthusiastische Musikjournalist so auf seinem „Bitte nicht“-Zettel stehen haben könnte. Das Interview verzögerte sich, die Große Freiheit hatte mal wieder an sämtlichen der gefühlt 200 Steckdosen den Saft abgedreht … und als dann nach knapp einer Stunde doch endlich alles soweit aufgebaut war, wurden die Sänger Jimmie Strimell und Zandro Santiago – mit denen wir eigentlich das Interview hätten führen sollen – von der Managerin kurzerhand für fahnenflüchtig erklärt. Vermutlich weiß bis heute niemand, in welche Ecken des Hamburger Kiez‘ es sie verschlagen hatte. So kam es, dass wir das Interview mit dem Rest der Band führten. Die Jungs waren zwar allesamt ausgesprochen lustig drauf – die englische Sprache war dann aber leider doch eine gewisse Hürde. Zudem sind scheinbar in erster Linie die beiden Frontmänner für das Abfertigen der neugierigen Presse zuständig, denn die Jungs gaben sich sichtlich verlegen und kamerascheu. Eine sehr sympathische Attitüde, die man unter manchen Schwergewichten der Szene durchaus vermissen kann. Leider trug es nicht unbedingt zum Informationsfluss bei. Dass dabei auch noch konsequent am Mikrofon vorbei gesprochen wurde, so dass wir uns am Ende entschieden, den nicht ganz optimalen Kamera-Sound für den finalen Cut zu verwenden, macht es auch nicht besser. Ja, so sieht es aus – das Muster-Interview, von dem jeder Journalist so träumt.
Aber was soll’s! Allen technischen, organisatorischen und kulturellen Hürden zum Trotz präsentieren wir euch Stolz unser Interview mit Pontus, Marcus und Alexander. In nicht ganz von uns gewohnter Qualität aber dafür menschlich authentischer denn je berichten die Jungs von ihrem „Boygroup“-Prinzip und ihrer Zielgruppe, der stilistischen Einsortierung ihrer etwas anderen Musik, ihrer Perzeption von Fan- und Pressekritik und wie dieses ganze Musikerleben überhaupt so an ihnen vorbei geht.
Viel Spaß beim Schauen!
Moderation: Arne Luaith; Fotografie: Arne Luaith; Kamera: Alexander Kipke, Lars Petruck
Wer sich die Musik der Band einmal näher anschauen möchte,
kann im Folgenden in ihr aktuelles Album „Incomparable“ (2011) reinhören:

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