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Interview: Adolar

mit Jan Krieshammer vom 27. Juni 2012
Jan Krieshammer, Gitarrist der deutschen Post-Hardcore-Truppe Adolar, erzählt uns in diesem Interview unter anderem über die Produktion des im nächsten Jahr erscheinenden dritten Albums der Band, welches als Nachfolger von „Zu Den Takten Des Programms“ beerben wird. Im Zuge dessen darf natürlich ein beleuchtender Blick auf die vorhergehenden Platten mit ihren Besonderheiten und Schwächen natürlich nicht fehlen! Vor allem bei so jungen Bands entscheidet sich während der ersten Veröffentlichungen, wo eigentlich der verlässliche "harte Kern" der Fanbase ist und welcher stilistische rote Faden in Zukunft den Ton angeben wird. Nicht selten wechselte sogar das Zielpublikum der Musiker bei den Übergängen zwischen den ersten Scheiben, was nicht selten die Frage danach aufwarf, ob man sich stilistisch zukünftig eher den großen und untreuen Massen oder doch lieber einem kleinen aber dafür umso treueren Publikum hingeben will.
Außerdem philosophiert Jan mit uns über die aktuellen Entwicklungen in der Musik, die durch die unzähligen sowie sich rasant verändernden Technologien völlig neue Grenzen auslotet und sich gleichzeitig einem rapiden und in dieser Form wohl noch nie dagewesenen Wandel unterzieht. Dabei stellt sich vielen Menschen die Frage, ob mit all den Homerecordingstudios und den unzähligen Laienmusikern da draußen nicht auch das allgemeine Niveau der Musik sinkt? Oder gibt es da doch noch irgendwelche Kontrollinstanzen, die völlige technische Dekadenz in der Musik aufhalten oder zumindest verlangsamen können?
Wie man als junge Band oder auch als einzelner Musiker in dieser Szenerie zurecht kommen kann und wo heutzutage all die weiteren Tücken und Vorteile liegen, all das könnt ihr im Interview weiter unten lesen!
Zuletzt berichtet uns Jan noch von den ersten Festivalauftritten mit Adolar, von bis zur Aggression betrunkenen Fans die ein wenig zu sehr übers Ziel hinaus schossen, und von allseits gefürchteten Stromausfällen während der eigenen Auftritte. Auch wird in Form einer Split-EP die gemeinsame Veröffentlichung mit den aus Hannover stammenden Bandkollegen von The Hirsch Effekt für die nähere Zukunft angekündigt.
Viel Spaß beim Lesen!

Das Interview:

Alex: Hallo Jan! Erstmal vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Wie geht's dir so? Wie läuft's denn mit Adolar gerade?
Jan: Ganz gut, habe gerade den Kaffee über mein T-Shirt und alles gegossen ... [lacht] Wir sind gerade am Songschreiben und -aufnehmen für das dritte Album.
Alex: Gibt's schon einen angepeilten Veröffentlichungstermin für die neue Scheibe?
Jan: Ne, noch nicht so richtig. Wir waren jetzt in Berlin im Studio und wollten eigentlich nur eine Vorproduktion machen und haben es dann doch auf einem Zweispurtonband aufgenommen. Halt direkt live eingespielt. Eigentlich hatten wir den Schritt nur als Vorproduktion geplant, haben dann aber gemerkt, dass wir die Songs auch so schon als Albumsongs nehmen können. Also war mittendrin schon so eine Session fertig.
Alex: Die Veröffentlichung eures zweiten Albums ist ja auch noch nicht so lange her. Wie waren denn rückblickend die überwiegenden Reaktionen der Fans und der Presse?
Jan: Positiv, eigentlich durchweg. Also ... es gab so'n paar Leute, die meinten, dass das erste Album ja viel besser sei als das Zweite. Aber so etwas hört man ja eigentlich immer ... an sich fanden das alle Leute gut. Ich glaube, ich habe bisher keine negative Pressereaktion gelesen. Es hat auch niemand zu mir persönlich gesagt, dass er das Album richtig scheiße fände.
Alex: Gab es denn irgendeine besondere stilistische Entwicklung von der ersten bis zum Anfang der dritten Platte oder hat vielleicht so etwas wie ein roter Faden entwickelt?
