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Incursed – Fimbulwinter

Kritik von: Adrian Erben
Album-Cover von Incurseds „Fimbulwinter“ (2013).
„Für alle Fans von Viking Metal und Power Metal ist diese Platte definitiv ein guter Tipp.“
Interpret: Incursed
Titel: Fimbulwinter
Erschienen: 2013
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Incursed sind wahrlich eine spezielle spanische Band, denn sie spielen feinsten Viking Metal. Nach Morituri ist Fimbulwinter nunmehr ihr zweiter Longplayer. Bereits bei Betrachtung des Albumcovers wird klar, dass die Gruppe ihre Musik geradezu lebt, denn sämtliche Schriftzüge sind in alten Runen geschrieben. Das macht es schon mal schwierig die Songnamen zu entziffern. Die Originalität bringt den Hörer dabei in Stimmung. Ob die Musik das halten kann, was sie auf den ersten Blick verspricht? Wir sind gespannt!
Fimbulwinter wird durch ein Instrumental namens Endless, Restless, Relentless eröffnet. Das Zusammenspiel aus Flöten, Piano und Streichern wirkt sehr traditionell nordisch und macht Lust auf mehr. Weiter geht es mit Svolder's Battle, einem typischen Viking Metal Song. Er verknüpft Anleihen traditioneller skandinavischer Musik mit Metal. Die Vocals bewegen sich zwischen tiefem Geknurre und cleanem Gesang. Der Schlagzeuger ist eine absolute Bank, und findet immer den passenden Backbeat. Besonders gut fügt sich der Synthesizer in den Sound ein. Gegen Ende dieses stimmigen, aber vielleicht etwas zu lang geratenen Songs gibt es noch einen kleinen Tonartwechsel. Der nächste Titel hört auf den Namen Ginnungagap und beginnt mit einem Intro aus Gitarren und Schlagzeug. Der Hintergrund ist bisweilen etwas choral gehalten, der Synthesizer kommt hingegen etwas weniger zum Tragen. Insgesamt leider ein kleiner Abfall im Vergleich zum vorherigen Track. Ganz anders verhält es sich mit Jörmungandr, welcher mit einem netten Bass Intro und einem schönen Main Riff punkten kann. Der ganze Song wird durch die pumpenden Drums vorangetrieben, allerdings lässt das Tempo zum Ende hin etwas nach. Die Vocals sind sehr aggressiv gehalten. Interessant sind die beiden Synthesizer Soli, die sich hier eingefunden haben. Wunderbar ist auch der kleine Akustikpart am Ende.
Nun kommt mit Feistyblood ein kleines Instrumental zwischendurch, dass besonders auf das Akkordeon zugeschnitten ist, doch auch das Schlagzeug ist gewohnt gut. Homeland ist einer der beiden Höhepunkte auf dem Silberling: Eingeleitet wird der Track durch ein schönes Akkustikgitarrenintro. Das Main-Riff ist sehr episch gehalten. Das Tempo wechselt zwischen dem sehr harten Verse, welcher im wesentlichen aus Double-Bass-Spuren und Powerchords besteht, und dem seichten Chorus, welcher sich hingegen aus Clean Gesang, melodischen Gitarrenriffs und einem Akkordeon zusammen setzt. Das Solo ist sehr einfach gehalten, aber schön geworden. Im letzten Drittel kommt wiederum ein kleinerer Akustikpart mit Sprechgesang, bevor noch einmal alle Instrumente vereint mit aller Gewalt hereinbrechen. Auch Nordwaldtaler beginnt mit einem akkustischen Intro, bevor es zu einem Zusammenspiel aus melodischen Riffs und einem Midtempo-Doublebasspart kommt. Der Synthesizer glänzt mit einer virtuosen Solospur, bevor es wieder zu einem Akustikpart in der Mitte kommt. Der Gitarrensound erinnert phasenweise an einen Westernfilm, die Vocals sind gewohnt wild. Beschlossen wird das ganze durch ein melodisches Solo und einen Doublebass-Spur im Midtempo Bereich. Northern Winds fängt mit Windgeräuschen an, die Streicher starten zu einem zweistimmigen Intro. Der Song bewegt sich insgesamt im Mid-Tempo Bereich, auch wenn die Geschwindigkeit gegen Ende anzieht. Drums und Gitarren arbeiten gut zusammen, sogar Blast-Beats fügen sich hier ideal ein. Zudem gibt es wieder ein kleines Synthesizer Solo.
Nun kommen wir mit dem Instrumental Finish Polkka zum zweiten Höhepunkt der Scheibe: Von Beginn an herrscht hier pure Action, Schlagzeug und Gitarren sorgen für ordentlich Dampf, im Hintergrund hört man das Akkordeon. Der einzige Kritikpunkt wäre das stark ausgereizte Wah-Pedal. Ein absolut hörenswerter Track! Guardians of Time kann das Niveau leider nicht ganz halten: Alle Instrumente sind hier wirklich virtuos gespielt, aber die Stimmung will nicht so recht überspringen. Der Closer heißt Erik the Deaf und ist im wesentlichen ein langer Akustiktrack mit Sprechgesang, der das Viking Feeling wirklich gut rüberbringt, grade der Teil, an dem die Backgroundvocals chaotisch klingen. Zu guter Letzt gibt es noch einen Hiddentrack, der in 8-Bit gehalten ist. Das klingt wirklich sehr unique und wunderbar!
Die Produktion ist klar und sauber und es macht absolut Spaß, das Album zu hören. Das Artwork ist wirklich gut gemacht. Das einzige Manko ist, dass man die Titelnamen nur schwer lesen kann. Die Songs sind alle im Bereich zwischen gut und sehr gut angesiedelt, es gibt keinen großartigen Schwächepunkt.
Fazit: Für alle Fans von Viking Metal und Power Metal ist diese Platte definitiv ein guter Tipp. Von uns gibt es für dieses gelungene Opus 81 von 100 Punkten.
 
Score:
81% Hervorragend!

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