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Vorbericht: Wacken Open Air 2013

Der Acker ruf!

Wie auch schon in den Jahren zuvor, so ruft auch 2013 der zärtlich-süße Klang des schweren Metalls Metalheads aus aller Welt in ein überschaubares Dörflein hoch oben im Norden Deutschlands. Beim nunmehr dritten Vorbericht für das weltgrößte Metalfestival, das Wacken Open Air, merke ich, dass das Event eigentlich längst ziemlich selbstverständlich geworden ist. Oder gibt es tatsächlich noch jemanden unter den Metalheads da draußen, der nicht zumindest mal ansatzweise davon gehört hat? Nicht zuletzt die vielen Live-Übertragungen, die von den Medien effekthascherisch ausgeschlachteten Vor-Ort-Reportagen und all diese Preise einheimsenden Dokumentarfilme über das schwarze Dorf haben dafür gesorgt, dass das Wacken im kollektiven Gedächtnis tief verankert ist. Selbst unter genrefremden Musikenthusiasten!
Man kennt es vielleicht noch von den älteren Generationen, die das legendäre Woodstock oder das Rock in Rio 1985 erlebt haben. In diese Liste kann sich nach Meinung vieler Fans auch das Wacken Open Air reihen. Aber was bringt es jetzt, hier Süßholz zu raspeln? Man muss einfach mal dabei gewesen sein, um das einzigartige Feeling vor Ort zu begreifen! Und wenn man dann dort ist und das wahrhaftig riesige Areal erblickt, riecht und hört, dann wird man es sofort lieben ... oder hassen. Dazwischen gibt es nichts! Deshalb ist das Event wohl auch so erfolgreich. Schon Sammy Amara von den Boilers hat uns richtig attestiert: "Du merkst es immer wieder: Die Bands, die polarisieren wie nur irgend möglich, sind die, die am Ende am erfolgreichsten sind. Polarisieren bedeutet, dass die einen es ganz hart abfeiern und die anderen finden es total scheiße. Lauwarm wird nicht funktionieren. Lauwarm ist scheiße.
Und was für Bands gilt, das gilt erstrecht auch für Festivals und die meisten anderen kunterbunten Lebenslagen, in die man so geraten kann! Aber zurück zum Thema: Der nunmehr 24. Ausgabe des Wacken Open Airs!
Nachdem im letzten Jahr vor allem das Wetter nicht wirklich mitspielen wollte, hoffen die Fans diesmal natürlich auf etwas mildere meteorologische Umstände. Oder zumindest darauf, dass einem nachts die Zelte nicht erneut davonschwimmen. Wobei man an dieser Stelle anmerken muss: Dafür, dass eine wahre Sintflut auf die Massen herniederging, lief es vor Ort doch noch ziemlich zivilisiert ab. Zwar flohen durchaus Gruppen schon am Freitag um die Mittagszeit gen Heimat, doch das Festival musste weder abgesagt werden, noch spielten Urgesteine wie die Scorpions vor leeren Schmodderfeldern. Dass ein Festival dieser Größenordnung trotz derartig bescheidener Umstände bis zum Ende durchgeführt werden konnte, ist schon eine beachtliche Leistung! Und zeugt vom Enthusiasmus, mit dem viele Freunde der Schwarzen Szene ihre Musik lieben und leben.

Was steht für dieses Jahr an?