Jan: Naja, das erste Album war ja relativ schnell entstanden. Wir haben glaube ich acht Songs von den zehn, die drauf sind, innerhalb von drei Wochen geschrieben und geprobt. Das hört man auch, finde ich. Die Songs sind in sich in Teilen etwas sprunghaft. Also hier mal laut-leise, weißt was ich meine? Beim zweiten Album haben wir darauf geachtet, so etwas zu vermeiden, damit die Songs dann in sich durchgängiger sind. Man merkt es halt, wenn man sie live spielt, dann denkt man sich: "Wo, jetzt kommt die fette Stelle!", oder jetzt kommt die und die Stelle, aber die kommt dann für eine halbe Sekunde und dann ist sie wieder vorbei. Es macht dann halt mehr Spaß, wenn man das ein bisschen auskostet. Auf dem nächsten Album soll das alles durchgängiger werden, ohne dass es dann irgendwie insgesamt langweiliger wird.
Alex: Wo habt ihr denn eure Songwriting-Kenntnisse erworben? Habt ihr das an der Schule, Universität oder sonst wo beigebracht bekommen oder im Selbststudium erlernt?
Jan: Das haben wir uns eigentlich alles selbst beigebracht. Wir machen ja alle zusammen schon sehr lange Musik. Zwar gibt es die Band erst seit 2008, aber an sich kennen wir uns schon seit zehn Jahren oder so und haben auch schon in anderen Gruppen gespielt. Das bringt man sich über die Zeit dann irgendwie so bei. Ein bisschen nach dem Motto: Try and error. Wenn man's dann aufgenommen hat, hört man ja oft, ob das so funktioniert oder nicht. Und diese verbreiteten Pop- oder Songstrukturen kennt man ja eh. Dann versucht man genau das halt zu brechen, je nachdem, oder auch nicht.
Alex: Würdest du denn sagen, dass man um richiger professioneller Musiker zu sein irgendwo einen Abschluss gemacht haben muss, so wie ihn zum Beispiel auch ein Doktor oder Klempner machen muss?
Jan: Weiß ich nicht ... wie gesagt, ich habe keinen Abschluss. Ich studiere nicht und bis auf unseren Gitarristen Michael, der macht gerade seinen Master in Musikwissenschaften, hat auch keiner von uns Musik studiert. Ich denke, dass wenn man viel und lange übt, dann macht das auch einiges wett, wenn man sich in einer Art Selbststudium damit beschäftigt. Ein paar Grundlagen kennt man ja auf jeden Fall und bringt man sich auch selber bei, wenn man sich für Musik interessiert. Es ist der Sache nicht abträglich, wenn man so was macht, dass man einen Abschluss in so was hat, aber ich denke das muss nicht unbedingt sein. Viele berühmte Bands und Musiker haben nicht studiert, also je nachdem in welchem Genre sie sind. Ist bei Metalbands aber oft andersherum. Wir sind ja mit Jupiter Jones bei einer Bookingagentur und die waren bei so einer Veranstaltung, wo irgendwelche Pop-Bands mit Orchester zusammen spielen und da hat uns der Booker, nachdem er bei den Proben war, erzählt, dass man merkt dass eine normale Rock oder Pop-Band im Vergleich zu den Orchestermusikern aus Laienmusikern besteht. Am Ende ist es halt Laienmusik, aber ich denke dass je nachdem wie man sich damit beschäftigt, dass man auch an irgendwelche Leute heran kommt, die das vielleicht studiert haben.
Alex: Kommt bei einem Laienmusiker die Musik vielleicht eher aus dem Künstler heraus, als im Gegensatz zu einem gelernten Musiker, der versucht sein Werk in erlernte Schemata zu pressen?
Jan: Ja, ich weiß jetzt nicht, ob das wirklich davon abhängig ist, ob man das gelernt hat oder nicht. Ich denke, dass wenn man Musik studiert hat, man theoretisch mehr weiß und selbstverständlich mehr Dinge weiß, je nachdem wie sehr man sich dafür begeistert, um dann auch wieder aus diesen Schemata auszubrechen. Unser Produzent, der ist studierter Tonmeister. Das ist total krass und trotzdem hat er übelst die guten Ideen, soundlich und auch technisch oder so was. Deshalb glaube ich nicht, dass man das einfach über einen Kamm scheren darf. Genauso wenig können auch Laienmusiker, wenn sie nur zum Thema ein Buch gelesen haben und sich dann daran halten, ohne sich selben Gedanken darüber zu machen, weiter kommen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Man kann von beiden Seiten kreativ arbeiten und sich neue Sachen ausdenken. Wobei es natürlich für einige Sachen nicht schädlich ist, durch ein Studium zu wissen wie sie funktionieren.
