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Interview: Sabaton

mit Joakim Brodén und Chris Rörland vom 13. Oktober 2012 in der Großen Freiheit 36, Hamburg
Mit neuem Line-Up und frischem Album „Carolus Rex“ ziehen die kriegerischen Power Metaler von Sabaton derzeit wieder mit Plattenharnisch und reichlich brachialer Schallgewalt durch die Lande, um ihre momentan geradezu explodierende Fanbase auch live auf der Bühne von ihren künstlerischen Qualitäten zu überzeugen. Für ganze zwei Konzerte zieht und zog es die Schweden Ende 2012 mit Eluveitie als Support im Gepäck nach Hamburg. Dabei nutzten wir das erste der zwei hanseatische Events im Zuge der „Swedish Empire Tour“ natürlich, um uns mit Vokalist Joakim und Gitarrist Chris auf ein nicht ganz so kleines Interview zu treffen.
Wie läuft die Tour momentan und wie reagieren die Fans sowohl auf die neuen Songs als auch das drastisch gewandelte Line-Up der Band? Welche Unterschiede sieht Joakim dabei in den Crowds der einzelnen Länder – wo kommen welche Tracks besonders gut an und welche vielleicht nicht so gut? Wie schafft die Band es, bei ihren thematisch im Groben auf „Krieg“ und „historische Persönlichkeiten“ beschränkten Repertoire immer wieder frische Ideen zu haben und sich nicht zu sehr zu wiederholen? Welche Rolle spielt dabei das „eingeschränkte Vokabular“, welches Joakim als wesentlichste Hürde beschreibt, welche es zu überwinden gilt, wenn man abwechslungsreiche Texte verfassen möchte? Welchen Anspruch stellen die Schweden dabei an die historische Korrektheit ihrer Lyrics? Wie prüfen sie, ob ihre finalen kreativen Ergüsse den Tests der Historiker dieser Welt stand hält? Und gab es womöglich schon einmal den Fall, dass da irgendwo ein Universitätsprofessor aus dem Nichts kam und meinte, die Texte eines Songs würden an der Realität völlig vorbei gehen?
Welche Besonderheiten brachte der Umstand mit sich, dass das Album diesmal nahezu vollständig sowohl auf Englisch als auch auf Schwedisch veröffentlicht wurde? Wie genau kann man einen Track eigentlich von einer Sprache in eine andere „übersetzen“? Oder bleibt es dann doch eher bei verschiedenen „Versionen“ ein- und desselben Tracks, die gar nicht so sehr identisch sein können, wie sie es gerne wären?
Allgemein – wie erklären sich Sabaton den immensen Erfolg, den sie mit ihrer Musik innerhalb sehr kurzer Zeit einfahren konnten? Insbesondere, da die meisten Menschen wohl eher auf emotionale Themen reagieren, mit denen sie sich identifizieren können, was bei den teils recht archaischen Texten der Band wohl eher schwierig sein dürfte – welcher Zuhörer kann schon eine besondere persönliche Bindung etwa zum 30jährigen Krieg aufbauen? Und wie finden die sympathischen Jungs es eigentlich, dass ihre Musik streckenweise sogar schon im Geschichtsunterricht mancher Schulen Verwendung fand? Wo sehen sie überhaupt die Position der heutigen Musik – reinigender Gegenpol zum immer tristeren Alltag, oder doch eher bloße Unterhaltungsmaschinerie? Wie wichtig ist dabei die technische Kunstfertigkeit einer Band und der blanke Fakt, ob sich Menschen an der Musik erfreuen können oder nicht? Falls dies der Fall ist – welchen Sinn hat dann etwa die nie aussterbende True-Metal-Debatte?
Natürlich blieb auch der dramatische Besetzungswechsel innerhalb der Band noch etwas näher thematisiert. In wieweit ist ein integres Personengefüge innerhalb der Gruppe wichtig, damit sie als Großes Ganzes von den Fans erkannt wird? Wieviel „Sabaton“ befindet sich noch in der Formation, nachdem immerhin vier Sechstel der einstigen Stammspieler sich zu neuen Ufern aufgemacht haben? So etwa auch Daniel Mÿhr, mit dem wir uns erst letztes Jahr noch zum Sabaton-Interview getroffen hatten. Und wie fühlen sich „die Neuen“ dabei, mit einem Album auf Tournée zu sein, auf dessen Entstehungsprozess sie keinen Einfluss hatten. Fühlt man sich da womöglich gar, als würde man einfach nur die Notenblätter andere Leute herunterspielen?
Zu guter Letzt geben und Joakim und Chris noch den obligaten Ausblick auf die Zukunft. Doch nicht nur das!
Seht und hört den Rest einfach selbst in unserem Video!
Viel Spaß dabei!
Moderation: Arne Luaith; Fotografie: Arne Luaith; Kamera: Lars Petruck, Alexander Kipke
Wer in das aktuelle Album „Carolus Rex“ von 2012
reinhören möchte, kann dies hier tun:
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