Eines der diesjährigen Highlights und gleichzeitiger Zankapfel ist in diesem Jahr die Band Deep Purple. Das Urgestein des Hard Rocks hat gerade ein neues Studioalbum unter dem Titel NOW What ?! in den Startlöchern. Außedem machen schon eine ganze Weile lang Gerüchte die Runde, dass dieses Festival-Konzert eines der Letzten der Altrockoer sein könnte. Wie viel Wahrheit da drin steckt, wird nur die Zukunft sagen können. Doch wie wir aus der Vergangenheit wissen, ist so manch eine Band (zum Glück) nicht so einfach tot zu kriegen. Nichtsdestotrotz wird die Wackener Performance in diesem Jahr die nördlichste deutsche Show der Rockveteranen und sicherlich schon alleine zur Erweiterung des Allgemeinwissens einen Blick wert. Im Herbst und Winter sind die Jungs dann im Zuge einer regulären Tour immerhin wieder für mehre Shows in Deutschland.
Im Gegensatz dazu hatte man hierzulande in letzter Zeit leider nicht häufig die Gelegenheit, über eine Live-Show der Skandalnudel Glenn Danzig zu stolpern. Sehr kurzfristige Showausfälle, Schlägereien mit Pressevertretern vor, während und nach den Konzerten sowie eine exzessive Lebensweise haben für einen Ruf gesorgt, der metallischer kaum sein könnte. Selbst wenn man auf den "Evil Elvis" als Musiker nicht stehen sollte, kann man trotzdem mal ein Ohr für seine etwaigen Ausraster oder auch seine besonderen "Showeinlagen" offen halten, wenn er dieses Jahr mit seiner Band Danzig die Bühne erklimmt.
Nachdem es im beim Wacken 2012 die so ziemlich schlimmsten Regenfälle seit Verschriftlichung der Bandgeschichte gab, wurde von den Veranstaltern für die diesjährige Ausgabe des Festivals ein ganz besonderer „Special Act“ angekündigt! Da sich gerade Black Sabbath Ende 2011 reformiert hatten, wäre es natürlich die Sensation schlechthin gewesen, wenn die Truppe eine Show im Kuhdorf bestätigen würde. Ozzy war solo bereits im Jahr 2011 als Headliner dabei und sorgte für einen schrägen „Full Moon over Wacken“. Die Jungs von Kiss hätten sich für diesen Slot auch angeboten, da sie im Zuge der Monster Tour nur ein einziges Deutschlandkonzert bisher auf der Liste haben. Aber stattdessen wurde es unerwartet die Feuerrocker von Rammstein! Auch gut, denn so häufig kriegt man die Jungs abseits der ganz großen Festivals sowieso kaum zu Gesicht. Und ihre bombastische Show ist immer ein ziemlicher Kracher.
Der Schockrocker Alice Cooper war schon im Jahre 2010 Headliner des Wackens. Dieses Jahr kehrt auch er zurück auf die Bühne! Und auch die Stammgäste von Motörhead und die zum dritten mal in Wacken performenden Anthrax dürften bei vielen Wacken-Pilgern auf dem Konzertplan stehen. Wobei Letztere bereits am 17.8. schon auf dem in der Nähe gelegenen neuen Elbriot-Festival abermals in unmittelbarer Nähe einen Festivalauftritt liefern werden.
Auch die Pretty Maids, Uli John Roth, Subway To Sally oder Die Apokalyptischen Reiter werden sicherlich große Fanscharen anlocken können. Zumal die Apo-Reiter bei solchen Festivals in Sachen Pyro und Stagefeuerchen gerne zu den großen Kalibern greifen. Wem also die Haare bei Ramstein noch nicht versengt wurden, der sollte sich die Apokalyptischen Reiter auf jeden Fall ebenfalls ansehen.
Zum Schluss muss hier noch Doro erwähnt werden. Die Metal Queen will ihr 30jähriges Bühnenjubiläum mit einem besonderen Wacken-Set feiern. Als Quasi-Inventar des Festivals hat sie in den letzten Jahren ständig entweder der Eröffnung des Festivals beigewohnt oder als Gast irgendwo mitgesungen – z.B. letztes Jahr bei U.D.O.s Jubiläumsshow. Nun dürfen sich die Fans auf eine vollwertige Show der deutschen Rockröhre freuen.
Achja, und Amorphis haben angekündigt, eine spezielle Akustik-Show zu performen. In eine vergleichbare Kerbe werden auch die Jungs von Rage mit ihrem weltbekannten Lingua Mortis Orchester schlagen, welches sie Anno 2013 wieder aufs Festivalgelände schleppen werden. Damit ist der obligatorische Teil an klassischen Tönen auch abgedeckt. Man darf also auch in diesem Jahr auf ein exklusives Line-Up gespannt sein ...

Festival Facts:

Gründung: 1990
Auswahl der am häufigsten aufgetretenen Bands (inkl. 2013):
9 Auftritte: Subway to Sally
8 Auftritte: Mambo Kurt
7 Auftritte: Gamma Ray, Motörhead, Grave Digger und Saxon
6 Auftritte: Doro, Amon Amarth, HammerFall, In Extremo, Overkill, Die Apokalyptischen Reiter, U.D.O. und Rage.
Offizielle Wacken-Hymne:
http://www.facebook.com/WackenOpenAir.official/app_2405167945
Wacken Homepage: http://www.wacken.com/de/woa2012/
Billing Bands 2013: http://www.wacken.com/de/woa2013/main-bands/billing-2013/
Tickets: http://www.wacken.com/de/woa2012/main-tickets-shop/tickets/
Dates: 01.08. - 03.08.2013

Unsere Wacken-Interviews der letzten zwei Jahre:

Interviews
Wacken Open Air 2011
HelloweenBlind Guardian
EdguyDoro Pesch
Subway To SallySirenia
Girlschoolvan Canto
Visions Of AtlantisBetontod
HämatomTorture Squad
Ignis FatuuThe Prophecy 23
Accu§erWarrant
Excrementory Grindfuckers
Interviews
Wacken Open Air 2012
BetontodIn Extremo
HammerfallDoro Pesch
Mono Inc.Cradle of Filth
DelainOomph!
We Butter The Bread with ButterAgro
Dead By AprilVogelfrey
InsomniumBroilers
OpethDarkest Hour
MegaherzAmaranthe
Torfrock

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