Alex: Dann lass uns doch nochmal über die anstehende Platte sprechen! Sind die neuen Songs, die da jetzt raufkommen sollen teilweise Überbleibsel oder Ideen vom Vorgängeralbum?
Jan: Ne, ich meine da sind keine Überbleibsel bei. Wir machen das immer so, dass wenn wir ein Album schreiben, dann bleibt da eigentlich auch nichts über. Also es ist nicht so, dass wir irgendwelche Ideen oder Songs aufbewahren und dann sagen: "Machen wir später", oder so was. Wir produzieren auch nicht auf Halde. Es ist dann halt so, dass wenn wir sagen wir wollen auf dem Album zehn oder zwölf Songs, dann schreiben wir zehn oder zwölf Songs und dann war's das. Aber ich will jetzt auch noch nicht zu viel über das neue Album erzählen, weil es eigentlich noch ein bisschen hin ist, bis es nächstes Jahr rauskommt. Abschließend würde ich bloß sagen, dass es eine konsequente Weiterentwicklung des zweiten Albums sein wird. Dadurch, dass wir quasi auf zwei Spuren auf dem Tonband aufnehmen, kann man nicht "liver" klingen. Mehr live als das geht halt nicht. Das kann man auch nicht irgendwo schneiden, sondern das ist halt immer die ganze Band, die den Song einspielt und wenn man falsch gespielt hat, dann muss man das halt nochmal machen oder man sagt okay, wenn man den Verspieler nicht hört. Das ist noch analoger - einer der größten Schritte für uns. Und natürlich, dass die Songs ausgefeilter sind.
Alex: Wie geht ihr beim Songwritingprozess im allgemeinen vor? Seid ihr eher eine Band, die zusammen im Studio herumjammed, bis etwas brauchbares herauskommt, oder sitzt jeder von euch bei sich zu Hause und bastelt allein an seinem Kram 'rum und am Ende schmeißt man alles in einen gemeinsamen Pott?
Jan: Meistens ist es so, dass wir die Songs halt zusammen schreiben. Irgendwer kommt mit einer Songidee an, z.B. Tom mit einer Gesangsmelodie und dazu Tönen oder Michael hat sich dann irgendwas dazu überlegt und schon arbeiten wir zusammen an den Songs im Proberaum. Im Studio gar nicht, weil wir uns das nicht leisten könnten. Das würden wir gerne mal machen, aber das Studio ist halt zu teuer. Nachdem wir soweit alles im Proberaum zusammen erarbeitet haben, schreibe ich dann die Texte. Und ansonsten ist es halt wirklich eine richtige Gemeinschaftsarbeit. Da wird so ein Song dann auch über mehrere Wochen entwickelt. Dann muss er aufgenommen werden und man hört ihn sich nochmal an. Zu Hause macht man dann höchsten einen einzelnen Part, aber ansonsten geschieht alles zusammen.
Alex: Die heutigen Technologien bieten ja die Möglichkeit relativ leicht eine Band zu betreiben, deren Mitglieder quer durch Deutschland verstreut leben. Würdest du sagen, dass so etwas als positive Entwicklung anzusehen ist, oder verfälscht das eher den Charakter dieser Musik?
Jan: Es geht auf jeden Fall klar. Wenn man sich zu Hause etwas überlegt und sich das dann quasi als Demo mitbringt in den Proberaum, dann ist das auf jeden Fall sinnvoll so etwas zu haben. Das ist glaub ich schon ganz praktisch, vor allem wenn man als Band gezwungen ist weiter von einander entfernt zu wohnen. Wir wohnen ja alle fast an einem Ort und da geht es auch so ganz gut. Aber ich denke, dass ist auf jeden Fall eine Möglichkeit Musik zusammen zu machen, auch wenn man halt weit von einander entfernt ist. Ist also eine ganz gute Sache, dass es heutzutage eigentlich jeder machen kann, wenn er es möchte.
Alex: Führt es dann aber nicht dazu, dass es ganz viele Musiker gibt, die sich für besser halten, als sie sind? Ohne das alles schlecht machen zu wollen, wären dann nicht nur noch am Computer Songs malende Laienmusiker unterwegs, so dass dann im Grunde das allgemeine Niveau der Musik sinkt?
Jan: Ja gut, aber ich denke dass es dann doch noch irgendwelche allgemeinen Kontrollinstanzen gibt. Wenn du dich auf die Bühne stellst und die Songs sind alle kacke, die du gemacht hast, dann wirst du spätestens da merken: das war wohl doch nicht so 'ne gute Idee.
Alex: Dann ist es schon zu spät ...
Jan: Ja, ja ... dann ist es zu spät. Oder wenn du halt die Songs zu Hause aufnimmst und danach halt nochmal in ein richtiges Studio gehst, dann merkst du auch schon da, wenn du mit professionellen Leuten zusammenarbeitest, dass es vielleicht doch nicht so geil ist, was du gemacht hast. Letztendlich würde ich sagen, dass jetzt vielleicht von mehr Leuten mehr produziert wird, aber Qualität setzt sich dann doch immer durch. Es gibt ja so ein paar Ausnahmen, aber die gibt's ja immer.
Alex: Wenn wir schon Bühnengeschehen anschneiden: Hattet ihr schon mal so ein richtig geniales Erlebnis on Stage oder irgendeine total abgedrehte Erfahrung mit Fans, die z.B. übers Ziel hinaus geschossen sind?
Jan: Wir haben schon ein paar Sachen erlebt und gerade neulich haben wir auf einem Festival gespielt, da hatten wir unseren ersten Stromausfall während des Konzertes, das war ganz witzig. Letztes Jahr haben wir auf einem Festival in Wilhelmshafen gespielt und da haben wir aufgebaut, während unter uns vor der Bühne eine Gruppe Männer stand, die gerade ihren Junggesellenabschied gefeiert hatten. Der eine Typ kommt dann irgendwie zur Bühne und fängt an unseren Gitarristen Michael voll zu labern: "Hey, spielt doch was von Fler oder ACDC!", dachte halt er wäre voll witzig. Da hat Tom gesagt er solle sich doch bitte ruhig verhalten, weil wir gerade versuchen aufzubauen. Dann kann er während wir das Konzert spielen noch genug schreien. Er wollte Tom dann halt verprügeln. Er ist hart ausgerastet und seine Kumpels mussten ihn dann rausziehen. Ich glaube dann kamen noch die Ordner und haben ihn des Platzes verwiesen. Der ist wirklich ziemlich übers Ziel hinausgeschossen. Er tat uns dann auch ziemlich Leid.
Alex: Das klingt echt nicht gut! Aber wenn jetzt zum Beispiel so ein Stromausfall auf der Bühne oder vergleichbare Dinge passieren, auf die ihr keinen Einfluss habt, wie reagiert man dann als Künstler? Versucht man da noch irgendwie ein Akustik-Set anzubieten und so weiter zu machen oder sagt man dann doch eher: "Ne, Show beendet".
Jan: Also wir hatten da noch Glück, denn es war so ein Abifestival. Da waren alle vor der Bühne eh betrunken und somit waren sie so zu sagen auch für alles offen. Der Stromausfall hat dann aber auch nur fünf bis zehn Minuten gedauert, dann lief das wieder und um die Zeit zu überbrücken ließen wir das Publikum laut „Stromausfall“ rufen und alberten mit ihnen ein bisschen herum. Dann lief das Konzert weiter und wir konnten wieder spielen. Wir sind da auch recht unerschütterlich. Ich denke, wenn das komplette Konzert beendet wäre, dann wäre das natürlich nicht so schön. Akustik-Gitarren hätten wir leider auch nicht da gehabt, bber irgendwas findet man da denke ich doch. Da kann ja auch sicherlich keiner was dafür, wenn mal ein Stromausfall ist und dann muss man das Beste daraus machen.
Ich habe mal ein Konzert von Apoptygma Berzerk gesehen und da sind die Laptops ausgefallen und sie konnten gar nicht spielen. Da haben sie versucht einen Song zu spielen, der angeblich ohne Laptop ging und dann mussten sie doch das ganze Konzert absagen und dann später nachholen, weil sie einfach nicht ohne Elektronik spielen können.
Alex: Ja, das ist immer schade und viele Fans haben auch nicht unbedingt viel Verständnis für sowas ...
Jan: Ja klar. Unser Schlagzeuger und ich haben auch früher in Berlin hinter der Bühne gearbeitet und man kennt es dann auch selber wenn man da arbeitet, statt Konzerte zu spielen. Fehler passieren natürlich immer mal. Ich denke, da muss man auch mal tolerant sein. Wenn da Fans vorne stehen und das Konzert hören wollen, sie auch Eintritt bezahlt haben, dann ist es oft schwierig ihnen zu erklären, dass es ausfällt. Wenn es dann aber doch weiter geht, dann ist das eigentlich kein Problem. Man muss sie halt nur bei der Stange halten.
Alex: Wie sieht's denn gigtechnisch bei euch für dieses Jahr aus? Steht da irgendwas größeres an?
Jan: Ja, wir spielen jetzt noch diverse Festivals. Aber auf Tour gehen wir dieses Jahr nicht mehr, weil wir ja das neue Album produzieren wollen. Wir spielen unter anderem beim Deichbrand Festival Ende Juli, danach im August beim Trebur Open Air und ein großes Festival wird morgen noch angekündigt. Das ist noch geheim ...
Zusätzlich zu den Festivals folgen Ende des Jahres noch ein paar Clubkonzerte, wobei eien richitge Tour wie gesagt nicht kommen wird. Sommer halt - da ist eh schlecht mit touren, weil fast nur Festivalkonzerte gehen. Haben wir auch schon gelernt [lacht]
Alex: Bist du persönlich eher ein Fan der Clubbühnen oder bevorzugst du die ganz großen Venues?
Jan: Beides hat irgendwie seinen Reiz. Beides ist anders und man muss auf jeden Fall bei größeren Bühnen anders spielen und sich anders geben, als bei Clubkonzerten. Bei Clubkonzerten ist alles einfach kleiner, enger und verschwitzter. Da hat man dann den direkteren Kontakt zum Publikum. Aber ich finde auch, dass das Spielen auf großen Bühnen seinen Reiz hat. Es macht auch Spaß. Vor allen Dingen ist das Publikum auf Festivals auch über die Jahrzehnte der Festivalkultur in Deutschland auch so konditioniert, dass sie wirklich alles mitmachen, was eigentlich ziemlich witzig ist. Man kann die alles rufen lassen und die haben da Spaß dran und wir haben da Spaß dran. Letztes Jahr hatten wir unsere ersten Festivalkonzerte gespielt und dabei herausgefunden, dass man da richtig Spaß haben kann.
Alex: Verspürt man denn nach so einem Auftritt einen größeren Karriere-Boost? Dass zum Beispiel mehr Likes auf Facebook kommen, oder dass mehr Leute die Website besuchen?
Jan: Man hat auf jeden Fall eine erhöhte Aufmerksamkeit. Ich denke, wenn man bei 'nem Line-up von einem größeren Festival steht, dann merken das die Leute, die sich vorher die Bands, die dort auftreten anschauen. Und wenn wir ein Clubkonzert spielen, dann treten wir nicht vor tausend Leuten oder so auf, sondern das ist schon eher der Kreis von Leuten, den man irgendwie erreichen kann. Bei Festivals ist dieser Kreis meist größer, aber auch nicht immer. Es gibt auch Festivals, wo sich keine Sau dafür interessiert, ob man spielt. Hatten wir zum Glück noch nicht, aber das gibt es bei anderen Bands sicherlich. Wir dachten halt am Anfang, bevor die ersten Festivalauftritte anstanden, ein bisschen darüber, ob das überhaupt funktioniert, was wir so machen auf Festivals und so. Aber es funktioniert ganz gut. Es kommen dadurch auch unter anderem immer mehr Facebook-Likes.
Alex: Dann lass uns noch kurz über die Zukunft der Band sprechen! Was steht denn sonst noch außer der neuen Platte auf der To-do-Liste?
Jan: Wir bringen jetzt eine Split-EP mit unseren Freunden von Hirsch-Effekt heraus. Die sind echt geil! Machen so eine Mischung aus Emo-Hardcore-Metal-Kram, sind halt unglaublich gute Musiker. Die sind glaube ich auch alle studierte Musiker und alle voll abgefahren. Sie bringen jetzt im Oktober ihr zweites Album raus und das wird ziemlich geil!
Alex: Alles klar! Ich danke dir nochmals für deine Zeit und das Interview! Noch alles Gute für die Zukunft! Hast du vielleicht noch ein letztes Schlusswort an die Fans da draußen?
Jan: Erstmal danke für das Interview! An die Fans da draußen: Immer locker, immer fröhlich und immer fair bleiben!
Moderation: Alexander Kipke
Wer sich die Musik der Band einmal näher anschauen möchte,
kann im Folgenden in ihr aktuelles Album „Zu Den Takten Des Programms“ (2011) reinhören:
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